Was ist GLM-5.2?
GLM-5.2 ist das neue Flaggschiff-Modell von Z.AI (dem Unternehmen aus Peking, das früher als Zhipu AI bekannt war). Es wurde am 13. Juni 2026 unter der MIT-Lizenz veröffentlicht und ist ein reines Open-Weight-Modell – die Gewichte liegen auf Hugging Face ![]()
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. Mit 753 Milliarden Gesamtparametern und einer Mixture-of-Experts (MoE)-Architektur, die nur etwa 40 Milliarden Parameter pro Token aktiviert, ist es speziell für langfristige Codierungs-, Agenten- und komplexe Softwareentwicklungsaufgaben optimiert ![]()
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Benchmark-Ergebnisse
Artificial Analysis Intelligence Index
- GLM-5.2 erreicht 51 Punkte im Artificial Analysis Intelligence Index v4.1 – der höchste jemals von einem Open-Weight-Modell erzielte Wert
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- Damit belegt es Platz 4 im Gesamtranking, hinter Claude Fable 5 (60), Claude Opus 4.8 (56) und GPT-5.5 (geschätzt ~53-55)
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- Es schlägt die chinesischen Open-Weight-Konkurrenten deutlich: MiniMax-M3 (44), DeepSeek V4 Pro Max (44) und Kimi K2.6 (43)
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- Im Coding Index von Artificial Analysis erzielt es 68,8 Punkte und übertrifft damit 99 % aller getrackten Modelle
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- Zudem liegt es auf der Pareto-Grenze der Intelligence-vs.-Cost-per-Task-Grafik: Kein anderes Open-Weight-Modell bietet diese Leistung zu geringeren Kosten pro Aufgabe
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Wichtige Coding- und Reasoning-Benchmarks
| Benchmark | Ergebnis | Kontext |
|---|
| FrontierSWE (Langzeit-Codierung) | 74,4 % | Liegt knapp vor GPT-5.5 (72,6 %) und nur 1 % hinter Claude Opus 4.8 ![]() ![]() ![]() |
| Terminal-Bench 2.1 | 81,0 | Neuer Open-Weight-Höchstwert ![]() ![]() |
| SWE-bench Pro | 62,1 | Höchster Open-Weight-Wert aller Zeiten ![]() ![]() ![]() |
| SWE-bench Verified | 76,4 % | Auf dem Niveau von Frontier-Modellen ![]() |
| GPQA Diamond (Naturwissenschaften) | 80,3 % | Stark in harter Wissenschaft ![]() ![]() |
| AIME 2025 (Mathematik) | 86,67 % | Spitzenleistung ![]() |
| MMLU-Pro | 80,63 % | Breites akademisches Wissen ![]() |
| MMLU | 91,72 % | Allgemeinwissen ![]() |
| Humanity's Last Exam (mit Tools) | 54,7 % | +12 Punkte gegenüber Vorgänger ![]() |
| ProofBench | >30 % | Erstes Open-Weight-Modell über 30 % – 11 Punkte besser als jeder Mitbewerber ![]() |
| WebDev Arena | Platz 1 | Übertrifft Claude Fable 5 und Opus 4.8 im Frontend-Benchmark ![]() |
Laut Vals AI erzielte GLM-5.2 auf fünf Benchmarks (Vals Index, Harvey's Legal Agent Benchmark, Finance Agent v2, ProofBench, Vibe Code Bench) die besten Ergebnisse aller Modelle – einschließlich Closed-Source-Modellen
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Architektur
GLM-5.2 behält die 744B Gesamt-/ 40B aktive MoE-Architektur des Vorgängers GLM-5.1 bei, führt aber zwei wesentliche Neuerungen ein ![]()
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- IndexShare – Eine neuartige Sparse-Attention-Optimierung, die einen einzigen, leichten Indexer über jeweils vier Sparse-Attention-Layer hinweg wiederverwendet. Dadurch reduzieren sich die FLOPs pro Token bei 1M Kontext um etwa das 2,9-Fache
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- Verbesserte Multi-Token-Vorhersage (MTP) – Eine optimierte spekulative Dekodierungsschicht erhöht die Akzeptanzlänge um bis zu 20 % und senkt so die Latenz bei langen Ausgaben
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Technische Daten
- Kontextfenster: 1 Million Token (nutzbar, nicht nur theoretisch)
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- Maximale Ausgabe: 131.072 Token pro Generierung
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- Denkmodi: „High"- und „Max"-Stufen für tiefergehendes Reasoning
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- Lizenz: MIT (vollständig offene Gewichte)
