Bain Capital erhält die Kontrollmehrheit (51 %) an VWs Schiffs und Schwerdieselsparte Everllence – der Kaufpreis liegt bei 7,4 Milliarden Euro, der Unternehmenswert bei rund 8,5 Milliarden Euro inklusive Schulden. Der Verkauf ist Teil eines drastischen Sparkurses: VW fehlen 2026 rund 11 Milliarden Euro, gleichzeitig...
Forschungsantwort

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Am 24. Juni 2026 unterschrieb Volkswagen eine exklusive Vereinbarung zum Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an seiner Schiffs- und Schwerdieselsparte Everllence an den Finanzinvestor Bain Capital – ein Deal, den mehrere Quellen als einen der am härtesten umkämpften Private-Equity-Prozesse in Europa bezeichnen . Der Erlös für den Autobauer beläuft sich auf rund 7,4 Milliarden Euro (8,4 Milliarden US-Dollar) und liegt damit deutlich über den internen Schätzungen von fünf bis sechs Milliarden Euro
.
Volkswagen hält auch nach dem Verkauf 49 % der Anteile und bleibt für absehbare Zeit ein bedeutender Aktionär . Die Transaktion ist als Leveraged Buy-out (LBO) von Bain Capital strukturiert
. Der Gesamtunternehmenswert (Enterprise Value) von Everllence wurde zum Zeitpunkt des Deals auf etwa 8,5 Milliarden Euro inklusive Schulden beziffert
.
Die Sparte, die vor der Umbenennung im Juni 2025 als MAN Energy Solutions firmierte, produziert Schiffsantriebe und Turbinen für Kraftwerke und beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter . Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Everllence einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 337 Millionen Euro
.
| Partei | Anteil | Rolle |
|---|---|---|
| Bain Capital | 51 % | Mehrheits- und Kontrollgesellschafter; operativer Lead |
| Volkswagen AG | 49 % | Minderheitsbeteiligung; bleibt "bedeutender Aktionär auf mittlere Sicht" |
VW verkauft die operative Kontrolle, behält aber eine substanzielle Beteiligung. Das signalisiert, dass der Konzern weiterhin Potenzial im Geschäft sieht, gleichzeitig die Sparte von seiner Bilanz entkonsolidiert.
Der Verkauf zog sich über mehrere Monate und mehrere Bieterrunden hin:
Die Beteiligung von Porsche SE – des eigenen Top-Aktionärs von VW – im EQT-Konsortium verlieh dem Bieterprozess eine ungewöhnliche Komplexität. Am Ende legte Bain das höchste oder für VW günstigste Angebot vor .
Der finale Preis von rund 7,4 Milliarden Euro für 51 % lag weit über den ursprünglichen internen Erwartungen von fünf bis sechs Milliarden Euro – das Resultat des heftigen Wettbewerbs . Dass die Transaktion als LBO
strukturiert ist, bedeutet, dass Bain die Übernahme mit einer Mischung aus Eigenkapital und Fremdkapital finanziert, das durch die Vermögenswerte und künftigen Cashflows der erworbenen Gesellschaft besichert wird.
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Bain Capital erhält die Kontrollmehrheit (51 %) an VWs Schiffs und Schwerdieselsparte Everllence – der Kaufpreis liegt bei 7,4 Milliarden Euro, der Unternehmenswert bei rund 8,5 Milliarden Euro inklusive Schulden.
Bain Capital erhält die Kontrollmehrheit (51 %) an VWs Schiffs und Schwerdieselsparte Everllence – der Kaufpreis liegt bei 7,4 Milliarden Euro, der Unternehmenswert bei rund 8,5 Milliarden Euro inklusive Schulden. Der Verkauf ist Teil eines drastischen Sparkurses: VW fehlen 2026 rund 11 Milliarden Euro, gleichzeitig treibt der Konzern die Elektro Offensive mit über 80 Milliarden Euro Investitionen voran.
Im Bieterrennen setzte sich Bain gegen CVC Capital Partners und ein Konsortium aus EQT und der VW Großaktionärin Porsche SE durch – einer der heftigsten Private Equity Wettbewerbe in Europa seit Jahren.