EU-Klimavorschriften für Rechenzentren: Lobbyerfolg von Big Tech lässt schärfere Regeln schmelzen
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech. Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
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Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech.
Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
Der Stromverbrauch der EU Rechenzentren könnte sich bis 2030 auf 150 bis 200 Terawattstunden verdoppeln – das wären fünf bis sieben Prozent des gesamten EU Bedarfs.
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openai.com
Die Europäische Union bereitet ihr ambitioniertestes Regulierungspaket für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren vor – doch geleakte Entwürfe und investigative Berichte zeigen: Die finalen Regeln wurden nach intensiver Lobbyarbeit von Big Tech deutlich verwässert.
Das Data Centre Energy Efficiency Package der EU-Kommission, das für Anfang 2026 angekündigt ist, soll Rechenzentren bis 2030 klimaneutral machen . Eine Reihe von Anpassungen – darunter die Ausweitung akzeptabler Energienachweise auf Atomstrom, die Verschiebung des EU-Nachhaltigkeitslabels und die Geheimhaltung individueller Anlagendaten – hat Kritiker jedoch veranlasst, den überarbeiteten Rahmen als „Zugeständnis an Big Tech“ zu bezeichnen, das die Emissionen nicht nennenswert senken werde .
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Wie lautet die kurze Antwort auf „EU-Klimavorschriften für Rechenzentren: Lobbyerfolg von Big Tech lässt schärfere Regeln schmelzen“?
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech. Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Der Stromverbrauch der EU Rechenzentren könnte sich bis 2030 auf 150 bis 200 Terawattstunden verdoppeln – das wären fünf bis sieben Prozent des gesamten EU Bedarfs.
EU-Klimavorschriften für Rechenzentren: Lobbyerfolg von Big Tech lässt schärfere Regeln schmelzen
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech. Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
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Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech.
Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
Der Stromverbrauch der EU Rechenzentren könnte sich bis 2030 auf 150 bis 200 Terawattstunden verdoppeln – das wären fünf bis sieben Prozent des gesamten EU Bedarfs.
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Die Europäische Union bereitet ihr ambitioniertestes Regulierungspaket für die Nachhaltigkeit von Rechenzentren vor – doch geleakte Entwürfe und investigative Berichte zeigen: Die finalen Regeln wurden nach intensiver Lobbyarbeit von Big Tech deutlich verwässert.
Das Data Centre Energy Efficiency Package der EU-Kommission, das für Anfang 2026 angekündigt ist, soll Rechenzentren bis 2030 klimaneutral machen . Eine Reihe von Anpassungen – darunter die Ausweitung akzeptabler Energienachweise auf Atomstrom, die Verschiebung des EU-Nachhaltigkeitslabels und die Geheimhaltung individueller Anlagendaten – hat Kritiker jedoch veranlasst, den überarbeiteten Rahmen als „Zugeständnis an Big Tech“ zu bezeichnen, das die Emissionen nicht nennenswert senken werde .
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Wie lautet die kurze Antwort auf „EU-Klimavorschriften für Rechenzentren: Lobbyerfolg von Big Tech lässt schärfere Regeln schmelzen“?
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Die EU Kommission hat ihr geplantes Regelwerk zur Nachhaltigkeit von Rechenzentren deutlich abgeschwächt – nach einer beispiellosen Lobbykampagne von Big Tech. Die Emissionen der großen Tech Konzerne steigen rasant: Amazon verzeichnete 2025 einen Anstieg um 16 Prozent, Google legte in fünf Jahren um fast 50 Prozent zu.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
Der Stromverbrauch der EU Rechenzentren könnte sich bis 2030 auf 150 bis 200 Terawattstunden verdoppeln – das wären fünf bis sieben Prozent des gesamten EU Bedarfs.
Ein gemeinsames EU-Nachhaltigkeitsbewertungssystem für Rechenzentren, das Energieeffizienz, Wasserverbrauch, Abwärmenutzung und Nutzung erneuerbarer Energien abdeckt .
Eine Meldepflicht nach der Neufassung der Energieeffizienzrichtlinie (EED 2023/1791) für alle Rechenzentren über 500 kW, die Schlüsselkennzahlen (PUE, Kühleffizienz, Gesamtenergieverbrauch, Wasserverbrauch, Wärmenutzung) an eine europäische Datenbank melden müssen .
