Ein Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory hat einen IBM Quantencomputer am Oak Ridge National Laboratory genutzt, um erstmals die Hadronisierung zu simulieren – also den Prozess, bei dem Quarks zu Protone... Um die Rechnung auf den heutigen, noch fehleranfälligen Quantenprozessoren überhaupt durchführen...

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Jahrzehntelang war die Hadronisierung – jener fundamentale Prozess, bei dem Quarks durch die starke Kernkraft zu Protonen und Neutronen gebunden werden – nur theoretisch beschreibbar, aber nie direkt auf einem Quantencomputer simulierbar. Das hat sich 2026 geändert: Einem Wissenschaftler des Lawrence Berkeley National Laboratory (Berkeley Lab) gelang die weltweit erste Simulation dieses Prozesses auf einem IBM-Quantencomputer .
Anthony Ciavarella, Forscher am Berkeley Lab, griff über das Quantum Computing User Program (QCUP) des Oak Ridge Leadership Computing Facility (OLCF) auf einen IBM-Quantencomputer zu und simulierte erfolgreich die Hadronisierung – jenen Prozess, bei dem Quarks mithilfe der starken Kernkraft zu zusammengesetzten Teilchen wie Protonen und Neutronen verschmelzen . Es ist die erste Simulation dieses zentralen Prozesses der Teilchenphysik auf einem Quantencomputer und legt das Fundament für Berechnungen, die mit klassischen Supercomputern unmöglich sind
.
Die Arbeit baut auf früheren Forschungen der Berkeley-Lab-Physiker Christian Bauer, Marat Freytsis und Benjamin Nachman auf. Diese hatten 2022 mit einem ähnlichen Ansatz über QCUP die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass ein bei einer Protonenkollision entstehendes Teilchen weitere Teilchen emittiert . Ciavarellas 2026 in der Fachzeitschrift Physical Review D veröffentlichtes Projekt konzentrierte sich speziell auf die Modellierung des gesamten Hadronisierungsprozesses
.
Aktuelle Quantenprozessoren sind noch „verrauscht“ und verfügen nur über eine begrenzte Anzahl von Qubits. Um die Hadronisierungsberechnung überhaupt durchführen zu können, griff das Team zu drastischen Vereinfachungen :
Die Quantensimulation reproduzierte erfolgreich ein bekanntes Phänomen aus früheren klassischen Gitter-QCD-Berechnungen: das String Breaking – jener Mechanismus, bei dem eine Gluonen-„Saite“ des starken Kraftfelds zwischen zwei sich voneinander entfernenden Quarks reißt und neue Quark-Antiquark-Paare entstehen .
Der OLCF-Artikel stellt explizit klar, dass das Projekt die „Simulation des String-Breaking während der Hadronisierung“ beinhaltete . Diese Erkenntnis bestätigt, dass das vereinfachte Quantenmodell die wesentliche, nicht-perturbative Dynamik der starken Kraft korrekt erfasst – eine Dynamik, die zuvor nur mit klassischen Gittersimulationen zugänglich war. Es beweist, dass der Ansatz physikalisch sinnvoll ist und es sich nicht nur um eine reine Rechenübung handelt.
Das Forschungsteam hat bereits mehrere nächste Schritte skizziert, um die Arbeit auszuweiten :
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Ein Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory hat einen IBM Quantencomputer am Oak Ridge National Laboratory genutzt, um erstmals die Hadronisierung zu simulieren – also den Prozess, bei dem Quarks zu Protone...
Ein Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory hat einen IBM Quantencomputer am Oak Ridge National Laboratory genutzt, um erstmals die Hadronisierung zu simulieren – also den Prozess, bei dem Quarks zu Protone... Um die Rechnung auf den heutigen, noch fehleranfälligen Quantenprozessoren überhaupt durchführen zu können, waren drastische Vereinfachungen nötig: reduzierte Dimensionen, eine eingeschränkte Hilbert Raum Darstellung...
Das Team plant, die Simulationen auf höhere Dimensionen auszuweiten, die Näherungen schrittweise aufzuheben, auf IBM Systeme mit über 100 Qubits zu skalieren und letztlich direkte Vorhersagen für Experimente am Large...