Die Drohung vom 6. Juli erfolgte, nachdem die indirekten Gespräche zwischen den USA und Iran in der Vorwoche ohne öffentlich erkennbare Fortschritte in Richtung eines dauerhaften Friedens geendet waren – trotz der 60-tägigen Waffenruhe, die Raum für Diplomatie schaffen sollte.
Am 17. Juni 2026 unterzeichneten die USA und Iran eine 14-Punkte-Absichtserklärung (MOU) – eine vorübergehende, nicht bindende Absichtserklärung, keinen Friedensvertrag. Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören:
Das MOU wurde virtuell von Trump und iranischen Beamten unterzeichnet, eine formelle Zeremonie war für den 19. Juni in Genf geplant.
Analysten haben das MOU als einen vorübergehenden Waffenstillstandsmechanismus beschrieben, dessen Hauptfunktion darin besteht, „nicht den Konflikt zu beenden, sondern seine nächste Phase zu verschieben.“ Jede substanzielle Frage – einschließlich des iranischen Atomprogramms, der Sanktionen, der freien Schifffahrt durch die Straße von Hormus und der Lage im Libanon – wurde in die 60-tägige Verhandlungsspur verschoben.
Ajatollah Ali Chamenei wurde am 28. Februar 2026 durch US-amerikanische und israelische Angriffe am ersten Kriegstag getötet. Seine Beerdigung wurde aufgrund des anhaltenden Konflikts um Monate verschoben. Die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten begannen in Teheran am 4. Juli 2026, die Beisetzung in Maschhad ist für den 9. Juli 2026 vorgesehen.
Die Beerdigung hat die aktiven US-iranischen Verhandlungen pausiert. Menschenmengen bei der Beerdigung skandierten „Tod den USA, Tod Israel“ und forderten Rache, was den politischen Spielraum für Kompromisse verengt. Berichte beschreiben Trauernde, die „Unser Slogan ist ein Wort: Rache, Rache“ und „Wir werden töten, wir werden den töten, der unseren Imam getötet hat“ skandierten.
Die iranischen Behörden nutzten die Beerdigung, um nationalistische und religiöse Leidenschaften zu schüren. Beamte erwarteten bis zu 20 Millionen Teilnehmer, was die Veranstaltung zu einer der größten öffentlichen Versammlungen in der iranischen Geschichte machen würde.
Die Fortschritte in Atomfragen waren minimal und wurden wiederholt blockiert:
Irans Position hat sich dahingehend verhärtet, dass es zuerst Sanktionserleichterungen vor jeglichen Atomzugeständnissen fordert:
Zum 7. Juli 2026 ist das 60-tägige Verhandlungsfenster etwa 20 Tage alt (ein Drittel verstrichen) und nähert sich der Mitte.
Der grundlegende Dissens über die Reihenfolge bleibt das zentrale Hindernis: Iran fordert Sanktionserleichterungen vor jedem nuklearen Rollback, während die USA auf nuklearen Zugeständnissen vor bedeutenden Sanktionserleichterungen bestehen. Während die Beerdigung die politische Energie in Teheran absorbiert und Trumps Ultimatum droht, schrumpft das Fenster für einen diplomatischen Durchbruch.