Ein neuer delegierter Rechtsakt zur Änderung des bestehenden Melderahmens (EU/2024/1364), der den Umfang akzeptabler Energienachweise erweitert .
Die Kommission hat im Dezember 2025 zudem eine Verordnung (COM(2025) 984) vorgeschlagen, die Rechenzentren als strategischen Sektor einstuft und beschleunigte Umweltverträglichkeitsprüfungen vorsieht .
Wie Big Tech und Industrieverbände Änderungen erwirkten
Industrieverbände – angeführt von Microsoft, DigitalEurope (dessen Mitglieder Amazon, Google und Meta umfassen) und der European Data Centre Association (EUDCA) – drängten in mehreren Bereichen auf großzügigere Regeln :
Geheimhaltung individueller Rechenzentrumsdaten: Microsoft und DigitalEurope argumentierten erfolgreich, dass Energie- und Wasserverbrauchsdaten einzelner Standorte nicht veröffentlicht werden sollten, mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse. Recherchen von AlgorithmWatch und Corporate Europe Observatory ergaben, dass die Kommission einen von Microsoft verfassten Änderungsantrag „kopiert und eingefügt“ hat, der die Umweltdaten einzelner Rechenzentren vor der Öffentlichkeit verbirgt .
Ausweitung anerkannter Energienachweise: Die Industrie argumentierte, dass die Beschränkung akzeptabler Zertifikate auf „neue“ erneuerbare Energien nicht praktikabel sei, und dass Atomstrom und grenzüberschreitender Handel mit erneuerbaren Energien (auch als „marktbasiertes“ Accounting bezeichnet) auf die Nachhaltigkeitsbewertung angerechnet werden sollten .
Verzögerung des Labels: Der Druck der Industrie trug dazu bei, die Einführung des Nachhaltigkeitslabels (ursprünglich für 2027 geplant) zu verzögern, was auf einen Streit über die Anerkennung von Atomstromzertifikaten zurückgeht .
DigitalEuropes offizielles Positionspapier vom Dezember 2025 forderte längere Umsetzungsfristen, vereinfachte Meldepflichten für kleinere Anlagen und eine breitere Akzeptanz von Herkunftsnachweisen (Guarantees of Origin, GOs), einschließlich solcher für Atomstrom .
Konkrete Anpassungen gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen
Laut einem von der Financial Times berichteten geleakten Entwurf, der von mehreren Medien aufgegriffen wurde, enthält der überarbeitete Rahmen diese wesentlichen Lockerungen :
Ausweitung anerkannter Energienachweise: Der ursprüngliche strengere Vorschlag beschränkte die Grünstrom-Bilanzierung auf „zusätzliche“ oder „neue“ erneuerbare Energien. Die überarbeitete Fassung akzeptiert nun Herkunftsnachweise (GOs) von Atomkraftwerken und erlaubt den grenzüberschreitenden Bezug erneuerbarer Energien, nicht nur die Erzeugung am Standort oder im Inland .
Keine verpflichtende Offenlegung: Statt die Energie- und Wasserdaten einzelner Rechenzentren zu veröffentlichen (wie ursprünglich vorgesehen), schreiben die überarbeiteten Regeln nur eine aggregierte oder vertrauliche Meldung an die Behörden vor und halten die Daten einzelner Standorte aus öffentlichen Datenbanken heraus .
Verschobenes Nachhaltigkeitslabel: Das geplante EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren, das ursprünglich ab August 2027 gelten sollte, wurde aufgrund des Streits um Atomzertifikate verschoben .
Was Kritiker zu den aufgeweichten Regeln sagen
Kritiker argumentieren, der überarbeitete Rahmen sei so weit abgeschwächt worden, dass er keine nennenswerten Emissionsreduktionen bringen werde:
„Greenwashing durch Zertifikate“: Die Anerkennung von Atomstrom-Zertifikaten und grenzüberschreitendem Grünstromhandel ermöglicht es Rechenzentren, sich als „grün“ zu deklarieren, ohne tatsächlich neue erneuerbare Energien ins Netz einzuspeisen oder reale Emissionen zu senken .
