Das US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics) meldete am 2. Juli 2026 einen Zuwachs von nur 57.000 neuen Stellen (Nonfarm Payrolls) im Juni. Die Konsensschätzung der von Reuters befragten Ökonomen hatte bei rund 113.000 bis 114.000 gelegen RLH. Die Enttäuschung wurde noch dadurch verstärkt, dass die Zuwächse der Vormonate April und Mai um insgesamt 74.000 Stellen nach unten korrigiert wurden. In der Summe ergibt sich unter Einbeziehung der Revisionen sogar ein Rückgang von 17.000 Stellen RL. Der Bericht gilt als der schwächste monatliche Anstieg im Jahr 2026 und als klares Signal für einen abkühlenden Arbeitsmarkt RB.
Trotz des schwachen Kopfwerts sank die Arbeitslosenquote überraschend auf 4,2 Prozent – den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Dieser Rückgang ist jedoch weniger auf eine verbesserte Beschäftigungslage zurückzuführen als vielmehr auf einen Rückgang der Erwerbsbeteiligung auf 61,5 Prozent. Rund 720.000 Menschen haben sich vom Arbeitsmarkt zurückgezogen RR. In der sektoralen Betrachtung zeigte sich ein gemischtes Bild: Das Gesundheits- und Sozialwesen baute 47.000 Stellen auf, während der Freizeit- und Gastgewerbesektor Stellen verloren hat RL.
Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten entfachten an den europäischen Börsen einen Kurssprung. Der europaweite STOXX 600 schloss am Donnerstag, dem 2. Juli, mit einem Plus von 1,4 Prozent auf einem Rekordhoch. Die Rally setzte sich am Freitag fort und der Index markierte ein weiteres Allzeithoch MHISK. Auch die großen nationalen Indizes verzeichneten kräftige Gewinne: Der deutsche DAX legte um 2,2 Prozent zu, der britische FTSE 100 stieg um 1,7 Prozent und der französische CAC 40 gewann 1,7 Prozent IS.
Der Mechanismus ist klar: Die schwachen Jobdaten senkten die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed. Die Wetten auf eine Zinserhöhung im Juli fielen unter 20 Prozent. Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung im September sank von rund 65 Prozent vor dem Bericht auf etwa 53 Prozent RR. Niedrigere Zinserwartungen senken die Kapitalkosten und stützen die Bewertung von Wachstums- und Technologieaktien. Anleger rotierten in die Sektoren Gesundheit, Finanzen und Verteidigung, die die breiten Gewinne anführten I.
Der Kursanstieg von ASML auf 1.403,40 Euro ist keine reine Eintagsfliege, sondern das Ergebnis einer Kombination mehrerer gewichtiger Faktoren:
Hinweis: Der Schlusskurs von 1.403,40 Euro war zum damaligen Zeitpunkt ein 52-Wochen-Hoch. Das Allzeithoch von ASML lag zum Handelsschluss bei 1.989,44 Dollar, erreicht am 30. Juni 2026. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 1.999,96 Dollar HM.
ASML wird die Zahlen für das zweite Quartal 2026 am 15. Juli 2026 vorlegen. Basierend auf der Unternehmensprognose vom 15. April und den Analystenerwartungen ergeben sich folgende Eckdaten und Beobachtungspunkte:
Die Analysten sind dem Wert gegenüber weiterhin überwiegend positiv gestimmt.