JPMorgan führt die verbesserte geopolitische Lage explizit als Grund für das Upgrade an – das schließt den Friedensprozess zwischen den USA und dem Iran ein .
USA-Iran-Friedensabkommen / -Entspannung: Der JPMorgan-Handelstisch hatte sich bereits Mitte Juni optimistisch zu Aktien geäußert und geschrieben, dass ein mögliches USA-Iran-Abkommen eine breite Risikoaversion auslösen könne . Dies ist ein zentraler makroökonomischer Katalysator, wurde allerdings in einer separaten Notiz veröffentlicht, nicht im Bericht des Aktienstrategieteams vom 29. Juni.
Fallende Ölpreise: Hugh Gimber von JPMorgan Asset Management betonte am 17. Juni, dass der Rückgang der Ölpreise Werte in europäischen Aktien schaffe, insbesondere bei konsumnahen Titeln und konjunktursensiblen zyklischen Werten . Das vorläufige USA-Iran-Abkommen, das am 19. Juni unterzeichnet werden sollte, wurde als Treiber niedrigerer Energiepreise genannt
.
Untergewichtung globaler Anleger: JPMorgan hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass globale Anleger europäische Aktien untergewichten, was Raum für Umschichtungen bietet. Matejkas frühere Forschung (September 2025, Oktober 2025) argumentierte, dass sich nach einer langen Konsolidierung das Chancen-Risiko-Verhältnis für Europa bessere .
Deutscher fiskalischer Impuls: JPMorgans langjähriger Bullen-Case für Europa stützt sich auf die Auswirkungen der deutschen fiskalischen Expansion und steigende Liquidität .
Die folgenden Faktoren waren vermutlich Teil der vollständigen Kundennotiz, sind aber in den verfügbaren Zusammenfassungen nicht explizit genannt:
Der USA-Iran-Waffenstillstand gilt als fragil. JPMorgans konstruktiver Fall ist an die Bedingung geknüpft, dass die geopolitischen Verbesserungen anhalten und die Gewinne geliefert werden. Der Halbjahresausblick der Bank (25. Juni 2026) räumte den komplexeren geopolitischen Hintergrund ein, geht jedoch davon aus, dass die wirtschaftlichen Schäden aus dem Nahostkonflikt begrenzt bleiben .
Die bestätigten Treiber für JPMorgans Upgrade sind real und substanziell: beschleunigtes Gewinnwachstum, eine sich ausweitende Rallye und ein tatsächlich verbessertes geopolitisches Umfeld. Die USA-Iran-Entspannung, fallende Ölpreise, die Untergewichtung und der deutsche fiskalische Impuls werden durch separate Forschung gestützt. Die 20-Prozent-Gewinnwachstumszahl und mehrere andere Rückenwinde entbehren jedoch direkter Quellenbestätigung. Anleger sollten sie als vorläufig betrachten, bis JPMorgan die vollständige Notiz veröffentlicht oder die Analysten die Zahlen in Interviews bestätigen.