Geheimhaltung verhindert Kontrolle: Die Geheimhaltung individueller Anlagendaten verhindert, dass Forscher, lokale Gemeinden und Regulierungsbehörden die tatsächlichen Umweltauswirkungen bestimmter Rechenzentren bewerten oder die Leistung der Betreiber vergleichen können .
Kein verbindlicher PUE-Höchstwert auf EU-Ebene: Während Deutschland eine harte PUE-Obergrenze (1,2 für Neubauten ab Juli 2026) eingeführt hat, setzt der EU-weite Rahmen weiterhin stark auf freiwillige Industrieziele .
Geringe Einhaltungsquote: Nur 36 Prozent der EU-Rechenzentren haben bisher ihren Energieverbrauch im Rahmen des Pflichtsystems gemeldet, was Fragen zur Durchsetzung aufwirft .
Von der Financial Times zitierte Experten bezeichnen die Änderungen als „Zugeständnis an Big Tech“, das durch den Druck getrieben sei, KI-Infrastruktur schnell auszubauen. Der überarbeitete Rahmen werde keine echten Emissionsminderungen bewirken, da er auf Bilanzierungstricks statt auf tatsächliche Dekarbonisierung setze .
Wie Big Techs eigene Emissionen in die Höhe schießen
Während sie für mildere Regeln lobbyieren, sind die eigenen Emissionen derselben Unternehmen durch den KI-Rechenzentrumsboom drastisch gestiegen:
Unternehmen
Aktuelle Emissionsentwicklung
Kumuliert seit Klimaversprechen
Google (Alphabet)
+11% im Jahr 2024 ; weiterer Anstieg 2025
Fast +50% in fünf Jahren
Amazon
+6% im Jahr 2024 ; +16% im Jahr 2025
+33% in fünf Jahren
Microsoft
Leichter Rückgang 2024, aber immer noch 10% über dem Basiswert von 2021
Stromverbrauch fast verdreifacht (10,8 Mio. auf 29,8 Mio. MWh, 2020-2024) ; 23% kumulierter Anstieg seit 2020
Meta
Emissionen 64% höher im Vergleich zum Vor-ChatGPT-Niveau
+60% in fünf Jahren
Ein Bericht einer UN-Agentur ergab, dass die indirekten Emissionen (Scope 2 und 3) von Amazon, Google, Meta und Microsoft zusammen in drei Jahren um 150 Prozent gestiegen sind, angetrieben durch den massiven Stromverbrauch der KI-Expansion . Die LA Times berichtete, dass die Emissionen von Amazon allein im Jahr 2025 um 16 Prozent stiegen, verursacht durch den Bau von Rechenzentren und die Nutzung fossiler Energie .
Das prognostizierte Wachstum: EU-Rechenzentrumskapazität bis 2030
Die EU strebt klimaneutrale Rechenzentren bis 2030 an , aber die Kapazitäten wachsen so schnell, dass Effizienzgewinne überlagert werden:
Der Stromverbrauch der EU-Rechenzentren wird von derzeit etwa 70-80 TWh auf voraussichtlich 150-200 TWh bis 2030 steigen und damit potenziell 5-7 Prozent des gesamten EU-Strombedarfs ausmachen .
Die Europäische Kommission hat Rechenzentren als „strategischen Sektor“ anerkannt und genehmigt beschleunigte Genehmigungsverfahren für den schnelleren Ausbau .
Der Climate Neutral Data Centre Pact (industrielle Selbstregulierung) setzt PUE-Ziele von 1,3 für neue Anlagen in kühlen Klimazonen bis 2025 und 1,4 für andere, doch das tatsächliche Kapazitätswachstum übersteigt die Effizienzgewinne .
Accenture schätzt, dass die Kohlenstoffemissionen von KI-Rechenzentren weltweit bis 2030 um das Elffache ansteigen werden .
Weiterer Kontext: Wie Microsoft die EU-Geheimhaltungsregeln verfasste
Im April 2026 deckten Recherchen von AlgorithmWatch, Corporate Europe Observatory und Investigate Europe auf, dass die Europäische Kommission einen von Microsoft und DigitalEurope verfassten Änderungsantrag in den delegierten Rechtsakt zur Berichterstattung über Rechenzentren kopiert und eingefügt hatte.
