Der Index legte stärker zu als erwartet und setzt die Erholung vom April-Tief fort:
| Kennzahl | Juni 2026 | Prognose | Mai 2026 | April 2026 |
|---|---|---|---|---|
| ESI Eurozone | 95,0 | 94,3 | 93,7 | 93,0 |
| ESI EU | 95,1 | — | 93,8 | 93,5 |
Die Erholung im Juni erfasste fast alle Wirtschaftsbereiche, eine Sparte fiel jedoch zurück:
Ein besonders deutliches Warnsignal sendet der Beschäftigungsindikator (EEI). Er gab kräftig nach: In der Eurozone fiel er um 2,2 Punkte auf 92,2, in der EU um 2,3 Punkte auf 92,9. Beide Werte liegen weit unter dem langjährigen Mittel von 100 und deuten auf eine schwache Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden Monaten hin .
Die EU-Kommission teilte mit, der ESI habe sich in allen sechs größten EU-Volkswirtschaften merklich verbessert. Die detaillierteste verfügbare Länderaufschlüsselung stammt jedoch aus der Erhebung vom Januar 2026. Damals verzeichnete Frankreich den größten Zuwachs (+5,8 Punkte), gefolgt von Deutschland (+3,0), Polen (+2,9), den Niederlanden (+2,3), Spanien (+1,7) und Italien (+1,3) . Aktuelle Punktdaten auf Länderebene für Juni 2026 lagen in den veröffentlichten Auszügen noch nicht vor.
Das Inflationsbild im Juni 2026 ist vielschichtig, verschiedene Quellen deuten in leicht unterschiedliche Richtungen:
Die Erholung der Stimmung findet vor einem Hintergrund massiver wirtschaftlicher Gegenwinde statt.
Das dominierende Risiko bleibt der Krieg im Nahen Osten / Iran-Konflikt. Das EZB-Wirtschaftsbulletin vom Juni 2026 stellt fest, der Krieg habe die „Aussichten erheblich unsicherer gemacht und birgt Aufwärtsrisiken für die Inflation sowie Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum