Die Last verteilt sich ungleichmäßig:
Zur Einordnung der US-Zahl: Sie entspricht in etwa der Verabschiedung eines „Inflation Reduction Act“ jedes Jahr für 25 Jahre L. Für die EU würde dies bedeuten, dass sich ihr jährliches Budget nahezu verdoppeln müsste M.
Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass der Abkopplungsprozess selbst einen anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben würde. Die Studie warnt, dass die Inflation in bestimmten Szenarien um bis zu 2,5 Prozentpunkte steigen könnte, angetrieben durch deutlich höhere Herstellungskosten, wenn die Produktion aus den kostengünstigeren chinesischen Lieferketten abgezogen wird TL.
Der Bericht stellt fest, dass in Europa die Preise für Produkte in Schlüsselindustrien um 1 % bis 2,5 % steigen könnten, wenn die Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten stark reduziert wird. Laut der Analyse könnte dies es der Europäischen Zentralbank und der Bank of England strukturell erschweren, ihre Inflationsziele von 2 % zu erreichen M.
Die EY-Parthenon-Studie stellt explizit zwei politische Ansätze gegenüber, die oft vermischt werden EL:
Vollständige Abkopplung (Full Decoupling) ist ein kompletter, harter Bruch mit den chinesischen Lieferketten. Die 23,6 Billionen Dollar stehen für dieses extreme Szenario, das die Duplizierung aller Elemente – Infrastruktur, Forschung und Entwicklung, Software, Fertigung und Logistik – von Grund auf erfordert.
De-Risking ist eine gezieltere Strategie, die von europäischen Führungskräften bevorzugt wird und sich in der offiziellen Haltung der EU widerspiegelt. Sie zielt darauf ab, Abhängigkeiten nur in einem engen Set strategischer Sektoren zu verringern, anstatt alle wirtschaftlichen Bande zu kappen. Wie eine Studie des Europäischen Parlaments aus dem Jahr 2024 dokumentiert, haben europäische Politiker konsequent für „De-Risking, nicht Decoupling“ plädiert E. Die EY-Parthenon-Analyse impliziert, dass De-Risking erheblich geringere Kosten verursachen würde, auch wenn sich der Bericht auf das Full-Decoupling-Szenario konzentriert, um das extreme Ende des Risikospektrums zu beziffern EET.
Die EY-Parthenon-Analyse identifiziert vier Sektoren, die die höchsten Kosten für die Nachbildung von Lieferketten tragen würden ETL:
Eine separate Analyse der US-Handelskammer hebt ebenfalls diese Sektoren sowie IKT- und Cloud-Technologien und verteidigungsbezogene Technologien als die verwundbarsten für Lieferkettenunterbrechungen hervor LU. Die Europäische Kommission und die USA haben Halbleiter, Pharmazeutika, Batterien und kritische Materialien gleichermaßen als strategische Sektoren mit hochkonzentrierten Lieferketten identifiziert U.
Die EY-Parthenon-Studie kommt in eine Zeit, die bereits von aktiven westlichen Bemühungen zur Verringerung von Abhängigkeiten geprägt ist.
US-Ausgaben für kritische Mineralien und Halbleiter: Die USA haben über den Inflation Reduction Act und den CHIPS Act rund 30 Milliarden Dollar für die heimische Verarbeitung kritischer Mineralien, Batterie-Lieferketten und die Halbleiterfertigung bereitgestellt L.
EU-Handelsschutzmaßnahmen: In einer separaten, aber verwandten handelspolitischen Aktion hat die EU ein neues Antidumpingverfahren gegen chinesische Entenimporte eingeleitet, was das breitere Muster widerspiegelt, dass westliche Volkswirtschaften handelspolitische Schutzinstrumente nutzen, um Importabhängigkeiten von China zu managen E. Die EU hat in den letzten Jahren auch Antidumpingzölle auf chinesische Solarmodule, Elektrofahrräder und Elektroautos verhängt E.
Transatlantische Zusammenarbeit: Im April 2026 einigten sich die USA und die EU auf ein Abkommen über kritische Mineralien, das speziell darauf abzielt, Chinas Griff auf die Lieferkette zu schwächen BB. Ein Bericht der schwedischen Verteidigungsforschungsagentur hebt hervor, dass die EU eine erhebliche Importabhängigkeit von China bei kritischen Rohstoffen hat, die für Halbleiter und grüne Technologien verwendet werden, was sie extrem anfällig für Manipulationen des Handelsflusses macht FF.
Das schiere Ausmaß der geschätzten Kosten wird durch die Tiefe der Integration Chinas in die globalen Lieferketten bestimmt. China ist der weltweit größte Hersteller, der wichtigste Exporteur und der dominierende Verarbeiter kritischer Rohstoffe. Die Europäische Zentralbank hat separat festgestellt, dass die Anzahl der lebenswichtigen Vorleistungen, die Exportbeschränkungen unterliegen, seit 2009 um das Fünffache gestiegen ist EBE.
Eine Analyse der deutschen Bundesbank hatte zuvor ergeben, dass eine „Cold-Turkey“-Trennung von China zu deutschen Wohlfahrtsverlusten von mehr als 5 % kurzfristig und etwa 1,5 % langfristig führen könnte B. Die EZB hat zudem festgestellt, dass die Kosten einer Abkopplung kurzfristig etwa fünfmal höher sind als langfristig, wobei die Verbraucherpreise in den meisten Ländern steigen E.
Die EY-Parthenon-Studie beziffert die Kosten einer vollständigen Abkopplung mit 23,6 Billionen Dollar über 25 Jahre, davon 13,7 Billionen Dollar allein für die USA. Sie warnt vor einem Inflationsrisiko von bis zu 2,5 Prozentpunkten und identifiziert Pharmazeutika, Halbleiter, saubere Energie und kritische Mineralien als die am stärksten exponierten Sektoren. Während die Zahl für das Full-Decoupling atemberaubend ist, bevorzugen europäische Führungskräfte weiterhin einen engeren „De-Risking“-Pfad, und die USA und die EU haben bereits begonnen, in denselben Sektoren Ausgaben zu tätigen und Handelshemmnisse zu errichten.