Wie der US-Block gegen Anthropic die EU zwang, eine eigene KI-Zukunft aufzubauen
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Veröffentlicht vonBearbeitet mit DeepSeek-V4-FlashBilder erstellt mit GPT Image 1.5
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Europäische Unternehmen verloren schlagartig den Zugriff auf zwei der leistungsfähigsten KI Modelle der Welt.
Die EU Kommission antwortete mit einem gigantischen Paket: Technologie Souveränitätspaket (u.
Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseqAI-generated editorial hero image for Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseq.
KI-Prompt
Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseq. Article summary: Here is the full fact-checked account of the US restriction, its consequences for the EU, and the European Commission's response.. Topic tags: general, news, general web, user generated, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icons, and tiny thumbnail layouts. Make
openai.com
Am 12. Juni 2026 verfügte die US-Regierung mit sofortiger Wirkung, dass Anthropic den Zugang zu seinen beiden leistungsfähigsten KI-Modellen, Fable 5 und Mythos 5, für alle ausländischen Staatsangehörigen sperren müsse – selbst für die eigenen ausländischen Mitarbeiter des Unternehmens . Das Exportverbot – das rund drei Wochen andauerte – versetzte Europa einen Schock. Es legte eine strategische Verwundbarkeit schonungslos offen: Die Abhängigkeit von KI-Systemen, die eine fremde Regierung jederzeit abschalten kann. Die Reaktion der EU-Kommission, ein rasch geschnürtes Paket aus Gesetzen und Investitionsplänen, ist heute einer der ambitioniertesten Souveränitätsvorstöße in der Geschichte der Union.
Das US-Exportverbot: Was geschah und warum
Am 12. Juni 2026 erließ die US-Regierung unter Berufung auf nationale Sicherheitsbefugnisse eine Exportkontrollverfügung, die Anthropic anwies, „den gesamten Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 durch ausländische Staatsangehörige zu sperren, ob innerhalb oder außerhalb der Vereinigten Staaten, einschließlich ausländischer Anthropic-Mitarbeiter“ . Handelsminister Howard Lutnick verhängte die Kontrollen . Anthropic erklärte, keine Alternative zu haben, und deaktivierte die Modelle für alle Nutzer weltweit . Die Beschränkungen dauerten etwa drei Wochen; die USA hoben sie am 1. Juli 2026 auf, nachdem Anthropic eine entsprechende Mitteilung des Handelsministeriums erhalten hatte .
Studio Global AI
Setzen Sie Ihre Recherche fort
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Wie lautet die kurze Antwort auf „Wie der US-Block gegen Anthropic die EU zwang, eine eigene KI-Zukunft aufzubauen“?
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss. Europäische Unternehmen verloren schlagartig den Zugriff auf zwei der leistungsfähigsten KI Modelle der Welt.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Die EU Kommission antwortete mit einem gigantischen Paket: Technologie Souveränitätspaket (u.
Wie der US-Block gegen Anthropic die EU zwang, eine eigene KI-Zukunft aufzubauen
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Veröffentlicht vonBearbeitet mit DeepSeek-V4-FlashBilder erstellt mit GPT Image 1.5
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Europäische Unternehmen verloren schlagartig den Zugriff auf zwei der leistungsfähigsten KI Modelle der Welt.
Die EU Kommission antwortete mit einem gigantischen Paket: Technologie Souveränitätspaket (u.
Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseqAI-generated editorial hero image for Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseq.
KI-Prompt
Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Search & fact-check with cited sources for How did the US temporarily restrict foreign access to Anthropic's advanced AI models, what conseq. Article summary: Here is the full fact-checked account of the US restriction, its consequences for the EU, and the European Commission's response.. Topic tags: general, news, general web, user generated, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers, clickbait thumbnails, icons, and tiny thumbnail layouts. Make
openai.com
Am 12. Juni 2026 verfügte die US-Regierung mit sofortiger Wirkung, dass Anthropic den Zugang zu seinen beiden leistungsfähigsten KI-Modellen, Fable 5 und Mythos 5, für alle ausländischen Staatsangehörigen sperren müsse – selbst für die eigenen ausländischen Mitarbeiter des Unternehmens . Das Exportverbot – das rund drei Wochen andauerte – versetzte Europa einen Schock. Es legte eine strategische Verwundbarkeit schonungslos offen: Die Abhängigkeit von KI-Systemen, die eine fremde Regierung jederzeit abschalten kann. Die Reaktion der EU-Kommission, ein rasch geschnürtes Paket aus Gesetzen und Investitionsplänen, ist heute einer der ambitioniertesten Souveränitätsvorstöße in der Geschichte der Union.
