KI-Schreibtools in sozialen Medien: Oxforder Studie zeigt, wie Algorithmen heimlich unsere Meinung formen
KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In... Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wid...
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KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In...
Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der jeweiligen KI Modelle eingebettet sind [4].
Das Oxford Team modellierte, wie sich kleine, KI induzierte Verschiebungen durch die Vernetzung der Nutzer zu einer massiven kollektiven Meinungsverschiebung aufschaukeln können – eine 'subtile Manipulation im großen...
Während die meisten großen KI Modelle (Llama, Gemma, Qwen, Ministral) linksliberale Tendenzen aufweisen, ist Grok (xAI) der bisher einzige, der eher konservativ ausgerichtet ist [4].
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openai.com
Hier ist die vollständige Analyse der neuen Forschungsergebnisse in vier zentralen Bereichen.
Wie KI-Schreibwerkzeuge heimliche Verzerrungen in Social-Media-Beiträge einweben
Wenn Nutzer Beiträge verfassen und dabei die KI-gestützten Funktionen zum Umschreiben, Autovervollständigen oder zur kontextuellen Bearbeitung nutzen, führen die grossen Sprachmodelle (LLMs) systematische Änderungen ein – selbst wenn sie angewiesen wurden, die ursprüngliche Bedeutung zu erhalten. Die neue Oxford-Studie (OII und Hasso-Plattner-Institut, veröffentlicht im Juli 2026) zeigt, dass Modelle von mehreren verbreiteten Anbietern Texte zu kontroversen Themen in eine bestimmte Richtung "nudgen" – zum Beispiel indem sie Beiträge in Richtung strengerer Waffengesetze verschieben oder gegen Atheismus argumentieren – ohne dass der Nutzer dies bemerkt . Diese Verzerrungen sind nicht zufällig; sie spiegeln durchweg die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der Modelle verankert sind .
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Wie lautet die kurze Antwort auf „KI-Schreibtools in sozialen Medien: Oxforder Studie zeigt, wie Algorithmen heimlich unsere Meinung formen“?
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Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In... Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der jeweiligen KI Modelle eingebettet sind [4].
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Das Oxford Team modellierte, wie sich kleine, KI induzierte Verschiebungen durch die Vernetzung der Nutzer zu einer massiven kollektiven Meinungsverschiebung aufschaukeln können – eine 'subtile Manipulation im großen...
KI-Schreibtools in sozialen Medien: Oxforder Studie zeigt, wie Algorithmen heimlich unsere Meinung formen
KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In... Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wid...
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KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In...
Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der jeweiligen KI Modelle eingebettet sind [4].
Das Oxford Team modellierte, wie sich kleine, KI induzierte Verschiebungen durch die Vernetzung der Nutzer zu einer massiven kollektiven Meinungsverschiebung aufschaukeln können – eine 'subtile Manipulation im großen...
Während die meisten großen KI Modelle (Llama, Gemma, Qwen, Ministral) linksliberale Tendenzen aufweisen, ist Grok (xAI) der bisher einzige, der eher konservativ ausgerichtet ist [4].
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Hier ist die vollständige Analyse der neuen Forschungsergebnisse in vier zentralen Bereichen.
Wie KI-Schreibwerkzeuge heimliche Verzerrungen in Social-Media-Beiträge einweben
Wenn Nutzer Beiträge verfassen und dabei die KI-gestützten Funktionen zum Umschreiben, Autovervollständigen oder zur kontextuellen Bearbeitung nutzen, führen die grossen Sprachmodelle (LLMs) systematische Änderungen ein – selbst wenn sie angewiesen wurden, die ursprüngliche Bedeutung zu erhalten. Die neue Oxford-Studie (OII und Hasso-Plattner-Institut, veröffentlicht im Juli 2026) zeigt, dass Modelle von mehreren verbreiteten Anbietern Texte zu kontroversen Themen in eine bestimmte Richtung "nudgen" – zum Beispiel indem sie Beiträge in Richtung strengerer Waffengesetze verschieben oder gegen Atheismus argumentieren – ohne dass der Nutzer dies bemerkt . Diese Verzerrungen sind nicht zufällig; sie spiegeln durchweg die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der Modelle verankert sind .
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Wie lautet die kurze Antwort auf „KI-Schreibtools in sozialen Medien: Oxforder Studie zeigt, wie Algorithmen heimlich unsere Meinung formen“?
KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In...
