Bereits beschlossene 50.000 Stellenstreichungen bis 2030 in Deutschland gelten als zu wenig – Blume fordert weitere 50.000 Jobs weltweit. Aufsichtsrat lehnt ‚Zukunftsplan‘ mit 12:7 ab: Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen verhindern Werkschließungen in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm.

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Bereits im März 2026 hatte Volkswagen angekündigt, 50.000 Stellen in Deutschland bis 2030 abzubauen – betroffen sind alle Konzernmarken inklusive Audi und Porsche . Jetzt legte CEO Oliver Blume nach: In einem internen Memo vom 13. Juli warnte er die Belegschaft, dass bis zu 50.000 weitere Arbeitsplätze weltweit wegfallen könnten, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Damit steuert der Konzern faktisch auf eine Gesamtzahl von bis zu 100.000 Stellenstreichungen zu
.
Am 9. Juli tagte der Aufsichtsrat in Wolfsburg, um über Blumes radikalen „Zukunftsplan" zu entscheiden. Der Plan sah vor: bis zu 100.000 Stellenabbau weltweit und die Schließung von vier deutschen Werken – Hannover, Zwickau, Emden und das Audi-Werk in Neckarsulm .
Das Votum fiel deutlich aus: 12 zu 7 Stimmen lehnten den Plan ab . Die Arbeitnehmervertreter gemeinsam mit dem Land Niedersachsen – dem zweitgrößten Aktionär – verhinderten damit die tiefgreifendste Umstrukturierung in der Konzerngeschichte
.
Was der Aufsichtsrat dagegen absegnete, waren die langfristigen strategischen Weichenstellungen:
Der Konzern hat errechnet, dass er gegenüber Wettbewerbern einen Kostennachteil von rund 20 % hat . Bis Ende 2028 will man die Kosten konzernweit um ein Fünftel senken
.
Nach der Aufsichtsratssitzung präsentierte das Management kaum Details zu Stellenabbau oder Werkschließungen . Der verabschiedete Plan enthält keine konkreten Personalzahlen – Analysten von Reuters bezeichnen die Mitteilung als „weitgehend eine Sammlung von Absichtserklärungen“
.
Die nächste planmäßige Aufsichtsratssitzung ist frühestens im September . Bis dahin verharrt die rund 657.000 Mitarbeiter zählende Belegschaft in tiefer Unsicherheit. Die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat haben bereits angekündigt, sich gegen betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen zu stemmen
.
Fazit: Blume bekam zwar grünes Licht für die langfristige Produkt- und Kapazitätsstrategie, sein radikaler Stellen- und Werkschließungsplan wurde jedoch mit 12:7 Stimmen gestoppt. Der Konzern steuert auf einen heißen Sommer zu – ohne klaren Plan für die Belegschaft bis mindestens September.
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Bereits beschlossene 50.000 Stellenstreichungen bis 2030 in Deutschland gelten als zu wenig – Blume fordert weitere 50.000 Jobs weltweit.
Bereits beschlossene 50.000 Stellenstreichungen bis 2030 in Deutschland gelten als zu wenig – Blume fordert weitere 50.000 Jobs weltweit. Aufsichtsrat lehnt ‚Zukunftsplan‘ mit 12:7 ab: Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen verhindern Werkschließungen in Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm.
Langfristige Produkt und Kapazitätsziele sind dagegen abgesegnet: Modellpalette halbiert, Kapazität auf 9 Mio.