Fazit: Microsoft ist kein sauberer Proxy mehr. Der Konzern ist nicht nur Partner, sondern zunehmend auch Konkurrent von OpenAI .
Nvidia ist der breitere KI-Infrastruktur-Proxy. Die Nachfrage nach Nvidia-Chips hängt am gesamten KI-Markt, nicht nur an OpenAI.
CEO Jensen Huang bezeichnete die Nachfrage nach den neuen Blackwell-GPUs als „abgehoben“ („off the charts“). Cloud-GPUs seien ausverkauft . Nvidia profitiert direkt von der anhaltenden Knappheit an Rechenleistung.
| Zeitraum | Umsatz / Prognose | Kontext |
|---|---|---|
| Q3 GJ2026 | Rekordumsatz | Getrieben durch KI- und Rechenzentrums-Nachfrage |
| Prognose Q4 GJ2026 | ~$65 Mrd. | Bestätigt durch Nvidia |
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von $57 Mrd., ein Plus von 62 % gegenüber dem Vorjahr . Die Prognose für das vierte Quartal liegt bei etwa $65 Mrd. . Im gesamten Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz auf $215,9 Mrd. – ein Plus von 65 % .
Nvidias Stärke als Proxy liegt darin, dass die Nachfrage nach seinen Chips an den gesamten KI-Ausbau gekoppelt ist – nicht an das Schicksal eines einzelnen Unternehmens. OpenAI hat seine Cloud-Exklusivität mit Microsoft aufgegeben und kann nun Rechenleistung von anderen Anbietern beziehen . Nvidia profitiert davon doppelt: durch direkte Käufe von OpenAI und durch die allgemeine KI-Nachfrage .
Auch ohne direkte OpenAI-Aktien profitiert Nvidia, wenn OpenAI und andere KI-Labore weiterhin rechenintensive Modelle trainieren und betreiben. Nvidia ist die „Schaufel im Goldrausch“ – der unverzichtbare Zulieferer der KI-Infrastruktur. Microsoft hingegen ist verstrickt in Partner-, Wettbewerbs- und Verhandlungsrisiken .
OpenAI bereitet den Börsengang vor, der das Unternehmen mit bis zu $1 Billion bewerten könnte . Der Zeitplan ist jedoch ungewiss:
Für eine direkte Beteiligung an OpenAI müssen Anleger entweder auf den IPO warten oder auf private Märkte ausweichen.