Hohes Automatisierungsrisiko (~18 % der US-Jobs) – Hohe KI-Exposition, schwache menschliche Notwendigkeit, unelastische Nachfrage. Dazu gehören Datenerfassung, Buchhaltung, Kundenservice, Kassierer, juristische Hilfstätigkeiten und Sachbearbeiter. Hier ist ein kurzfristiger Stellenabbau am wahrscheinlichsten.
Neuorganisation (~24 % der Jobs) – Hohe KI-Exposition, aber starke menschliche Notwendigkeit. Die Aufgabenstruktur verändert sich erheblich, aber menschliche Arbeitskräfte bleiben für Kernfunktionen unverzichtbar. Die Beschäftigung kann sinken, auch wenn die Rolle an sich bestehen bleibt.
Wachstum mit KI (~12 % der Jobs) – Hohe KI-Exposition kombiniert mit elastischer Nachfrage: KI senkt Kosten und erweitert den Markt, sodass mehr Arbeitsplätze entstehen. Beispiele sind Rollen, in denen KI als Produktivitätsmultiplikator in wachsenden Sektoren fungiert.
Relative Stabilität (~46 % der Jobs) – Geringe KI-Exposition, oft aufgrund physischer, relationaler oder regulatorischer Barrieren. Diese Berufe sind kurzfristig kaum von KI betroffen.
Der OpenAI-Framework schätzt, dass rund 18 % der US-Jobs kurzfristig ein erhöhtes Automatisierungsrisiko aufweisen . Für die EU ergibt eine separate Analyse des CEDEFOP (Europäisches Zentrum für die Förderung der Berufsbildung, eine EU-Agentur), dass etwa 14 % der erwachsenen Erwerbstätigen in der EU ein sehr hohes Automatisierungsrisiko tragen
. Besonders betroffen sind Routinejobs mit geringem Bedarf an transversalen und sozialen Kompetenzen; das Risiko ist bei männlichen Arbeitnehmern höher
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Wichtige Einschränkung: Die 14-Prozent-Zahl für die EU stammt aus CEDEFOPs eigener Methodik, nicht direkt aus dem OpenAI-Framework. Die Richtung ist jedoch konsistent: Die stärker regulierten Arbeitsmärkte der EU, die umfassenderen sozialen Sicherungssysteme und die andere Berufsstruktur führen zu einem niedrigeren kurzfristigen Automatisierungsanteil als in den USA.
Eine Coface-Analyse der KI-Exposition in europäischen Ländern (April 2026) kartiert den automatisierbaren Aufgabenanteil :
Der EU Economic Blueprint 2.0 von OpenAI (Januar 2026) unterteilt die Länder zusätzlich nach KI-Durchdringung und Nutzungsintensität. Litauen und Lettland stechen hervor, da sie sowohl eine hohe Bevölkerungsdurchdringung als auch eine hohe Nutzungsintensität fortschrittlicher KI-Denkfähigkeiten kombinieren, während andere EU-Staaten bei der Diffusion deutlich zurückliegen .
Ronnie Chatterji wurde im Oktober 2024 zum ersten Chefökonomen von OpenAI ernannt, zuvor war er Wirtschaftsberater in den Regierungen Biden und Obama. Seine Kernbotschaft: Die Wirtschaft befinde sich in einer „Zwischenzeit“ – die meisten Menschen nutzten KI derzeit als Ergänzung, nicht als Ersatz . Ende Juni 2026 hält sich Chatterji zu einer Reihe hochrangiger Gespräche in Europa auf, darunter eine POLITICO-Europe-Veranstaltung mit dem Titel „KI und die Zukunft der Arbeit: Ist die EU auf den Übergang vorbereitet?“
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Wichtige politische Spannungsfelder:
Die EZB-Umfrage zum Zugang von Unternehmen zu Finanzierungen (SAFE) für das vierte Quartal 2025, die über 5.000 Unternehmen im Euroraum abdeckt, liefert eine Realitätsprüfung zur Tiefe der KI-Adaption :
Der EU Economic Blueprint 2.0 von OpenAI stellt die europäische KI-Wettbewerbsfähigkeit explizit in den Kontext der Souveränität . Er unterteilt die EU-Länder nach KI-Durchdringung und intensiver Nutzung fortschrittlicher „Denk“-Fähigkeiten und stellt fest, dass nur wenige Länder (Litauen, Lettland) breiten Zugang mit tiefer Diffusion verbinden. Der übergeordnete strategische Vorstoß – „technologische Souveränität“ – spiegelt sich in den EU-Investitionsplänen für KI-Infrastruktur, dem regulatorischen Anspruch des AI Acts und den Forderungen von Gremien wie der Carnegie Endowment nach einem zweckgebundenen EU-Haushaltsposten für den Arbeitsmarktübergang im Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034 wider
. Die Europäische Kommission prognostiziert in ihrer eigenen Analyse, dass KI die Gesamtbeschäftigung in Europa erhöhen wird, warnt aber davor, dass ohne gezielte Maßnahmen strukturschwächere Regionen und geringer qualifizierte Arbeitnehmer abgehängt werden
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