Unter der Leitung von Dr. Olga Piskareva erbrachte das RCSI-Team den ersten Beleg dafür, dass ein mRNA-Impfstoff gegen das Neuroblastom wirken kann . In einem subkutanen Maus-Modell des MYCN-amplifizierten Neuroblastoms zeigte der Impfstoff:
Der Impfstoff liefert mRNA, die für Glypican 2 (GPC2) kodiert – ein Tumor-assoziiertes Antigen, das auf Neuroblastom-Zellen stark exprimiert wird. Der Transport erfolgt mittels selbstassemblierender, kationischer RALA-Peptid-Nanopartikel . RALA-Nanopartikel wurden bereits zuvor für DNA-Impfungen eingesetzt, unter anderem bei Prostatakrebs-Modellen, wo sie erfolgreich pDNA transportierten und tumorspezifische Immunantworten auslösten . Dieser mRNA-Ansatz stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber früheren Nanopartikel-basierten Methoden für das Neuroblastom dar .
Da GPC2 in mehreren adulten und pädiatrischen Krebsarten überexprimiert wird, ist die Plattform für eine schnelle Anpassung an andere GPC2-exprimierende Krebserkrankungen konzipiert .
Dr. Piskareva beschrieb die Technologie als „wie LEGO-Steine“: Die einzelnen Komponenten können ausgetauscht werden, um den Impfstoff mit hoher Präzision auf einzelne Patient:innen oder verschiedene Tumorziele zuzuschneiden . Diese Modularität unterscheidet den Ansatz von bestehenden mRNA-Krebsimpfstoffen, die bislang vor allem bei Melanomen, Bauchspeicheldrüsenkrebs und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs klinische Fortschritte erzielt haben – meist mit personalisierten Neoantigen-Strategien . Durch die Fokussierung auf ein gemeinsames Antigen (GPC2) anstatt auf patientenspezifische Mutationen könnte diese Plattform als „von der Stange“-Therapie für eine definierte Patientengruppe entwickelt werden.
Neuroblastome sind für 15% aller Krebstodesfälle bei Kindern verantwortlich, und 80% der Patient:innen mit hohem Risiko zeigen kein signifikantes Ansprechen auf die derzeitigen Standardtherapien . Besonders behandlungsresistent sind Rezidive. Vor dieser Studie gab es keine veröffentlichten experimentellen oder klinischen Daten zu einem mRNA-Impfstoff gegen Neuroblastome . Während mRNA-Impfstoffe bei Hirntumoren wie dem Glioblastom vielversprechende Ergebnisse gezeigt haben, ist dies der erste direkte Nachweis, dass ein mRNA-Impfstoff gezielt gegen das Neuroblastom wirken kann .
Dr. Piskareva betonte: „Wir stehen am Anfang der mRNA-Impfstoffentwicklung, aber der erste Meilenstein wurde erfolgreich abgeschlossen.“ Die Ergebnisse wurden ausschließlich in Mausmodellen erzielt; es sind noch erhebliche Arbeiten erforderlich, bevor klinische Studien am Menschen beginnen können. Zu den nächsten Schritten gehören toxikologische Bewertungen – ähnlich den laufenden Arbeiten mit anderen mRNA-Krebsimpfstoffen, die derzeit an Ratten und Schweinen getestet werden – sowie die Optimierung des Nanopartikel-Transportsystems für den klinischen Einsatz.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der School of Pharmacy der Queen's University Belfast durchgeführt und vom Irish Research Council, der Higher Education Authority (Irland), dem Health Research Board und The Conor Foley Neuroblastoma Cancer Research Foundation finanziert . Die vollständige Open-Access-Publikation ist in Molecular Therapy Oncology erschienen (DOI: 10.1016/j.omton.2026.201244) .
Unter der Leitung von Dr. Olga Piskareva erbrachte das RCSI-Team den ersten Beleg dafür, dass ein mRNA-Impfstoff gegen das Neuroblastom wirken kann . In einem subkutanen Maus-Modell des MYCN-amplifizierten Neuroblastoms zeigte der Impfstoff:
Der Impfstoff liefert mRNA, die für Glypican 2 (GPC2) kodiert – ein Tumor-assoziiertes Antigen, das auf Neuroblastom-Zellen stark exprimiert wird. Der Transport erfolgt mittels selbstassemblierender, kationischer RALA-Peptid-Nanopartikel . RALA-Nanopartikel wurden bereits zuvor für DNA-Impfungen eingesetzt, unter anderem bei Prostatakrebs-Modellen, wo sie erfolgreich pDNA transportierten und tumorspezifische Immunantworten auslösten . Dieser mRNA-Ansatz stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber früheren Nanopartikel-basierten Methoden für das Neuroblastom dar .
Da GPC2 in mehreren adulten und pädiatrischen Krebsarten überexprimiert wird, ist die Plattform für eine schnelle Anpassung an andere GPC2-exprimierende Krebserkrankungen konzipiert .
Dr. Piskareva beschrieb die Technologie als „wie LEGO-Steine“: Die einzelnen Komponenten können ausgetauscht werden, um den Impfstoff mit hoher Präzision auf einzelne Patient:innen oder verschiedene Tumorziele zuzuschneiden . Diese Modularität unterscheidet den Ansatz von bestehenden mRNA-Krebsimpfstoffen, die bislang vor allem bei Melanomen, Bauchspeicheldrüsenkrebs und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs klinische Fortschritte erzielt haben – meist mit personalisierten Neoantigen-Strategien . Durch die Fokussierung auf ein gemeinsames Antigen (GPC2) anstatt auf patientenspezifische Mutationen könnte diese Plattform als „von der Stange“-Therapie für eine definierte Patientengruppe entwickelt werden.
Neuroblastome sind für 15% aller Krebstodesfälle bei Kindern verantwortlich, und 80% der Patient:innen mit hohem Risiko zeigen kein signifikantes Ansprechen auf die derzeitigen Standardtherapien . Besonders behandlungsresistent sind Rezidive. Vor dieser Studie gab es keine veröffentlichten experimentellen oder klinischen Daten zu einem mRNA-Impfstoff gegen Neuroblastome . Während mRNA-Impfstoffe bei Hirntumoren wie dem Glioblastom vielversprechende Ergebnisse gezeigt haben, ist dies der erste direkte Nachweis, dass ein mRNA-Impfstoff gezielt gegen das Neuroblastom wirken kann .
Dr. Piskareva betonte: „Wir stehen am Anfang der mRNA-Impfstoffentwicklung, aber der erste Meilenstein wurde erfolgreich abgeschlossen.“ Die Ergebnisse wurden ausschließlich in Mausmodellen erzielt; es sind noch erhebliche Arbeiten erforderlich, bevor klinische Studien am Menschen beginnen können. Zu den nächsten Schritten gehören toxikologische Bewertungen – ähnlich den laufenden Arbeiten mit anderen mRNA-Krebsimpfstoffen, die derzeit an Ratten und Schweinen getestet werden – sowie die Optimierung des Nanopartikel-Transportsystems für den klinischen Einsatz.
Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der School of Pharmacy der Queen's University Belfast durchgeführt und vom Irish Research Council, der Higher Education Authority (Irland), dem Health Research Board und The Conor Foley Neuroblastoma Cancer Research Foundation finanziert . Die vollständige Open-Access-Publikation ist in Molecular Therapy Oncology erschienen (DOI: 10.1016/j.omton.2026.201244) .