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Kosten
API-Preise (pro 1 Mio. Token, offizielle Z.AI-Dokumentation)
| Position | Preis |
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| Input-Token | 1,40 $ |
| Output-Token | 4,40 $ |
| Gecachter Input | 0,26 $ (Speicher zeitweise kostenlos) |
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Wettbewerbsvergleich
- GLM-5.2 kostet etwa 1/6 des Preises pro Token von GPT-5.5 und Claude Opus 4.8 – bei vergleichbarer oder besserer Codierungsleistung
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- Im Abo (GLM Coding Plan) gibt es Stufen für ~10 $/Monat (Lite), ~30 $/Monat (Pro) und ~80 $/Monat (Max)
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- Z.AI liegt damit auf der Pareto-Grenze für Intelligence vs. Kosten pro Aufgabe
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Tech-CEOs loben GLM-5.2
- Guillermo Rauch (CEO von Vercel) – Zeigte sich „aufrichtig beeindruckt, fast schockiert" über die Codierungsfähigkeiten und meinte, das Modell „verändert die Dinge"
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- Elon Musk – Likte Social-Media-Beiträge über das Modell
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- Aaron Levie (CEO von Box) – Reagierte sehr positiv auf die Fähigkeiten
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- In der westlichen Tech-Community wurde die Woche der Veröffentlichung als „eine der besten Wochen aller Zeiten" für Open-Source-KI bezeichnet
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Strategischer Kontext
US-Entity-Liste und Exportkontrollen
- Z.AI (Zhipu AI) wurde im Januar 2025 auf die US-Entity-Liste gesetzt, was den Zugang zu modernen Halbleitern und Chip-Produktionsanlagen einschränkt
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- Die Veröffentlichung erfolgte unmittelbar nachdem die US-Regierung die Abschaltung von Anthropics Claude Fable angeordnet hatte
. Z.AI-Gründer Jie Tang bezog sich in seiner Ankündigung explizit auf diese Abschaltung und positionierte GLM-5.2 als offene Alternative ![]()
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- Am 15. Juni 2026 stieg die Aktie von Zhipu um 33 %, nachdem Washington die Beschränkungen für ausländischen Zugang zu fortschrittlichen US-Modellen verschärft hatte
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Börsengang in Hongkong
- Zhipu AI vollzog am 8. Januar 2026 seinen Börsengang an der Hongkonger Börse und nahm dabei rund 4,35 Mrd. HKD (~558 Mio. $) bei einer Marktkapitalisierung von knapp 52,83 Mrd. $ ein
. Das Unternehmen wird von CEO Zhang Peng geführt.
Chinesische Open-Weight-Modelle vs. westliche Frontier-KI
- GLM-5.2 ist das deutlichste Signal dafür, dass chinesische Open-Weight-Modelle die Lücke zu westlichen proprietären Frontier-Modellen geschlossen haben. Bei mehreren Langzeit-Codierungs-Benchmarks schlägt es GPT-5.5 und liegt nur 1 % hinter Claude Opus 4.8
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- Das Modell zeigt, dass Exportkontrollen die Innovationsfähigkeit chinesischer KI-Labore (hier: IndexShare-Architektur) nicht gebremst haben
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- Die Strategie von Z.AI kombiniert Open-Weight-Veröffentlichung (MIT-Lizenz), aggressive Preise (~1/6 der Kosten von Closed-Source-Modellen) und einen Fokus auf langfristige, agentische Codierungsaufgaben – eine direkte Zielsetzung auf die Entwickler-Community, die westliche Labore lange dominiert haben
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- Hugging Face finanzierte persönlich sechs Stunden kostenlose globale Rechenzeit für GLM-5.2 – ein klares Signal für die Unterstützung offener chinesischer Modelle
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- Die Veröffentlichung verschärft den Wettbewerb weiter: Wenn chinesische Open-Weight-Modelle auf dieser Linie bleiben, wird es für westliche Labore immer schwieriger, ihre Closed-Source-Zugänge zu rechtfertigen – besonders bei kosten sensitiven Codierungs- und Agenten-Workloads.
Quellen: ![]()
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