Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 13 Cent bzw. 0,3 % auf 37,64 US-Dollar.
Der ursprünglich für Mai gemeldete Anstieg von 172.000 Stellen wurde nach unten auf 129.000 revidiert – eine deutliche Korrektur, die den enttäuschenden Juni-Wert noch verstärkte.
Analysten von TD Economics wiesen darauf hin, dass die Revisionen der beiden Vormonate insgesamt 74.000 Stellen niedriger ausfielen als zunächst berichtet.
Die schwachen Arbeitsmarktdaten, die am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, veröffentlicht wurden, ließen die Silberpreise kräftig steigen:
Der Juni-Arbeitsmarktbericht löste eine scharfe Neubewertung der Zinserwartungen aus:
Vor dem Bericht: Stärkere als erwartete Arbeitsmarktdaten in den Vormonaten hatten die Erwartung beflügelt, dass die Fed die Zinsen eher anheben als senken würde. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September lag bei rund 65 bis 66 %.
Nach dem Bericht: Die Händler lösten ihre Zinserhöhungswetten schlagartig auf. Reuters berichtete, dass die Fed-Offiziellen nach den schwachen Daten weniger Grund für eine Zinserhöhung im Juli hätten.
Das CME FedWatch Tool zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf etwa 50 bis 53,5 % fiel, gegenüber 66 % vor der Veröffentlichung.
Gold war auf dem Weg zu seinem ersten Wochengewinn seit fünf Wochen, da die Anleger ihre Zinserhöhungserwartungen zurückschraubten, so Reuters.
„Die Verlangsamung des Beschäftigungswachstums stellt die Erzählung der Falken in Frage, dass die Wirtschaft überhitzt und die Fed schnell handeln muss“, sagte ein Analyst gegenüber U.S. News & World Report.
Analysten von CNBC merkten an, dass die Fed nach den schwächeren als erwarteten Daten kurzfristig wohl keine Zinsen anheben werde. Zudem hätten niedrigere Ölpreise und eine Entspannung der Lage im Nahen Osten dazu beigetragen, die Inflationssorgen zu dämpfen.
Einige Analysten mahnten jedoch zur Vorsicht: Der kühlere Bericht werde die Fed-Offiziellen wahrscheinlich weiterhin auf die Inflation fokussieren lassen, was die Möglichkeit von Zinserhöhungen im späteren Jahresverlauf bewahre.
Der schwache Juni-Arbeitsmarktbericht – nur 57.000 neue Stellen bei einer Arbeitslosenquote von 4,2 % – trieb Silber über die 61-US-Dollar-Marke, da die Händler ihre Erwartungen an eine baldige Fed-Zinserhöhung aufgaben. Die Überperformance von Silber gegenüber Gold um mehr als das 1,5-fache deutet darauf hin, dass die Rallye nicht nur auf eine allgemeine Flucht in sichere Häfen zurückzuführen war, sondern auf eine Kombination aus geldpolitischer Neubewertung und Angebotsengpässen.