Der fragliche Änderungsantrag: Die Energie- und Wasserverbrauchsdaten einzelner Rechenzentren sollen NICHT veröffentlicht werden. Stattdessen werden nur aggregierte Daten publiziert. Dies bedeutet, dass Bürger, Forscher und lokale Regierungen die Umweltangaben einzelner Rechenzentrumsbetreiber weder überprüfen noch Anlagen vergleichen können.
Die Kommission wies den Vorwurf des „Wort-für-Wort-Kopierens“ zurück , doch der Untersuchungsbericht zeigte, dass der endgültige Verordnungstext fast wörtlich mit dem von Microsoft vorgeschlagenen Wortlaut übereinstimmte und die Kommission eine frühere Formulierung entfernt hatte, die eine öffentliche Offenlegung vorgesehen hätte . Dies wird weithin als bedeutender Lobbyerfolg für Big Tech angesehen, der Transparenz und Rechenschaftspflicht für den Energie- und Wasserfußabdruck der am schnellsten wachsenden Stromverbraucher Europas einschränkt.
Die Lobbyausgaben der Tech-Branche haben Rekordhöhen erreicht: Die Digitalbranche gab im Jahr 2025 151 Millionen Euro pro Jahr aus, um die EU-Entscheidungsfindung zu beeinflussen – ein Anstieg um 33,6 Prozent seit 2023 . Allein zwischen Januar und Juni 2025 führten Big-Tech-Vertreter 378 Lobbytreffen mit hochrangigen Kommissionsbeamten und EU-Parlamentariern durch, durchschnittlich drei Treffen pro Arbeitstag .
qualenergia.it[PDF] EUROPEAN COMMISSION Brussels, XXX […](2026) XXX draft ...
Ein gemeinsames EU-Nachhaltigkeitsbewertungssystem für Rechenzentren, das Energieeffizienz, Wasserverbrauch, Abwärmenutzung und Nutzung erneuerbarer Energien abdeckt .
Eine Meldepflicht nach der Neufassung der Energieeffizienzrichtlinie (EED 2023/1791) für alle Rechenzentren über 500 kW, die Schlüsselkennzahlen (PUE, Kühleffizienz, Gesamtenergieverbrauch, Wasserverbrauch, Wärmenutzung) an eine europäische Datenbank melden müssen .
Ein neuer delegierter Rechtsakt zur Änderung des bestehenden Melderahmens (EU/2024/1364), der den Umfang akzeptabler Energienachweise erweitert .
Die Kommission hat im Dezember 2025 zudem eine Verordnung (COM(2025) 984) vorgeschlagen, die Rechenzentren als strategischen Sektor einstuft und beschleunigte Umweltverträglichkeitsprüfungen vorsieht .
Wie Big Tech und Industrieverbände Änderungen erwirkten
Industrieverbände – angeführt von Microsoft, DigitalEurope (dessen Mitglieder Amazon, Google und Meta umfassen) und der European Data Centre Association (EUDCA) – drängten in mehreren Bereichen auf großzügigere Regeln :
Geheimhaltung individueller Rechenzentrumsdaten: Microsoft und DigitalEurope argumentierten erfolgreich, dass Energie- und Wasserverbrauchsdaten einzelner Standorte nicht veröffentlicht werden sollten, mit Verweis auf Geschäftsgeheimnisse. Recherchen von AlgorithmWatch und Corporate Europe Observatory ergaben, dass die Kommission einen von Microsoft verfassten Änderungsantrag „kopiert und eingefügt“ hat, der die Umweltdaten einzelner Rechenzentren vor der Öffentlichkeit verbirgt .
Ausweitung anerkannter Energienachweise: Die Industrie argumentierte, dass die Beschränkung akzeptabler Zertifikate auf „neue“ erneuerbare Energien nicht praktikabel sei, und dass Atomstrom und grenzüberschreitender Handel mit erneuerbaren Energien (auch als „marktbasiertes“ Accounting bezeichnet) auf die Nachhaltigkeitsbewertung angerechnet werden sollten .
