Schwarze Liste (Exportverbot für Dual-Use-Güter):
Beobachtungsliste (verschärfte Prüfung):
Die Februar-Runde 2026, die zur kumulierten Gesamtzahl von 60 beiträgt, umfasste bereits Mitsubishi Shipbuilding Co., Ltd., Mitsubishi Heavy Industries Shipbuilding Co. und andere Mitsubishi-Heavy-Sparten sowie IHI-Tochtergesellschaften, die Nationale Verteidigungsakademie und JAXA (Japans Raumfahrtagentur) .
Die Krise wurde im November 2025 ausgelöst, als die japanische Premierministerin Sanae Takaichi im japanischen Parlament erklärte, ein chinesischer Angriff auf Taiwan könne eine „existenzielle Krise für Japan“ im Sinne des Gesetzes für Frieden und Sicherheit darstellen, was Japan möglicherweise zu kollektiven Selbstverteidigungsmaßnahmen berechtigen würde .
Seitdem hat China seinen wirtschaftlichen Druck in mehreren Phasen schrittweise erhöht:
Die Rechnung ist einfach:
Pekings Standpunkt: Das MOFCOM erklärte, die Maßnahmen seien „notwendig, um die nationale Sicherheit und Interessen zu schützen und internationale Verpflichtungen wie die Nichtverbreitung zu erfüllen“ und richteten sich ausschließlich gegen Einrichtungen, die an der „Stärkung der militärischen Fähigkeiten Japans“ beteiligt seien . Peking betont, die Maßnahmen seien gezielt und stellten keine umfassende Störung der normalen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen dar; sie richteten sich nur gegen eine „kleine Zahl“ japanischer Einrichtungen
.
Tokios Standpunkt: Japan hat scharf protestiert. Tokio argumentiert, die Beschränkungen seien überzogen, politisch motivierte Vergeltungsmaßnahmen für Takaichis Taiwan-Äußerungen und stellten eine ungerechtfertigte Störung des normalen Geschäftsverkehrs dar, die über legitime Sicherheitsbedenken hinausgehe . Japan hat angekündigt, geeignete Gegenmaßnahmen zu prüfen, und den Streit auf diplomatischem Wege zur Sprache gebracht
. Bislang wurden jedoch keine konkreten Gegenmaßnahmen formal angekündigt
.
Die Maßnahmen vom 29. Juni 2026 sind die zweite große Welle von Exportbeschränkungen in einer Kampagne, die Anfang 2026 begann. Sie verknüpft die Handelspolitik direkt mit geopolitischen Spannungen um Taiwan. Da nun 60 japanische Einrichtungen betroffen sind, ist eine Deeskalation des Konflikts nicht in Sicht. Beide Seiten haben grundlegend unterschiedliche Auffassungen darüber, ob es sich um legitime Sicherheitsmaßnahmen oder um wirtschaftliche Vergeltung handelt.