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
KI Schreibwerkzeuge in sozialen Medien verändern Beiträge auf umstrittene Themen oft systematisch in eine politische Richtung – laut einer aktuellen Studie des Oxford Internet Institute (OII) und des Hasso Plattner In... Die Verzerrungen sind kein Zufall: Sie spiegeln die politischen und kulturellen Wertesysteme wider, die in den Trainingsdaten der jeweiligen KI Modelle eingebettet sind [4].
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Das Oxford Team modellierte, wie sich kleine, KI induzierte Verschiebungen durch die Vernetzung der Nutzer zu einer massiven kollektiven Meinungsverschiebung aufschaukeln können – eine 'subtile Manipulation im großen...
Eine separate Yale-Studie fand heraus, dass selbst scheinbar neutrale Faktenfragen an Chatbots die gesellschaftliche und politische Meinung der Nutzer verschieben können . Ein Artikel in Science Advances belegte, dass KI-Vorschläge zur Autovervollständigung messbare Auswirkungen auf die Einstellungen der Nutzer zu gesellschaftlichen Themen haben .
Oxforder Erkenntnisse zu den kumulativen Effekten auf die öffentliche Meinung
Das Oxford-Team entwickelte ein analytisches Modell der Meinungsdynamik: Selbst kleine Verzerrungen pro Beitrag summieren sich über ein soziales Netzwerk hinweg zu einem neuen Gleichgewicht auf. Wenn KI-vermittelte Kommunikation weit verbreitet ist, kann die kollektive Meinung systematisch über die Zeit gesteuert werden – eine "subtile Manipulation im grossen Stil", wie sie das OII beschreibt, die das Potenzial hat, den öffentlichen Diskurs umzugestalten, ohne dass die Nutzer es bemerken .
Die wichtigsten Studienergebnisse:
Richtungsabhängige Verzerrungen sind konsistent: Die LLMs veränderten Texte hin zu bestimmten politischen Positionen (z. B. Befürwortung der Waffenkontrolle, weniger religiöse Rahmung), selbst wenn sie angewiesen wurden, neutral zu bleiben .
Kumulative Gleichgewichtsverschiebung: Das Modell prognostiziert, dass wiederholte KI-vermittelte Bearbeitungen über viele Nutzer und Beiträge hinweg die gesamte Meinungsverteilung des Netzwerks verschieben – und nicht nur einzelne Beiträge .
Große Datenbasis: Die umfassendere OII-AISI-Studie (77.000 britische Teilnehmer, 91.000 KI-Dialoge) liefert "die bisher umfassendsten Belege für die Mechanismen der KI-Überzeugung und ihre Auswirkungen auf die Demokratie" .
Verzerrte Persönlichkeitsprofile: Eine verwandte Oxford-Arbeit fand heraus, dass KI-Schreibhilfen die Persönlichkeitsprofile der Nutzer durchgängig verzerren – selbst wenn Menschen die Kontrolle darüber haben .
Spezifische Befunde nach KI-Modell
Die Daten zu den von Ihnen erfragten Modellen stammen aus mehreren begutachteten Quellen:
Modell
Politische/Wertorientierung
Wichtigste Verzerrung
Llama 3.1
Linksliberal
In einem Bias-Benchmark zeigte Llama 3.1 405B die geringste Gesamtverzerrung. Dennoch tendiert es liberal und zeigte in einer simulierten Einstellungssituation Geschlechterverzerrungen .
Gemma (2/3)
Linksliberal
Gemma neigt zur Verstärkung negativer Emotionen, insbesondere Wut, unter Beibehaltung positiver Emotionen wie Optimismus . Auch bei Einstellungen zeigte sich eine Geschlechterverzerrung .
Ministral
Linksliberal
Ministral-8B-Instruct begünstigte bei simulierten Rückrufen männliche Kandidaten .
Qwen
Linksliberal
Qwen2.5-7B-Instruct zeigte ebenfalls eine Bevorzugung von Männern in der gleichen Einstellungsstudie .
Grok (xAI)
Rechtskonservativ
In einem Benchmark mit acht Modellen tendierten sieben nach links – Grok war das einzige Modell mit einer rechten Tendenz .
Wichtiger Hinweis: Die veröffentlichte Oxford-Studie vom 6. Juli 2026 testete "LLMs aus mehreren verbreiteten Anbieterfamilien" und fand bei allen eine Richtungsverzerrung. Die genauen politischen Ausrichtungen pro Modell stammen aus einem separaten, gross angelegten Benchmark .
