Standard Chartered hat Asien ex Japan auf 'Overweight' hochgestuft und favorisiert Taiwan und China – angetrieben von KI Investitionen und starkem Gewinnwachstum. Die Bank erwartet den S&P 500 bis Mitte 2027 bei 7.950 Punkten und Gold bei 5.100 USD pro Unze.

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Die britische Großbank Standard Chartered hat ihren globalen Marktausblick für das zweite Halbjahr 2026 veröffentlicht und dabei klare Akzente gesetzt. Anleger erhalten eine faktengestützte Übersicht über die wichtigsten Positionen des Hauses, die auf der offiziellen Pressemitteilung, dem Singapore Market Outlook und Medienberichten basieren.
Das Chief Investment Office von Standard Chartered hob die Gewichtung von Aktien aus der Region Asien ex Japan am 22. Juni 2026 auf Overweight an . Bevorzugte Märkte sind Taiwan und China. Die Begründung:
Darüber hinaus bleiben die US-Aktienmärkte und globale Aktien insgesamt übergewichtet. Bereits im Mai 2026 hatte die Bank Gewinne aus früheren Übergewichtungen in Asien ex Japan und Halbleitern mitgenommen und die Eurozone-Aktien zu einer Kernposition aufgewertet .
Der Ausblick von Standard Chartered enthält zwei bemerkenswerte Preisziele:
| Anlageklasse | Ziel (Mitte 2027) | Quelle |
|---|---|---|
| S&P 500 | 7.950 Punkte | Offizielle Pressemitteilung und Yahoo Finance |
| Gold | 5.100 USD/Unze | Offizielle Pressemitteilung und investingLive |
Die Bank senkte zudem ihre kurzfristigen Goldziele zum 19. Juni auf 4.750 USD (3 Monate) und 5.100 USD (12 Monate) . Der S&P 500 schloss am 18. Juni knapp über 7.500 Punkten, was einem potenziellen Anstieg von rund 6 % auf das Ziel von 7.950 entspricht
.
Der Ausblick von Standard Chartered ruht auf einem spezifischen makroökonomischen Fundament:
Geldpolitik der US-Notenbank:
Die Bank erwartet, dass die Fed den Leitzins für den Rest des Jahres 2026 bei 3,50–3,75 % belässt und keine Zinssenkungen vornimmt. Erst für die erste Hälfte 2027 wird eine einzige Senkung um 25 Basispunkte prognostiziert . Dies deckt sich mit dem einstimmigen Beschluss des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC) vom Juni 2026 sowie der Markterwartung, die eine etwa 80-prozentige Wahrscheinlichkeit für Null Zinssenkungen im Jahr 2026 sieht
. Auch Goldman Sachs vertritt eine ähnliche Einschätzung und rechnet erst 2027 mit Zinssenkungen
.
Inflation:
Im Basisszenario geht Standard Chartered davon aus, dass die Fed einen vorübergehenden Anstieg der Inflation infolge der Störungen im Nahen Osten zunächst aussitzt. Die Fed selbst hob ihre Prognose für die Kerninflation (PCE) im Juni 2026 auf 3,6 % für das Gesamtjahr an .
Straße von Hormuz:
Das Kernszenario der Bank geht von einer Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz innerhalb weniger Wochen aus. Dies wird positiv für die Risikostimmung, die Gewinnerwartungen und die Ölpreise gesehen. Die Bank senkte ihre WTI-Prognosen auf 80 USD (3 Monate) und 70 USD (12 Monate), da die geopolitischen Risikoprämien sinken .
Globale 'sanfte Landung':
Das makroökonomische Basisszenario ist eine wirtschaftliche 'sanfte Landung' (Soft Landing). In diesem Szenario erwartet die Bank, dass die Fed die Zinsen in der ersten Jahreshälfte hält und dann in der zweiten Jahreshälfte um insgesamt 50 Basispunkte senkt (wobei der Zeitpunkt bereits nach hinten verschoben wurde). Das S&P-500-Ziel von 7.950 und die übergewichtete Aktienpositionierung sind explizit in dieses Szenario eingebettet . Eine genaue prozentuale Wahrscheinlichkeit wird in den verfügbaren Quellen nicht genannt; die Bank beschreibt es als ihr Basisszenario, ohne eine numerische Wahrscheinlichkeit zuzuweisen.
Der Ausblick von Standard Chartered für das zweite Halbjahr 2026 zeichnet ein kohärentes, risikofreudiges Bild: Aktien global übergewichten mit einem starken Schwerpunkt auf Asien ex Japan, konkrete Kursziele für S&P 500 und Gold, die weiteres Aufwärtspotenzial signalisieren, und eine makroökonomische Geschichte, die auf eine rasche Lösung geopolitischer Störungen und eine geduldige Fed setzt. Anleger sollten diese Prognosen stets gegen ihre eigene Risikotoleranz und die inhärenten Unsicherheiten der zugrundeliegenden Annahmen abwägen.
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Standard Chartered hat Asien ex Japan auf 'Overweight' hochgestuft und favorisiert Taiwan und China – angetrieben von KI Investitionen und starkem Gewinnwachstum.
Standard Chartered hat Asien ex Japan auf 'Overweight' hochgestuft und favorisiert Taiwan und China – angetrieben von KI Investitionen und starkem Gewinnwachstum. Die Bank erwartet den S&P 500 bis Mitte 2027 bei 7.950 Punkten und Gold bei 5.100 USD pro Unze.
Die Fed soll den Leitzins bis Ende 2026 bei 3,50–3,75 % belassen; ein erster Zinsschritt von 25 Basispunkten wird erst für die erste Hälfte 2027 erwartet.
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