Das US-Exportverbot: Was geschah und warum
Am 12. Juni 2026 erließ die US-Regierung unter Berufung auf nationale Sicherheitsbefugnisse eine Exportkontrollverfügung, die Anthropic anwies, „den gesamten Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 durch ausländische Staatsangehörige zu sperren, ob innerhalb oder außerhalb der Vereinigten Staaten, einschließlich ausländischer Anthropic-Mitarbeiter“ . Handelsminister Howard Lutnick verhängte die Kontrollen . Anthropic erklärte, keine Alternative zu haben, und deaktivierte die Modelle für alle Nutzer weltweit . Die Beschränkungen dauerten etwa drei Wochen; die USA hoben sie am 1. Juli 2026 auf, nachdem Anthropic eine entsprechende Mitteilung des Handelsministeriums erhalten hatte .
Studio Global AI
Setzen Sie Ihre Recherche fort
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Wie lautet die kurze Antwort auf „Wie der US-Block gegen Anthropic die EU zwang, eine eigene KI-Zukunft aufzubauen“?
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Am 12. Juni 2026 ordnete die US Regierung an, dass Anthropic den weltweiten Zugang zu seinen Fable 5 und Mythos 5 KI Modellen für alle ausländischen Staatsangehörigen, einschließlich EU Mitarbeiter, sperren muss. Europäische Unternehmen verloren schlagartig den Zugriff auf zwei der leistungsfähigsten KI Modelle der Welt.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Die EU Kommission antwortete mit einem gigantischen Paket: Technologie Souveränitätspaket (u.
Das Verbot hatte sofortige und weitreichende Konsequenzen für Europa:
Schlagartiger Verlust von KI-Pionierarbeit: Europäische Unternehmen, Forscher und Institutionen – einschließlich der EU-Mitarbeiter von Anthropic selbst – verloren ohne Vorwarnung den Zugang zu zwei der weltweit fortschrittlichsten KI-Modelle .
Exponierte strategische Schwachstelle: Der Vorfall zeigte drastisch, dass „der Zugang zu KI-Spitzenleistungen, die von US-Anbietern bereitgestellt werden, leicht unterbrochen werden kann . Europäische Beamte sprachen von einem „Weckruf“ und dem Beleg, dass die Abhängigkeit von US-KI-Anbietern ein geopolit es Risiko darstellt .
Risikostreuung der Unternehmen: Große europäische Unternehmen begannen, ihre KI-Risiken dringend auf mehrere Anbieter zu verteilen und Pläne für heimische Alternativen zu beschleunigen .
Diplomatische Verstimmung: Die EU-Kommission erklärte, solche Maßnahmen „sollten Partner nicht unfair treffen“, und leitete eine sofortige Prüfung der praktischen Konsequenzen ein .
Die vielfältige Antwort der EU-Kommission
Die Reaktion der Kommission umfasst mehrere ineinandergreifende Initiativen, die zwischen dem 3. Juni und dem 7. Juli 2026 angekündigt wurden. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Das Technologie-Souveränitätspaket wurde nur neun Tage vor dem Anthropic-Bann vorgestellt, was der Krise sofort einen politischen Rahmen gab.
1. Europäisches Technologie-Souveränitätspaket (3. Juni 2026)
Die Kommission verabschiedete ein breites Maßnahmenpaket zur Stärkung der technologischen Souveränität Europas und zur Verringerung der Abhängigkeit von nichteuropäischen Anbietern bei kritischen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Infrastrukturen. Es umfasst das Cloud and AI Development Act (CADA), den Chips Act 2.0, eine EU-Strategie für Open-Source-Software sowie Initiativen zur digitalen Energieinfrastruktur . Das Paket zielt ausdrücklich darauf ab, die Risiken zu mindern, die sich aus der Abhängigkeit der EU von Drittländern bei Cloud-Computing-Diensten ergeben, und zwar durch einen einheitlichen EU-Souveränitätsrahmen .
