Die Teuerung bleibt in der Schweiz aussergewöhnlich niedrig. Die SNB rechnet für 2026 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 0,6%, für 2027 ebenfalls mit 0,6% und für 2028 mit 0,7% – allesamt deutlich innerhalb des Zielbands von 0–2% . Die Kerninflation lag zuletzt bei 0,42% . Analysten erwarten, dass sie im Juni auf rund 0,10% zurückgehen wird .
Die SNB begründet ihren Kurs mit der nach wie vor geringen mittelfristigen Teuerung. Zwar sind die Energiepreise zuletzt gestiegen, doch die Gesamtinflation bleibt gedämpft. Die Notenbank betont, dass der Zinsentscheid Preisstabilität und Wirtschaftswachstum unterstützt .
Die SNB hatte den Leitzins zuletzt im Juni 2025 auf 0% gesenkt und seither nicht mehr verändert. Eine Rückkehr zu negativen Zinsen gilt als äusserst unwahrscheinlich. Devisenmarktinterventionen werden von Analysten als das deutlich wahrscheinlichere Instrument angesehen . Die UBS geht davon aus, dass vereinzelte Interventionen möglich sind, eine breit angelegte Aktion aber aufgrund der begrenzten Deflationsrisiken nicht nötig sei .
Die Entscheidung der SNB fällt in eine Woche, in der mehrere grosse Notenbanken ihre Geldpolitik neu ausgerichtet haben. Die Unterschiede könnten kaum grösser sein.
| Notenbank | Entscheid Juni 2026 | Leitzins |
|---|---|---|
| SNB | Belassen | 0,00% |
| EZB | Anhebung um 25 Basispunkte | 2,25% (Einlagefazilität) |
| Federal Reserve (Fed) | Belassen | 3,50%–3,75% |
| Bank of England (BoE) | Belassen | 3,75% |
Die EZB als Ausreisser. Die Europäische Zentralbank hob die Zinsen am 11. Juni um 25 Basispunkte auf 2,25% an – die erste Erhöhung seit September 2023 . Grund ist der durch den Iran-Konflikt ausgelöste Anstieg der Energiepreise. Die EZB rechnet für 2026 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,0% im Euroraum . Der Beschluss fiel einstimmig.
Die Fed: hawkisher Stillstand. Die US-Notenbank unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh beließ den Leitzins in der Spanne von 3,50% bis 3,75% . Das „Dot Plot“ der einzelnen Mitglieder deutet jedoch auf eine überraschend straffe Haltung hin: Die Mehrheit der Währungshüter rechnet noch 2026 mit einer Zinserhöhung . Dies ist eine deutliche Abkehr von den Markterwartungen zu Jahresbeginn, die noch von Zinssenkungen ausgingen.
Die Bank of England: Stillstand mit einer Gegenstimme. Die BoE beließ den Leitzins bei 3,75%. Ein Mitglied des geldpolitischen Ausschusses stimmte jedoch für eine Anhebung . Die Inflation im Vereinigten Königreich liegt mit 2,8% über dem Zielwert von 2% .
Fazit: Die SNB bleibt der einsame Ausreisser nach unten. Während andere Notenbanken mit Inflation und Aufwertungsdruck kämpfen, kann die SNB ihren extrem lockeren Kurs beibehalten. Die Kombination aus tiefer Inflation, starkem Franken und einer ausgeprägten Bereitschaft zur Devisenmarktintervention macht den Schweizer Franken zu einem Sonderfall unter den grossen Währungen.
Wichtig für Anleger:
Beobachter rechnen damit, dass die SNB bei einer weiteren Zuspitzung der geopolitischen Lage und einem erneuten Anstieg der Franken-Nachfrage nicht zögern wird, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Ankündigung einer „erhöhten“ Interventionsbereitschaft ist als deutliches Signal zu werten .
Die Teuerung bleibt in der Schweiz aussergewöhnlich niedrig. Die SNB rechnet für 2026 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 0,6%, für 2027 ebenfalls mit 0,6% und für 2028 mit 0,7% – allesamt deutlich innerhalb des Zielbands von 0–2% . Die Kerninflation lag zuletzt bei 0,42% . Analysten erwarten, dass sie im Juni auf rund 0,10% zurückgehen wird .
Die SNB begründet ihren Kurs mit der nach wie vor geringen mittelfristigen Teuerung. Zwar sind die Energiepreise zuletzt gestiegen, doch die Gesamtinflation bleibt gedämpft. Die Notenbank betont, dass der Zinsentscheid Preisstabilität und Wirtschaftswachstum unterstützt .
Die SNB hatte den Leitzins zuletzt im Juni 2025 auf 0% gesenkt und seither nicht mehr verändert. Eine Rückkehr zu negativen Zinsen gilt als äusserst unwahrscheinlich. Devisenmarktinterventionen werden von Analysten als das deutlich wahrscheinlichere Instrument angesehen . Die UBS geht davon aus, dass vereinzelte Interventionen möglich sind, eine breit angelegte Aktion aber aufgrund der begrenzten Deflationsrisiken nicht nötig sei .
Die Entscheidung der SNB fällt in eine Woche, in der mehrere grosse Notenbanken ihre Geldpolitik neu ausgerichtet haben. Die Unterschiede könnten kaum grösser sein.
| Notenbank | Entscheid Juni 2026 | Leitzins |
|---|---|---|
| SNB | Belassen | 0,00% |
| EZB | Anhebung um 25 Basispunkte | 2,25% (Einlagefazilität) |
| Federal Reserve (Fed) | Belassen | 3,50%–3,75% |
| Bank of England (BoE) | Belassen | 3,75% |
Die EZB als Ausreisser. Die Europäische Zentralbank hob die Zinsen am 11. Juni um 25 Basispunkte auf 2,25% an – die erste Erhöhung seit September 2023 . Grund ist der durch den Iran-Konflikt ausgelöste Anstieg der Energiepreise. Die EZB rechnet für 2026 mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 3,0% im Euroraum . Der Beschluss fiel einstimmig.
Die Fed: hawkisher Stillstand. Die US-Notenbank unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh beließ den Leitzins in der Spanne von 3,50% bis 3,75% . Das „Dot Plot“ der einzelnen Mitglieder deutet jedoch auf eine überraschend straffe Haltung hin: Die Mehrheit der Währungshüter rechnet noch 2026 mit einer Zinserhöhung . Dies ist eine deutliche Abkehr von den Markterwartungen zu Jahresbeginn, die noch von Zinssenkungen ausgingen.
Die Bank of England: Stillstand mit einer Gegenstimme. Die BoE beließ den Leitzins bei 3,75%. Ein Mitglied des geldpolitischen Ausschusses stimmte jedoch für eine Anhebung . Die Inflation im Vereinigten Königreich liegt mit 2,8% über dem Zielwert von 2% .
Fazit: Die SNB bleibt der einsame Ausreisser nach unten. Während andere Notenbanken mit Inflation und Aufwertungsdruck kämpfen, kann die SNB ihren extrem lockeren Kurs beibehalten. Die Kombination aus tiefer Inflation, starkem Franken und einer ausgeprägten Bereitschaft zur Devisenmarktintervention macht den Schweizer Franken zu einem Sonderfall unter den grossen Währungen.
Wichtig für Anleger:
Beobachter rechnen damit, dass die SNB bei einer weiteren Zuspitzung der geopolitischen Lage und einem erneuten Anstieg der Franken-Nachfrage nicht zögern wird, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Ankündigung einer „erhöhten“ Interventionsbereitschaft ist als deutliches Signal zu werten .