Regelungslücken im EU AI Act und Digital Services Act
Beide Rechtsrahmen weisen erhebliche Lücken bei KI-Schreibwerkzeugen in sozialen Medien auf:
Lücken im EU AI Act:
Mehrdeutigkeit bei der Hochrisiko-Einstufung: Die Definition von Hochrisiko-KI-Systemen stützt sich auf listenbasierte Anhänge und subjektive Schadensbewertungen, was rechtliche Unklarheit schafft, ob KI-Editier-Tools darunterfallen .
Kein Datenzugang für Forscher: Das KI-Gesetz gewährt externen Forschern oder der Zivilgesellschaft keinen Zugang zu Modelldaten, was unabhängige Audits erschwert .
Langsame Umsetzung: Die meisten Bestimmungen für Hochrisikosysteme gelten erst ab August 2027, was ein mehrjähriges regulatorisches Vakuum hinterlässt . Die Kommission selbst hat Lücken identifiziert (z. B. bei KI-generierten schädlichen Inhalten, die noch nicht von Artikel 5 erfasst werden) und im November 2025 einen "Digital Omnibus on AI" vorgeschlagen .
Keine Regelung für verstecktes "Nudging": Das Verbot manipulativer KI-Praktiken (Artikel 5) zielt auf explizite Täuschung ab, nicht auf subtile latente Verzerrungen beim routinemässigen Texteditieren – genau den Mechanismus, den die Oxford-Studie identifiziert.
Lücken im Digital Services Act (DSA):
Undurchsichtige Risikobewertungen: Der DSA verlangt von sehr grossen Online-Plattformen (VLOPs), systemische Risiken zu bewerten, aber diese Bewertungen sind intern und entbehren externer, unabhängiger Prüfmandate .
Unzureichende Transparenz: Die Transparenzpflichten für KI-Systeme überschneiden sich zwar, decken aber nicht klar die eingebetteten LLM-Schreibassistenten ab, die Nutzerinhalte subtil verändern .
Keine Regelung für KI-vermittelte Inhaltsbearbeitung: Der DSA wurde vor der Ära der LLM-gestützten Editierfunktionen verfasst. Es gibt keine Vorschrift, die Plattformen zwingt, den Nutzern mitzuteilen, dass ein KI einen Beitrag umgeschrieben hat, noch eine Anforderung, die Richtungsverzerrung zu messen.
Auswirkungen: Wer bestimmt, worüber wir sprechen?
Die Kernbotschaft ist: Der KI-Anbieter wird zum faktischen Autor der geäusserten Meinung – nicht der Nutzer. Wenn eine Plattform ein LLM eines Anbieters (z. B. Metas Llama, Googles Gemma, Alibabas Qwen, xAIs Grok) einbettet, wird das Wertesystem dieses Anbieters – sei es meistens linksliberal oder, wie bei Grok, rechtskonservativ – in Millionen von täglichen Social-Media-Interaktionen eingeschleust . Der kumulative Effekt ist, wie das Oxford-Modell zeigt, eine systematische Drift des öffentlichen Diskurses hin zum eingebauten Weltbild des LLM .
Die praktischen Konsequenzen:
Plattformen werden zu indirekten Meinungsmachern: Soziale Medien mit KI-Schreibfunktionen sind keine neutralen Kanäle mehr; sie formen aktiv die von Nutzern geposteten Inhalte mit Verzerrungen, die bestimmte politische Positionen begünstigen .
Demokratische Deliberation gefährdet: Das OII warnt, dass unkontrollierte KI-vermittelte Meinungsverschiebungen die demokratische Willensbildung bedrohen, zumal die Nutzer nicht erkennen, dass das Tool ihren Sinn verändert .
Ungeregelte ideologische Technik: Weil weder der AI Act noch der DSA diesen Mechanismus adressieren, gibt es keine rechtliche Vorgabe für Transparenz, Prüfung oder Abhilfe. Die eigentlichen Regulierer des öffentlichen Diskurses sind die privaten Unternehmen, die die LLMs trainieren und bereitstellen.
Asymmetrische Effekte zwischen den Modellen: Da Grok das einzige grössere Modell mit einer rechten Ausrichtung ist, würde jede Plattform, die es nutzt (z. B. X/Twitter), eine andere Richtungsverzerrung einführen als Plattformen, die Llama, Gemma oder Qwen verwenden . Die Nutzer haben keine Möglichkeit zu wissen, welches Wertesystem ihr "hilfreicher" KI-Schreibassistent einschleust.
