Das Papier argumentiert, der derzeitige Markt sei reibungslos funktionierend und robust, und eine weitere Reformrunde sei nicht notwendig .
Die vorgeschlagenen regulatorischen Eingriffe konzentrieren sich auf sogenannte Systematische Internalisierer (SIs) – Banken und Handelsfirmen, die Kundenaufträge außerbörslich und bilateral ausführen, anstatt über eine öffentliche Börse.
Die E6-Position, veröffentlicht im Mai 2026, fordert ein "Level Playing Field" zwischen Handelsplätzen und Banken, die als SIs agieren, was strengere Beschränkungen und mehr Transparenz für den außerbörslichen Handel impliziert . Außerdem spricht sich die E6 für eine schrittweise Einführung einer zentralisierten Aufsicht durch die ESMA für wichtige Marktinfrastrukturen aus .
Die E6 – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Polen – veröffentlichten im Mai 2026 ihr gemeinsames Papier und forderten eine schrittweise Übertragung der Aufsichtsbefugnisse auf die ESMA sowie mehr Transparenz . Die Irish Times berichtete, dass dies auf Widerstand kleinerer Staaten wie Irland und Luxemburg stieß .
Diese Argumente spielen sich vor einem breiteren regulatorischen Hintergrund ab:
Die Position der Branche wird durch Primärquellen wie das AFME-Positionspapier und Lobbyregister-Dokumente gestützt. Die regulatorische Perspektive ist in ESMAs "Call for Evidence" und der E6-Erklärung gut dokumentiert. Die entscheidende, unbeantwortete Frage bleibt die der Banken: Wo ist der Nachweis des Schadens?
ESMAs "Call for Evidence", die am 30. Juni 2026 endete, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine Rückmeldung liefern . Diese Stellungnahme könnte das Argument der Branche stützen oder die Daten liefern, die Aufsichtsbehörden für ein Eingreifen benötigen.