2. AI-Continent-Aktionsplan (nach dem Bann verstärkt)
Dieser ursprünglich im April 2025 veröffentlichte, aber nun mit neuer Dringlichkeit versehene Plan konzentriert sich auf den Aufbau heimischer KI-Infrastruktur. Zu den Kernkomponenten gehören :
Mindestens 13 KI-Fabriken (Ausbau auf 19) in ganz Europa zum Trainieren und Optimieren von KI-Modellen, mit einem Budget von 10 Milliarden Euro für 2021–2027.
KI-Gigafabriken – 4x leistungsfähiger als KI-Fabriken – mit 20 Milliarden Euro, die über InvestAI für bis zu 5 Gigafabriken mobilisiert werden .
Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität der EU in den nächsten 5–7 Jahren .
Ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Digitalen Europa-Programms (DIGITAL-2026-AI-09) speziell zur Stärkung der KI-Kernkapazitäten der EU .
3. Notfallmaßnahmen und der KI-Cybersecurity-Aktionsplan vom Juli 2026
Am 7. Juli 2026 stellte die Kommission einen eigenen KI-Cybersecurity-Aktionsplan vor, der die durch den Anthropic-Vorfall offengelegten Risiken adressiert . Dieser Plan:
Sieht ein koordiniertes Vorgehen vor, um Mitgliedstaaten und Unternehmen bei der Bewältigung KI-bezogener Cybersicherheitsrisiken zu unterstützen .
Enthält konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheitsfähigkeiten der EU im Bereich der fortschrittlichen KI.
Frühe Berichte wiesen jedoch darauf hin, dass der Plan „hauptsächlich Empfehlungen“ enthält und Brüssel weiterhin stark auf „verhandelten Zugang“ zu US-KI-Modellen setzt – ein Hinweis auf die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit .
Die Europäische Zentralbank wies die größten Banken des Euroraums – darunter die Deutsche Bank, BNP Paribas und Santander – separat an, bis zum 31. Oktober Aktionspläne zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegen KI-gestützte Cyberangriffe vorzulegen .
4. Aufbau einer EU-eigenen Bewertungskapazität
Die Kommission arbeitet am Aufbau einer unabhängigen EU-weiten Bewertungskapazität für Frontier-KI-Modelle – einer heimischen Fähigkeit, fortschrittliche KI-Systeme zu testen, zu auditieren und zu zertifizieren, anstatt sich auf US-basierte Bewertungen zu verlassen. Dies ist Teil des umfassenderen Vorstoßes für technologische Autonomie, wobei der Vorfall als „ein weiteres Beispiel dafür, warum die EU technologische Autonomie erreichen muss“ angeführt wird . Die Kommission erwartet, dass diese Bewertungskapazität bis 2027 betriebsbereit sein wird .
5. Mögliche staatliche Modellkäufe
Auch wenn es sich nicht um eine einzelne Schlagzeile handelt, sieht die Strategie der Kommission ausdrücklich die öffentliche Beschaffung von KI-Modellen als Instrument zur Verringerung der Abhängigkeit vor. Der KI-Kontinent-Aktionsplan zielt darauf ab, die KI-Nutzung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor zu steigern , und das Cloud- and AI-Development Act (CADA) konzentriert sich auf die Sicherstellung von EU-eigener Rechenleistung und KI für die öffentliche Hand . Die zugrundeliegende Logik – bestätigt durch mehrere Quellenanalysen – ist, dass die EU möglicherweise eigene souveräne KI-Modelle kaufen oder in Auftrag geben wird, anstatt sich auf US-Modelle zu verlassen, die jederzeit abgeschaltet werden können .
Die Realitätsprüfung: Ehrgeiz versus Leistungsfähigkeit
Die Kommission hat zwar eine klare Richtung vorgegeben und mehrere große Gesetzespakete auf den Weg gebracht, doch mehrere Medienberichte weisen darauf hin, dass konkrete, verbindliche Maßnahmen weiterhin begrenzt sind. Der Cybersecurity-Aktionsplan vom Juli 2026 „enthält hauptsächlich Empfehlungen“, und die EU ist kurzfristig weiterhin auf verhandelten Zugang zu US-Frontier-Modellen angewiesen . Der Weg von der Planung zur operativen Unabhängigkeit wird Jahre dauern, und der erforderliche Investitionsumfang ist immens – zusätzliche 120 Milliarden Euro für Halbleiter, rund 200 Milliarden Euro bis 2036 für Rechenzentrumskapazitäten und 100 Milliarden Euro für Cloud- und KI-Führungsinitiativen .
