Die Golf-Staatsfonds haben ihre Geschäfte während des Konflikts aggressiv ausgeweitet und damit die Erwartungen widerlegt, dass der Iran-Krieg ihre Investitionslust dämpfen würde.
Die jahrzehntelangen Bemühungen der Golfregion, die Abhängigkeit von Kohlenwasserstoffen zu verringern, zeigen nun konkrete Widerstandsfähigkeit.
Die Prognosen der Weltbank für den GCC zeigen ein komplexes Bild – eine starke zugrunde liegende Dynamik, die durch den Konflikt teilweise gestört wurde.
Die entscheidende Nuance: Das langfristige Vertrauen bleibt hoch, weil die Anleger den Konjunkturrückgang als temporären geopolitischen Schock für strukturell solide, zunehmend diversifizierte Volkswirtschaften mit tiefen fiskalischen Puffern betrachten.
Nach Anlegeherkunft:
Nach Golfstaat:
Die Consulum–HarrisX-Umfrage (82 % Anlegervertrauen) zeigt, dass internationale Investoren zwischen kurzfristigen geopolitischen Störungen und langfristiger struktureller Stärke in der Golfregion unterscheiden. Die wichtigsten Treiber sind die rekordverdächtige Feuerkraft der Staatsfonds (allein im zweiten Quartal 2026 rund 26 Mrd. US-Dollar investiert), die beschleunigte Diversifizierung weg vom Öl, starke fiskalische Puffer und die Entwicklung der VAE zu einem erstklassigen globalen Investitionsstandort. Dieser Optimismus hält an, selbst wenn die kurzfristigen BIP-Prognosen deutlich nach unten korrigiert wurden – die vorherrschende Ansicht ist, dass die Fundamentaldaten der Golfregion den Konfliktzyklus überdauern werden.