Das Fazit: Die neue Oxford-Forschung liefert empirische und mathematische Belege dafür, dass KI-Schreibwerkzeuge in sozialen Medien die kollektive Meinung bereits jetzt auf eine Weise steuern, die die aktuelle Regulierung nicht erfasst. Das lässt die Kontrolle darüber, wer den öffentlichen Diskurs prägt, faktisch in den Händen der LLM-Anbieter.
ai-act-service-desk.ec.europa.euGuidelines on prohibited artificial intelligence practices ...
Eine separate Yale-Studie fand heraus, dass selbst scheinbar neutrale Faktenfragen an Chatbots die gesellschaftliche und politische Meinung der Nutzer verschieben können . Ein Artikel in Science Advances belegte, dass KI-Vorschläge zur Autovervollständigung messbare Auswirkungen auf die Einstellungen der Nutzer zu gesellschaftlichen Themen haben .
Oxforder Erkenntnisse zu den kumulativen Effekten auf die öffentliche Meinung
Das Oxford-Team entwickelte ein analytisches Modell der Meinungsdynamik: Selbst kleine Verzerrungen pro Beitrag summieren sich über ein soziales Netzwerk hinweg zu einem neuen Gleichgewicht auf. Wenn KI-vermittelte Kommunikation weit verbreitet ist, kann die kollektive Meinung systematisch über die Zeit gesteuert werden – eine "subtile Manipulation im grossen Stil", wie sie das OII beschreibt, die das Potenzial hat, den öffentlichen Diskurs umzugestalten, ohne dass die Nutzer es bemerken .
Die wichtigsten Studienergebnisse:
Richtungsabhängige Verzerrungen sind konsistent: Die LLMs veränderten Texte hin zu bestimmten politischen Positionen (z. B. Befürwortung der Waffenkontrolle, weniger religiöse Rahmung), selbst wenn sie angewiesen wurden, neutral zu bleiben .
Kumulative Gleichgewichtsverschiebung: Das Modell prognostiziert, dass wiederholte KI-vermittelte Bearbeitungen über viele Nutzer und Beiträge hinweg die gesamte Meinungsverteilung des Netzwerks verschieben – und nicht nur einzelne Beiträge .
Große Datenbasis: Die umfassendere OII-AISI-Studie (77.000 britische Teilnehmer, 91.000 KI-Dialoge) liefert "die bisher umfassendsten Belege für die Mechanismen der KI-Überzeugung und ihre Auswirkungen auf die Demokratie" .
Verzerrte Persönlichkeitsprofile: Eine verwandte Oxford-Arbeit fand heraus, dass KI-Schreibhilfen die Persönlichkeitsprofile der Nutzer durchgängig verzerren – selbst wenn Menschen die Kontrolle darüber haben .
Spezifische Befunde nach KI-Modell
Die Daten zu den von Ihnen erfragten Modellen stammen aus mehreren begutachteten Quellen:
Modell
Politische/Wertorientierung
Wichtigste Verzerrung
Llama 3.1
Linksliberal
In einem Bias-Benchmark zeigte Llama 3.1 405B die geringste Gesamtverzerrung. Dennoch tendiert es liberal und zeigte in einer simulierten Einstellungssituation Geschlechterverzerrungen .
Gemma (2/3)
Linksliberal
Gemma neigt zur Verstärkung negativer Emotionen, insbesondere Wut, unter Beibehaltung positiver Emotionen wie Optimismus . Auch bei Einstellungen zeigte sich eine Geschlechterverzerrung .
Ministral
Linksliberal
Ministral-8B-Instruct begünstigte bei simulierten Rückrufen männliche Kandidaten .
Qwen
Linksliberal
Qwen2.5-7B-Instruct zeigte ebenfalls eine Bevorzugung von Männern in der gleichen Einstellungsstudie .
Grok (xAI)
Rechtskonservativ
In einem Benchmark mit acht Modellen tendierten sieben nach links – Grok war das einzige Modell mit einer rechten Tendenz .
Wichtiger Hinweis: Die veröffentlichte Oxford-Studie vom 6. Juli 2026 testete "LLMs aus mehreren verbreiteten Anbieterfamilien" und fand bei allen eine Richtungsverzerrung. Die genauen politischen Ausrichtungen pro Modell stammen aus einem separaten, gross angelegten Benchmark .
Regelungslücken im EU AI Act und Digital Services Act
Beide Rechtsrahmen weisen erhebliche Lücken bei KI-Schreibwerkzeugen in sozialen Medien auf:
Lücken im EU AI Act:
Mehrdeutigkeit bei der Hochrisiko-Einstufung: Die Definition von Hochrisiko-KI-Systemen stützt sich auf listenbasierte Anhänge und subjektive Schadensbewertungen, was rechtliche Unklarheit schafft, ob KI-Editier-Tools darunterfallen .