Der Anthropic-Bann vom Juni 2026 könnte sich als Wendepunkt für die europäische Technologiepolitik erweisen. Er war eine konkrete, folgenreiche Demonstration der Risiken, vor denen EU-Beamte lange gewarnt hatten. Ob die Reaktion – eine Kaskade von Gesetzen, Plänen und Finanzierungszusagen – in echte technologische Unabhängigkeit mündet, wird von der Umsetzung, den Investitionen und der Bereitschaft der Mitgliedstaaten abhängen, den Weg mitzugehen.
lemonde.frFrance and Europe worried as US blocks Anthropic's latest AI model
Das Verbot hatte sofortige und weitreichende Konsequenzen für Europa:
Schlagartiger Verlust von KI-Pionierarbeit: Europäische Unternehmen, Forscher und Institutionen – einschließlich der EU-Mitarbeiter von Anthropic selbst – verloren ohne Vorwarnung den Zugang zu zwei der weltweit fortschrittlichsten KI-Modelle .
Exponierte strategische Schwachstelle: Der Vorfall zeigte drastisch, dass „der Zugang zu KI-Spitzenleistungen, die von US-Anbietern bereitgestellt werden, leicht unterbrochen werden kann . Europäische Beamte sprachen von einem „Weckruf“ und dem Beleg, dass die Abhängigkeit von US-KI-Anbietern ein geopolit es Risiko darstellt .
Risikostreuung der Unternehmen: Große europäische Unternehmen begannen, ihre KI-Risiken dringend auf mehrere Anbieter zu verteilen und Pläne für heimische Alternativen zu beschleunigen .
Diplomatische Verstimmung: Die EU-Kommission erklärte, solche Maßnahmen „sollten Partner nicht unfair treffen“, und leitete eine sofortige Prüfung der praktischen Konsequenzen ein .
Die vielfältige Antwort der EU-Kommission
Die Reaktion der Kommission umfasst mehrere ineinandergreifende Initiativen, die zwischen dem 3. Juni und dem 7. Juli 2026 angekündigt wurden. Der Zeitpunkt ist entscheidend: Das Technologie-Souveränitätspaket wurde nur neun Tage vor dem Anthropic-Bann vorgestellt, was der Krise sofort einen politischen Rahmen gab.
1. Europäisches Technologie-Souveränitätspaket (3. Juni 2026)
Die Kommission verabschiedete ein breites Maßnahmenpaket zur Stärkung der technologischen Souveränität Europas und zur Verringerung der Abhängigkeit von nichteuropäischen Anbietern bei kritischen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Infrastrukturen. Es umfasst das Cloud and AI Development Act (CADA), den Chips Act 2.0, eine EU-Strategie für Open-Source-Software sowie Initiativen zur digitalen Energieinfrastruktur . Das Paket zielt ausdrücklich darauf ab, die Risiken zu mindern, die sich aus der Abhängigkeit der EU von Drittländern bei Cloud-Computing-Diensten ergeben, und zwar durch einen einheitlichen EU-Souveränitätsrahmen .
2. AI-Continent-Aktionsplan (nach dem Bann verstärkt)
Dieser ursprünglich im April 2025 veröffentlichte, aber nun mit neuer Dringlichkeit versehene Plan konzentriert sich auf den Aufbau heimischer KI-Infrastruktur. Zu den Kernkomponenten gehören :
Mindestens 13 KI-Fabriken (Ausbau auf 19) in ganz Europa zum Trainieren und Optimieren von KI-Modellen, mit einem Budget von 10 Milliarden Euro für 2021–2027.
KI-Gigafabriken – 4x leistungsfähiger als KI-Fabriken – mit 20 Milliarden Euro, die über InvestAI für bis zu 5 Gigafabriken mobilisiert werden .
Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität der EU in den nächsten 5–7 Jahren .
Ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Digitalen Europa-Programms (DIGITAL-2026-AI-09) speziell zur Stärkung der KI-Kernkapazitäten der EU .
