Eine neue CSIS Umfrage unter strategischen Eliten zeigt: 75 % der südkoreanischen und knapp 80 % der japanischen Eliten lehnen Atomwaffen für ihr Land ab oder sind unentschieden – doch diese Haltung ist an Bedingungen... Sollte ein Land den Schritt zu Atomwaffen wagen, könnte die Zustimmung im anderen Land rasch ste...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Searching with cited sources for Based on a recent CSIS survey of strategic elites, what are the current attitudes toward nuclear weapons de. Article summary: Based on a new CSIS survey of strategic elites in Japan and South Korea (published June 2026), a strong majority in both countries remains opposed to or uncertain about nuclear armament — but that opposition is fragile. . Topic tags: general, government, general web, user generated, education. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, wat
Eine neue Umfrage des Center for Strategic and International Studies (CSIS) vom Juni 2026 zeigt ein bemerkenswertes Muster: Die strategischen Eliten in Japan und Südkorea lehnen den Erwerb von Atomwaffen für ihr Land derzeit ab oder sind unentschlossen – doch diese Ablehnung ist fragil. Sollte einer der beiden Verbündeten vorpreschen, könnte der andere schnell nachziehen – mit schwerwiegenden Folgen für die regionale Stabilität.
Die Umfrage, die von den CSIS-Experten Victor Cha und Kristi Govella durchgeführt und am 18. Juni 2026 veröffentlicht wurde, befragte strategische Eliten – aktuelle und ehemalige Amtsträger, Wissenschaftler, Wirtschaftsführer und Thinktank-Experten – in beiden Ländern. Die Ergebnisse zeigen eine klare Präferenz der Eliten gegen eine Nuklearisierung, zumindest vorerst.
Diese Zurückhaltung der Eliten steht in scharfem Kontrast zur breiten südkoreanischen Bevölkerung. Mehrere Umfragen aus den Jahren 2024 und 2025 zeigen, dass 66 % bis 75 % der Südkoreaner die Entwicklung eigener Atomwaffen befürworten – eine beachtliche Kluft zwischen Elite und Bevölkerung . In Japan hingegen ergab eine Umfrage der Universität Tokio aus dem Jahr 2025, dass über 60 % der Bevölkerung die derzeitige, auf Nichtverbreitung ausgerichtete Position des Landes unterstützen
.
Das folgenreichste Ergebnis der Umfrage ist der sogenannte "Ansteckungseffekt" (Contagion Effect). Laut den CSIS-Daten könnte die Zustimmung für einen ähnlichen Schritt im jeweils anderen Land "rasch ansteigen", sollte Südkorea oder Japan die Führung beim Erwerb von Atomwaffen übernehmen .
Bei der Vorstellung der Umfrage am 18. Juni 2026 warnten CSIS-Experten, dass dieser Ansteckungseffekt möglicherweise die Auswirkungen einer reduzierten US-Truppenpräsenz in der Region übertreffen könnte . Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidung eines Verbündeten, Atomwaffen zu erwerben, die nukleare Stabilität in Nordostasien untergraben könnte, indem sie eine kaskadenartige regionale Reaktion auslöst
.
Cha und Govella argumentieren in einem Artikel in Foreign Affairs, dass das Risiko eines Atomwaffenerwerbs durch Japan oder Südkorea oft übertrieben wird. Die meisten Eliten seien "zumindest vorerst" nicht dafür . Diese Ambivalenz ist jedoch an zwei Faktoren gebunden: die Schwere der Bedrohung und die Handlungen des jeweils anderen Verbündeten
.
Die Glaubwürdigkeit der erweiterten nuklearen Abschreckung der USA (extended deterrence) – das Versprechen, Verbündete mit dem gesamten Spektrum US-amerikanischer Militärfähigkeiten, einschließlich nuklearer, zu verteidigen – scheint der entscheidende Faktor zu sein. Ein separates CSIS-Asan Institute Workshop von Ende 2025 bis Anfang 2026 bewertete die Zusammenarbeit im Bereich der erweiterten nuklearen Abschreckung innerhalb des US-südkoreanischen Bündnisses und unterstrich die Bedeutung der US-Zusicherungen, um Verbündete davon abzuhalten, nationale Nuklearoptionen zu verfolgen .
Während die Eliten vorsichtig bleiben, hat sich die politische Dynamik in Südkorea in die andere Richtung bewegt. Konservative Politiker, darunter der ehemalige Präsident Yoon Suk Yeol, haben sich offen für die Idee eigener Atomwaffen ausgesprochen . Eine Gallup-Korea-Umfrage vom Februar 2024 ergab, dass knapp 73 % der Südkoreaner den Erwerb von Atomwaffen durch ihr Land befürworteten
. Eine EAI-Hankook-Research-Umfrage aus dem Jahr 2025 bezifferte die Zustimmung auf 75,1 % – der höchste Wert seit 2016
.
Eine Asan-Institute-Umfrage vom Juni 2026 zeigte, dass sich die südkoreanischen Ansichten über Japan deutlich verbessert haben: Die Beliebtheit Japans erreichte erstmals einen positiven Netto-Wert – ein Wandel, der die Bündnisdynamik beeinflussen könnte .
Die CSIS-Umfrage offenbart ein heikles Gleichgewicht. Die strategischen Eliten in Japan und Südkorea sind derzeit in der Atomfrage vorsichtig, doch die Ergebnisse zeigen, dass dieses Gleichgewicht fragil ist. Ein nuklearer Schritt eines Landes würde wahrscheinlich einen raschen Anstieg der Zustimmung im anderen Land auslösen und stellt damit eine erhebliche Herausforderung für die nukleare Nichtverbreitungsordnung in Nordostasien dar. Die Glaubwürdigkeit der erweiterten nuklearen Abschreckung der USA erweist sich als der entscheidende Faktor, der dieses Gleichgewicht aufrechterhält .
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Eine neue CSIS Umfrage unter strategischen Eliten zeigt: 75 % der südkoreanischen und knapp 80 % der japanischen Eliten lehnen Atomwaffen für ihr Land ab oder sind unentschieden – doch diese Haltung ist an Bedingungen...
Eine neue CSIS Umfrage unter strategischen Eliten zeigt: 75 % der südkoreanischen und knapp 80 % der japanischen Eliten lehnen Atomwaffen für ihr Land ab oder sind unentschieden – doch diese Haltung ist an Bedingungen... Sollte ein Land den Schritt zu Atomwaffen wagen, könnte die Zustimmung im anderen Land rasch steigen – ein Ansteckungseffekt, der laut CSIS Experten sogar die Auswirkungen eines reduzierten US Truppenpräsenz übertreff...
Die Glaubwürdigkeit der erweiterten nuklearen Abschreckung der USA (extended deterrence) erweist sich als der entscheidende Faktor, der das derzeitige nukleare Gleichgewicht in Nordostasien aufrechterhält.