Verzögerung des Labels: Der Druck der Industrie trug dazu bei, die Einführung des Nachhaltigkeitslabels (ursprünglich für 2027 geplant) zu verzögern, was auf einen Streit über die Anerkennung von Atomstromzertifikaten zurückgeht .
DigitalEuropes offizielles Positionspapier vom Dezember 2025 forderte längere Umsetzungsfristen, vereinfachte Meldepflichten für kleinere Anlagen und eine breitere Akzeptanz von Herkunftsnachweisen (Guarantees of Origin, GOs), einschließlich solcher für Atomstrom .
Konkrete Anpassungen gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen
Laut einem von der Financial Times berichteten geleakten Entwurf, der von mehreren Medien aufgegriffen wurde, enthält der überarbeitete Rahmen diese wesentlichen Lockerungen :
Ausweitung anerkannter Energienachweise: Der ursprüngliche strengere Vorschlag beschränkte die Grünstrom-Bilanzierung auf „zusätzliche“ oder „neue“ erneuerbare Energien. Die überarbeitete Fassung akzeptiert nun Herkunftsnachweise (GOs) von Atomkraftwerken und erlaubt den grenzüberschreitenden Bezug erneuerbarer Energien, nicht nur die Erzeugung am Standort oder im Inland .
Keine verpflichtende Offenlegung: Statt die Energie- und Wasserdaten einzelner Rechenzentren zu veröffentlichen (wie ursprünglich vorgesehen), schreiben die überarbeiteten Regeln nur eine aggregierte oder vertrauliche Meldung an die Behörden vor und halten die Daten einzelner Standorte aus öffentlichen Datenbanken heraus .
Verschobenes Nachhaltigkeitslabel: Das geplante EU-Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren, das ursprünglich ab August 2027 gelten sollte, wurde aufgrund des Streits um Atomzertifikate verschoben .
Was Kritiker zu den aufgeweichten Regeln sagen
Kritiker argumentieren, der überarbeitete Rahmen sei so weit abgeschwächt worden, dass er keine nennenswerten Emissionsreduktionen bringen werde:
„Greenwashing durch Zertifikate“: Die Anerkennung von Atomstrom-Zertifikaten und grenzüberschreitendem Grünstromhandel ermöglicht es Rechenzentren, sich als „grün“ zu deklarieren, ohne tatsächlich neue erneuerbare Energien ins Netz einzuspeisen oder reale Emissionen zu senken .
Geheimhaltung verhindert Kontrolle: Die Geheimhaltung individueller Anlagendaten verhindert, dass Forscher, lokale Gemeinden und Regulierungsbehörden die tatsächlichen Umweltauswirkungen bestimmter Rechenzentren bewerten oder die Leistung der Betreiber vergleichen können .
Kein verbindlicher PUE-Höchstwert auf EU-Ebene: Während Deutschland eine harte PUE-Obergrenze (1,2 für Neubauten ab Juli 2026) eingeführt hat, setzt der EU-weite Rahmen weiterhin stark auf freiwillige Industrieziele .
Geringe Einhaltungsquote: Nur 36 Prozent der EU-Rechenzentren haben bisher ihren Energieverbrauch im Rahmen des Pflichtsystems gemeldet, was Fragen zur Durchsetzung aufwirft .
Von der Financial Times zitierte Experten bezeichnen die Änderungen als „Zugeständnis an Big Tech“, das durch den Druck getrieben sei, KI-Infrastruktur schnell auszubauen. Der überarbeitete Rahmen werde keine echten Emissionsminderungen bewirken, da er auf Bilanzierungstricks statt auf tatsächliche Dekarbonisierung setze .
