Die Verbesserung wurde durch eine Erholung im Dienstleistungssektor gestützt. Der finale Services-PMI stieg im Juni auf 50,5, nach 48,7 im Mai, und kehrte damit in eine moderate Expansionsphase zurück . Die Industrie (Manufacturing) schrumpfte zwar weiterhin, aber das Tempo des Rückgangs verlangsamte sich
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Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, war ein Hauptfaktor für die Stabilisierung der Region . Der HCOB Germany Composite PMI stieg im Juni (Flash) auf 50,4, nach 48,6 im Mai, und erreichte damit erstmals seit drei Monaten wieder die Expansionsschwelle
.
Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte auf ihrer Sitzung am 11. Juni 2026 die Leitzinsen um 25 Basispunkte. Der Einlagensatz (Deposit Facility Rate) stieg damit auf 2,25 % . Dies war die erste Zinserhöhung der EZB seit fast drei Jahren und eine deutliche Kehrtwende hin zu einer restriktiveren Geldpolitik, nachdem eine Phase der Lockerung im Juni 2025 geendet hatte, als die EZB die Zinsen auf 2,0 % gesenkt hatte
.
Die Zinswende wurde durch Inflationsdruck im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ausgelöst, der die Inflation im Euroraum auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren trieb . Die EZB hob zudem ihre Inflationsprognosen an, während sie ihre Wachstumsprognosen leicht nach unten korrigierte
.
Die Aussichten deuten auf eine weitere Straffung hin. Analysten von Scotiabank bewerteten den Schritt als eine Erhöhung, die „bald wiederholt wird", und der EZB-Rat signalisierte seine Bereitschaft zu weiteren Zinsschritten . Die Markterwartungen für das Jahresende 2026 deuteten auf eine weitere geldpolitische Straffung von 42 Basispunkten hin
.
Die aggregierte Arbeitslosenquote der Eurozone verharrte im Juni 2025 mit 6,2 % auf einem historischen Tiefstand und blieb damit im Monatsvergleich stabil. Im Jahresvergleich lag sie mit 6,4 % etwas niedriger . Die Quote für die gesamte EU betrug 5,9 %
. Diese Gesamtzahlen verdecken jedoch tiefgreifende strukturelle Unterschiede:
| Land | Arbeitslosenquote (ca.) | Quelle |
|---|---|---|
| Deutschland | 3,7–3,8 % | |
| Niederlande | 3,9 % | |
| Malta | 2,5 % | |
| Tschechien | 3,0 % | |
| Italien | 5,0 % | |
| Frankreich | 8,2 % | |
| Finnland | 9,3 % (Juni 2025) | |
| Spanien | 10,4 % (Juni 2025) |
Im Juni 2025 wiesen Spanien (10,4 %) und Finnland (9,3 %) die höchsten Quoten auf, während Malta (2,5 %) und Tschechien (3,0 %) die niedrigsten verzeichneten . Bis Mai 2026 hatten sich die höchsten Quoten leicht verschoben: Finnland lag bei 10,8 % und Spanien bei 10,3 %, während die niedrigsten Quoten in Deutschland und Österreich zu finden waren
. Die Jugendarbeitslosenquote in der EU betrug im Mai 2026 15,2 %
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Die PMI-Daten vom Juni 2025 zeichneten das Bild einer Wirtschaft der Eurozone, die aufgehört hatte zu schrumpfen, aber noch nicht wieder spürbar wuchs. Die Erholung war schmal – der deutsche Industriesektor zeigte die deutlichsten Anzeichen einer Verbesserung, während die Dienstleistungen in der gesamten Region schwach blieben. Diese fragile Stabilisierung war nur von kurzer Dauer, denn die EZB sah sich ein Jahr später gezwungen, die Zinsen als Reaktion auf einen Inflationsschock durch den Iran-Krieg anzuheben. Der Arbeitsmarkt trotzte auf aggregierter Ebene weiterhin der wirtschaftlichen Abkühlung, allerdings mit großen und anhaltenden Unterschieden zwischen den Ländern. Die Daten unterstreichen die Uneinheitlichkeit der Erholung in der Eurozone und die Herausforderung für die politischen Entscheidungsträger, die Kontrolle der Inflation mit der Unterstützung des Wachstums in Einklang zu bringen.