Der moderate Anstieg markiert eine Erholung nach zwei Jahren rückläufiger Jahresauslieferungen: 2023 wurden noch 1,81 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, 2024 und 2025 sank die Zahl jeweils . Im Q1 2026 lag die Produktion bei 408.386 Fahrzeugen, die Auslieferungen bei 358.023 – es verblieb ein Lagerbestand von rund 50.000 Einheiten
.
Die Quellenlage zu BYD ist präziser: BYD lieferte im zweiten Quartal 2026 557.090 reine Elektroautos (BEV) aus, wie Bloomberg auf Basis von Börsenunterlagen errechnete . Zum Vergleich: Tesla wird für denselben Zeitraum auf rund 396.500 bis 406.000 Auslieferungen geschätzt – eine Lücke von mehr als 160.000 Fahrzeugen
.
BYDs gesamte Fahrzeugverkäufe (inklusive Plug-in-Hybride) stiegen im Juni 2026 um 5,5 % zum Vorjahr auf 403.472 Fahrzeuge, getragen von einem Exportplus von 94,7 % (175.349 Fahrzeuge), während die Verkäufe in China um 22 % einbrachen .
Europa – starke Erholung.
Teslas Zulassungen in Europa legten im Mai 2026 in zahlreichen Märkten kräftig zu und setzten die Erholung fort . In Deutschland stiegen die Neuzulassungen im März 2026 um 315,1 % auf 9.252 Fahrzeuge – der stärkste März aller Zeiten
. Der Model 3 belegte im Mai den zweiten Platz der deutschen BEV-Rangliste
.
Deutschland führte zum 1. Januar 2026 ein neues 3-Milliarden-Euro-Förderprogramm für Elektrofahrzeuge ein. Es richtet sich an Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 80.000 € und steht allen Herstellern offen, auch chinesischen Marken . Die Anträge können ab Mai 2026 gestellt werden
.
Vereinigte Staaten – Gegenwind.
Zu den USA enthalten die Quellen keine belastbaren aktuellen Angaben zum Status der bundesstaatlichen EV-Steuergutschrift. Barclays taxiert die US-Verkäufe auf rund 105.000 Fahrzeuge – sequenziell flach und im Jahresvergleich rückläufig, belastet durch den Wegfall von Steueranreizen .
China – gemischte Signale.
Barclays sieht eine Erholung des chinesischen EV-Sektors . Allerdings zeigen BYDs Juni-Zahlen, dass die Nachfrage im Inland schwach ist und nur durch Exporte ausgeglichen wird
. Eine frühere Analyse wies auf eine 46-Punkte-Divergenz zwischen Teslas Großhandelsausfuhren (plus 36 %) und den Einzelhandelszulassungen (minus 10 %) im April 2026 hin – ein Zeichen dafür, dass Gigafactory-Shanghai stark exportiert, während die heimische Nachfrage lahmt
.
Die verfügbaren Quellen enthalten keine spezifischen Informationen über den Fortschritt von Teslas „Full Self-Driving“-Regulierungsverfahren in Europa. Dies bleibt ein offener Punkt, der weiterer Recherche bei den nationalen Typgenehmigungsbehörden und der UNECE bedarf.
Tesla steuert im Q2 2026 auf eine moderate Erholung zu. Der Konsens von rund 406.000 Auslieferungen deutet auf ein Jahreswachstum von knapp 6 % hin . Der europäische Markt erweist sich als der klarste kurzfristige Treiber, gestützt durch Deutschlands neue Kaufprämie und eine generelle Markterholung
. BYD hingegen liegt mit 557.000 reinen Elektroautos im Q2 2026 klar vorn
. Die regulatorische Unsicherheit rund um Teslas FSD-Software in Europa bleibt ein ungelöster Faktor.