Kein Datenzugang für Forscher: Das KI-Gesetz gewährt externen Forschern oder der Zivilgesellschaft keinen Zugang zu Modelldaten, was unabhängige Audits erschwert .
Langsame Umsetzung: Die meisten Bestimmungen für Hochrisikosysteme gelten erst ab August 2027, was ein mehrjähriges regulatorisches Vakuum hinterlässt . Die Kommission selbst hat Lücken identifiziert (z. B. bei KI-generierten schädlichen Inhalten, die noch nicht von Artikel 5 erfasst werden) und im November 2025 einen "Digital Omnibus on AI" vorgeschlagen .
Keine Regelung für verstecktes "Nudging": Das Verbot manipulativer KI-Praktiken (Artikel 5) zielt auf explizite Täuschung ab, nicht auf subtile latente Verzerrungen beim routinemässigen Texteditieren – genau den Mechanismus, den die Oxford-Studie identifiziert.
Lücken im Digital Services Act (DSA):
Undurchsichtige Risikobewertungen: Der DSA verlangt von sehr grossen Online-Plattformen (VLOPs), systemische Risiken zu bewerten, aber diese Bewertungen sind intern und entbehren externer, unabhängiger Prüfmandate .
Unzureichende Transparenz: Die Transparenzpflichten für KI-Systeme überschneiden sich zwar, decken aber nicht klar die eingebetteten LLM-Schreibassistenten ab, die Nutzerinhalte subtil verändern .
Keine Regelung für KI-vermittelte Inhaltsbearbeitung: Der DSA wurde vor der Ära der LLM-gestützten Editierfunktionen verfasst. Es gibt keine Vorschrift, die Plattformen zwingt, den Nutzern mitzuteilen, dass ein KI einen Beitrag umgeschrieben hat, noch eine Anforderung, die Richtungsverzerrung zu messen.
Auswirkungen: Wer bestimmt, worüber wir sprechen?
Die Kernbotschaft ist: Der KI-Anbieter wird zum faktischen Autor der geäusserten Meinung – nicht der Nutzer. Wenn eine Plattform ein LLM eines Anbieters (z. B. Metas Llama, Googles Gemma, Alibabas Qwen, xAIs Grok) einbettet, wird das Wertesystem dieses Anbieters – sei es meistens linksliberal oder, wie bei Grok, rechtskonservativ – in Millionen von täglichen Social-Media-Interaktionen eingeschleust . Der kumulative Effekt ist, wie das Oxford-Modell zeigt, eine systematische Drift des öffentlichen Diskurses hin zum eingebauten Weltbild des LLM .
Die praktischen Konsequenzen:
Plattformen werden zu indirekten Meinungsmachern: Soziale Medien mit KI-Schreibfunktionen sind keine neutralen Kanäle mehr; sie formen aktiv die von Nutzern geposteten Inhalte mit Verzerrungen, die bestimmte politische Positionen begünstigen .
Demokratische Deliberation gefährdet: Das OII warnt, dass unkontrollierte KI-vermittelte Meinungsverschiebungen die demokratische Willensbildung bedrohen, zumal die Nutzer nicht erkennen, dass das Tool ihren Sinn verändert .
Ungeregelte ideologische Technik: Weil weder der AI Act noch der DSA diesen Mechanismus adressieren, gibt es keine rechtliche Vorgabe für Transparenz, Prüfung oder Abhilfe. Die eigentlichen Regulierer des öffentlichen Diskurses sind die privaten Unternehmen, die die LLMs trainieren und bereitstellen.
Asymmetrische Effekte zwischen den Modellen: Da Grok das einzige grössere Modell mit einer rechten Ausrichtung ist, würde jede Plattform, die es nutzt (z. B. X/Twitter), eine andere Richtungsverzerrung einführen als Plattformen, die Llama, Gemma oder Qwen verwenden . Die Nutzer haben keine Möglichkeit zu wissen, welches Wertesystem ihr "hilfreicher" KI-Schreibassistent einschleust.
Das Fazit: Die neue Oxford-Forschung liefert empirische und mathematische Belege dafür, dass KI-Schreibwerkzeuge in sozialen Medien die kollektive Meinung bereits jetzt auf eine Weise steuern, die die aktuelle Regulierung nicht erfasst. Das lässt die Kontrolle darüber, wer den öffentlichen Diskurs prägt, faktisch in den Händen der LLM-Anbieter.
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