Kritische Mängel:
Mitte April 2026, nachdem ein kurzer vorübergehender Waffenstillstand gescheitert war, signalisierte der Iran, Schiffe möglicherweise durch omanische Gewässer fahren zu lassen – aber nur zu seinen Bedingungen, nicht im Rahmen eines von den USA geführten Abkommens . Auf ein US-Angebot zur bedingungslosen Wiedereröffnung der Meerenge reagierte Teheran wie folgt:
Reuters berichtete Anfang Juli, dass Teheran glaubt, die Formulierung des Juni-MoU „erlaube es ihm, die Kontrolle darüber zu behalten, welche Schiffe passieren dürfen und welche Route sie durch die schmale Wasserstraße nehmen“ . Der Iran hat das von den USA unterstützte Konzept eines freien, ungeregelten Transits explizit abgelehnt.
Es entstanden zwei grundlegend unterschiedliche Transitsysteme:
Irans Route (nördlicher Korridor): Der Iran besteht darauf, dass alle Schiffe seine genehmigten Fahrspuren durch iranische Hoheitsgewässer nutzen, 48-Stunden-Vorabanmeldungen bei der PGSA einreichen und sich an die Begleitprotokolle der IRGC halten müssen. Am 3. Juli warnte das iranische gemeinsame Militärkommando, dass Tanker, die nicht genehmigte Routen nutzen, mit einer „robusten Antwort“ rechnen müssten .
Der von den USA unterstützte Oman-Korridor (südliche Route): Die USA und die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) starteten eine Initiative, die eine südliche Route durch omanische Gewässer unter US-Marineaufsicht vorsieht, um die iranische Kontrolle zu umgehen . Der Iran hat dies öffentlich abgelehnt, wobei die IRGC jegliche Routen, die „ohne Koordinierung mit Teheran“ eingerichtet würden, als „inakzeptabel und gefährlich“ bezeichnete .
Oman in der Zange: Während das MoU nominell eine gemeinsame iranisch-omanische Seeverwaltung nach 60 Tagen vorsieht, „konkurriert der Iran eifersüchtig mit Oman um die Entscheidungsgewalt über die Meerenge“ und lehnt omanisch geführte Routenvorschläge ab . Oman erklärte, jedes gemeinsam mit dem Iran geschaffene System müsse maritime Dienstleistungen verwalten – der Iran beansprucht jedoch die alleinige operative Kontrolle.
Die Erholung des Schiffsverkehrs nach dem Abkommen vom 15. Juni war real, aber nur von kurzer Dauer:
Zum 3. Juli 2026 (dem aktuellsten Datum in den verfügbaren Quellen):