Der Angriff forderte mindestens 22 Todesopfer und über 100 Verletzte in Kiew und Umgebung; mehrere Wohnhäuser wurden direkt getroffen .
Präsident Wolodymyr Selenskyj reiste unmittelbar nach dem Angriff zum NATO-Gipfel nach Ankara (7.–8. Juli 2026) und brachte mehrere ultimative Forderungen mit:
1. Sofortige Lieferung weiterer Patriot-Systeme und Abfangraketen – Selenskyj appellierte direkt an die USA und die europäischen Verbündeten, zusätzliche Patriot-Batterien und die dazugehörigen PAC-3-Lenkflugkörper bereitzustellen. Eine „unzureichende Versorgung“ mit US-Abfangraketen mache Kiew wehrlos gegen ballistische Angriffe .
2. Eine Raketen-Tauschvereinbarung mit Deutschland – Die Ukraine schlug vor, dass Deutschland seine derzeitigen Patriot-Raketenbestände sofort an die Ukraine abgibt und im Gegenzug künftige Abfangraketen aus ukrainischer Produktion erhält. Hierfür war eine Entscheidung Deutschlands während des Gipfels notwendig .
3. Gründung einer „Anti-Ballistik-Koalition“ – Selenskyj drängte die NATO, eine formelle Koalition von Ländern ins Leben zu rufen, die sich der Lieferung und Produktion von Anti-Ballistik-Systemen in großem Maßstab widmet. Europa brauche „bezahlbare, massenproduzierte Anti-Ballistik-Systeme – heute“ .
4. Hochskalierte Produktion der Verbündeten – Auf dem Gipfel forderte Selenskyj die Verbündeten auf, die industrielle Fertigung von Abfangraketen massiv zu steigern. Es sei „absurd“, dass die Produktion nicht auf das Niveau gebracht werde, das zum Schutz von Zivilisten im 21. Jahrhundert nötig sei .
5. Luftabwehr als zentrales Gipfelergebnis – Bereits vor und während des Gipfels machte Selenskyj deutlich, dass konkrete Luftabwehrzusagen zu den Kernergebnissen des Treffens in Ankara gehören müssten. „Die Luftabwehr muss eines der zentralen Ergebnisse sein – natürlich, wenn die NATO ihren Verbündeten noch etwas bedeutet“ .