Katsiaryna Andreyeva, im März 2026 aus belarussischer Haft entlassen, äußerte am 29. Sie argumentiert, dass die Aufhebung von Sanktionen im Austausch gegen die Freilassung politischer Gefangener verfrüht und kontraproduktiv sei, solange das Lukaschenko Regime weiterhin neue Menschen verhaften lasse [2].

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Am 29. Juni 2026 ergriff die freigelassene belarussische Journalistin Katsiaryna Andreyeva das Wort vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Sie warnte eindringlich davor, die Sanktionen gegen Belarus zu lockern, solange die Repression im Land unvermindert anhalte. Andreyeva war im März 2026 im Rahmen der Freilassung von 250 politischen Gefangenen freigekommen – ein Deal, der von den USA vermittelt worden war .
Ihre zentralen Kritikpunkte im Überblick:
Der aktuelle Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Belarus, Nils Muižnieks, der am selben Tag vorgelegt wurde, untermauert Andreyevas Warnung. Der Bericht deckt den Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 ab und kommt zu einem vernichtenden Urteil :
Besonders alarmierend sind die Zahlen einer UN-Expertengruppe für Belarus aus dem März 2026: Demnach wurden allein im Jahr 2025 mindestens 1.254 Menschen aus politisch motivierten Gründen verurteilt. Die Menschenrechtsverletzungen seien weiterhin „schwerwiegend, systematisch und weit verbreitet“ und erreichten das Niveau von Verbrechen gegen die Menschlichkeit . Auch Human Rights Watch stellte in seinem World Report 2026 fest, dass die politisch motivierte Repression fünf Jahre nach den Protesten von 2020 unvermindert andauere
.
Auch die Europäische Union hat die Lage in Belarus mehrfach und auf höchster Ebene verurteilt:
Fazit: Andreyeva Kernaussage – dass eine Lockerung der Sanktionen ohne ein Ende des unterdrückerischen Systems ein grundlegend falscher Tauschhandel ist – wird von den UN und der EU eindrucksvoll bestätigt. Beide stellen klar, dass Verhaftungen, Folter, politisch motivierte Verurteilungen und systematische Menschenrechtsverletzungen unter Lukaschenko unvermindert anhalten.
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Katsiaryna Andreyeva, im März 2026 aus belarussischer Haft entlassen, äußerte am 29.
Katsiaryna Andreyeva, im März 2026 aus belarussischer Haft entlassen, äußerte am 29. Sie argumentiert, dass die Aufhebung von Sanktionen im Austausch gegen die Freilassung politischer Gefangener verfrüht und kontraproduktiv sei, solange das Lukaschenko Regime weiterhin neue Menschen verhaften lasse [2].
Andreyeva wies darauf hin, dass trotz der Freilassung von 250 Gefangenen im März 2026 immer noch über 950 politische Gefangene – darunter ihr Kollege Ilyash – inhaftiert seien [2].