Wie Big Techs eigene Emissionen in die Höhe schießen
Während sie für mildere Regeln lobbyieren, sind die eigenen Emissionen derselben Unternehmen durch den KI-Rechenzentrumsboom drastisch gestiegen:
Unternehmen
Aktuelle Emissionsentwicklung
Kumuliert seit Klimaversprechen
Google (Alphabet)
+11% im Jahr 2024 ; weiterer Anstieg 2025
Fast +50% in fünf Jahren
Amazon
+6% im Jahr 2024 ; +16% im Jahr 2025
+33% in fünf Jahren
Microsoft
Leichter Rückgang 2024, aber immer noch 10% über dem Basiswert von 2021
Stromverbrauch fast verdreifacht (10,8 Mio. auf 29,8 Mio. MWh, 2020-2024) ; 23% kumulierter Anstieg seit 2020
Meta
Emissionen 64% höher im Vergleich zum Vor-ChatGPT-Niveau
+60% in fünf Jahren
Ein Bericht einer UN-Agentur ergab, dass die indirekten Emissionen (Scope 2 und 3) von Amazon, Google, Meta und Microsoft zusammen in drei Jahren um 150 Prozent gestiegen sind, angetrieben durch den massiven Stromverbrauch der KI-Expansion . Die LA Times berichtete, dass die Emissionen von Amazon allein im Jahr 2025 um 16 Prozent stiegen, verursacht durch den Bau von Rechenzentren und die Nutzung fossiler Energie .
Das prognostizierte Wachstum: EU-Rechenzentrumskapazität bis 2030
Die EU strebt klimaneutrale Rechenzentren bis 2030 an , aber die Kapazitäten wachsen so schnell, dass Effizienzgewinne überlagert werden:
Der Stromverbrauch der EU-Rechenzentren wird von derzeit etwa 70-80 TWh auf voraussichtlich 150-200 TWh bis 2030 steigen und damit potenziell 5-7 Prozent des gesamten EU-Strombedarfs ausmachen .
Die Europäische Kommission hat Rechenzentren als „strategischen Sektor“ anerkannt und genehmigt beschleunigte Genehmigungsverfahren für den schnelleren Ausbau .
Der Climate Neutral Data Centre Pact (industrielle Selbstregulierung) setzt PUE-Ziele von 1,3 für neue Anlagen in kühlen Klimazonen bis 2025 und 1,4 für andere, doch das tatsächliche Kapazitätswachstum übersteigt die Effizienzgewinne .
Accenture schätzt, dass die Kohlenstoffemissionen von KI-Rechenzentren weltweit bis 2030 um das Elffache ansteigen werden .
Weiterer Kontext: Wie Microsoft die EU-Geheimhaltungsregeln verfasste
Im April 2026 deckten Recherchen von AlgorithmWatch, Corporate Europe Observatory und Investigate Europe auf, dass die Europäische Kommission einen von Microsoft und DigitalEurope verfassten Änderungsantrag in den delegierten Rechtsakt zur Berichterstattung über Rechenzentren kopiert und eingefügt hatte.
Der fragliche Änderungsantrag: Die Energie- und Wasserverbrauchsdaten einzelner Rechenzentren sollen NICHT veröffentlicht werden. Stattdessen werden nur aggregierte Daten publiziert. Dies bedeutet, dass Bürger, Forscher und lokale Regierungen die Umweltangaben einzelner Rechenzentrumsbetreiber weder überprüfen noch Anlagen vergleichen können.
Die Kommission wies den Vorwurf des „Wort-für-Wort-Kopierens“ zurück , doch der Untersuchungsbericht zeigte, dass der endgültige Verordnungstext fast wörtlich mit dem von Microsoft vorgeschlagenen Wortlaut übereinstimmte und die Kommission eine frühere Formulierung entfernt hatte, die eine öffentliche Offenlegung vorgesehen hätte . Dies wird weithin als bedeutender Lobbyerfolg für Big Tech angesehen, der Transparenz und Rechenschaftspflicht für den Energie- und Wasserfußabdruck der am schnellsten wachsenden Stromverbraucher Europas einschränkt.
Die Lobbyausgaben der Tech-Branche haben Rekordhöhen erreicht: Die Digitalbranche gab im Jahr 2025 151 Millionen Euro pro Jahr aus, um die EU-Entscheidungsfindung zu beeinflussen – ein Anstieg um 33,6 Prozent seit 2023 . Allein zwischen Januar und Juni 2025 führten Big-Tech-Vertreter 378 Lobbytreffen mit hochrangigen Kommissionsbeamten und EU-Parlamentariern durch, durchschnittlich drei Treffen pro Arbeitstag .
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