3. Notfallmaßnahmen und der KI-Cybersecurity-Aktionsplan vom Juli 2026
Am 7. Juli 2026 stellte die Kommission einen eigenen KI-Cybersecurity-Aktionsplan vor, der die durch den Anthropic-Vorfall offengelegten Risiken adressiert . Dieser Plan:
Sieht ein koordiniertes Vorgehen vor, um Mitgliedstaaten und Unternehmen bei der Bewältigung KI-bezogener Cybersicherheitsrisiken zu unterstützen .
Enthält konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Cybersicherheitsfähigkeiten der EU im Bereich der fortschrittlichen KI.
Frühe Berichte wiesen jedoch darauf hin, dass der Plan „hauptsächlich Empfehlungen“ enthält und Brüssel weiterhin stark auf „verhandelten Zugang“ zu US-KI-Modellen setzt – ein Hinweis auf die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit .
Die Europäische Zentralbank wies die größten Banken des Euroraums – darunter die Deutsche Bank, BNP Paribas und Santander – separat an, bis zum 31. Oktober Aktionspläne zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegen KI-gestützte Cyberangriffe vorzulegen .
4. Aufbau einer EU-eigenen Bewertungskapazität
Die Kommission arbeitet am Aufbau einer unabhängigen EU-weiten Bewertungskapazität für Frontier-KI-Modelle – einer heimischen Fähigkeit, fortschrittliche KI-Systeme zu testen, zu auditieren und zu zertifizieren, anstatt sich auf US-basierte Bewertungen zu verlassen. Dies ist Teil des umfassenderen Vorstoßes für technologische Autonomie, wobei der Vorfall als „ein weiteres Beispiel dafür, warum die EU technologische Autonomie erreichen muss“ angeführt wird . Die Kommission erwartet, dass diese Bewertungskapazität bis 2027 betriebsbereit sein wird .
5. Mögliche staatliche Modellkäufe
Auch wenn es sich nicht um eine einzelne Schlagzeile handelt, sieht die Strategie der Kommission ausdrücklich die öffentliche Beschaffung von KI-Modellen als Instrument zur Verringerung der Abhängigkeit vor. Der KI-Kontinent-Aktionsplan zielt darauf ab, die KI-Nutzung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor zu steigern , und das Cloud- and AI-Development Act (CADA) konzentriert sich auf die Sicherstellung von EU-eigener Rechenleistung und KI für die öffentliche Hand . Die zugrundeliegende Logik – bestätigt durch mehrere Quellenanalysen – ist, dass die EU möglicherweise eigene souveräne KI-Modelle kaufen oder in Auftrag geben wird, anstatt sich auf US-Modelle zu verlassen, die jederzeit abgeschaltet werden können .
Die Realitätsprüfung: Ehrgeiz versus Leistungsfähigkeit
Die Kommission hat zwar eine klare Richtung vorgegeben und mehrere große Gesetzespakete auf den Weg gebracht, doch mehrere Medienberichte weisen darauf hin, dass konkrete, verbindliche Maßnahmen weiterhin begrenzt sind. Der Cybersecurity-Aktionsplan vom Juli 2026 „enthält hauptsächlich Empfehlungen“, und die EU ist kurzfristig weiterhin auf verhandelten Zugang zu US-Frontier-Modellen angewiesen . Der Weg von der Planung zur operativen Unabhängigkeit wird Jahre dauern, und der erforderliche Investitionsumfang ist immens – zusätzliche 120 Milliarden Euro für Halbleiter, rund 200 Milliarden Euro bis 2036 für Rechenzentrumskapazitäten und 100 Milliarden Euro für Cloud- und KI-Führungsinitiativen .
Der Anthropic-Bann vom Juni 2026 könnte sich als Wendepunkt für die europäische Technologiepolitik erweisen. Er war eine konkrete, folgenreiche Demonstration der Risiken, vor denen EU-Beamte lange gewarnt hatten. Ob die Reaktion – eine Kaskade von Gesetzen, Plänen und Finanzierungszusagen – in echte technologische Unabhängigkeit mündet, wird von der Umsetzung, den Investitionen und der Bereitschaft der Mitgliedstaaten abhängen, den Weg mitzugehen.
lemonde.frFrance and Europe worried as US blocks Anthropic's latest AI model