Der Angriff vom 6. Juli war ein massiver Beschuss Kiews mit ballistischen Raketen und Drohnen am Vorabend des NATO-Gipfels in Ankara. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, Wohngebäude und die Energieinfrastruktur wurden beschädigt. Er folgte auf den bis dahin tödlichsten Angriff des Jahres auf Kiew am 2. Juli mit mindestens 30 Toten. Selenskyj hatte öffentlich vor dem bevorstehenden Angriff gewarnt. Polen und die USA hatten in den Tagen zuvor vor möglichen russischen Provokationen gegen NATO-Mitglieder gewarnt. Die NATO reagierte mit dem Aufstieg von Abfangjägern, und der Gipfel verabschiedete laut Entwurf eine Zusage von 70 Milliarden Euro jährlicher Militärhilfe für die Ukraine. Zur gleichen Zeit setzte die Ukraine ihre Angriffe mit Tiefenangriffsdrohnen auf russische Ölraffinerien und -terminals fort, die bis Juli eine schwere Treibstoffkrise in Russland ausgelöst hatten.