Es war kein technologischer Durchbruch oder ein neues Förderprogramm, das die Wende brachte. Es war ein geopolitischer Konflikt, der die Spritpreise nach oben trieb. Daten, die Reuters exklusiv von der Forschungsgruppe New Automotive und dem Branchenverband E-Mobility Europe zur Verfügung gestellt wurden, zeigen, dass die hohen Kraftstoffkosten die Verkäufe neuer und gebrauchter E-Autos in ganz Europa ankurbelten . Rund 305.000 Plug-in-Fahrzeuge (BEVs und PHEVs) wurden im Mai 2025 in Europa zugelassen – ein Plus von 34% gegenüber Mai 2024 .
Auch der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos boomt. „Es herrscht derzeit ein wahrer Elektroauto-Rausch auf dem Gebrauchtwagenmarkt“, sagte Terje Dahlgren, ein Analyst für den skandinavischen E-Auto-Markt, und verwies auf die durch die Öl-Unterbrechung im Februar 2026 ausgelösten Spritpreisspitzen .
Reine Elektroautos (BEVs) erreichten im Mai 2025 in Westeuropa einen Marktanteil von rund 17% (etwa 15,4% in der EU) – das entspricht rund 193.500 Neuzulassungen, ein Plus von 27% zum Vorjahr . Eine separate Berechnung des ICCT ergab einen durchschnittlichen BEV-Anteil von 16% in ganz Europa . Der Anteil aller Plug-in-Fahrzeuge (BEVs plus PHEVs) lag bei etwa 25% des Gesamtmarkts .
Norwegen bleibt das absolute Vorreiterland: Hier machten BEVs im Mai 2025 97,8% aller Neuzulassungen aus, gegenüber 93,9% im Vorjahr . Auch Schweden legte zu: Der E-Auto-Anteil an allen Neuzulassungen stieg auf 41% – ein Plus von 13 Prozentpunkten .
Der Boom hat die Kräfteverhältnisse in der Branche durcheinandergewirbelt. Der Volkswagen-Konzern hat Tesla im Jahr 2025 als Europas führenden E-Auto-Verkäufer abgelöst und die zweijährige Vorherrschaft des US-Herstellers beendet . Die BEV-Verkäufe der Marke Volkswagen stiegen dank der starken Nachfrage nach dem neuen ID.7 um 56% . Laut JATO Dynamics verzeichnete Volkswagen in Europa 274.278 BEV-Neuzulassungen, während Tesla auf 236.357 Einheiten kam .
Tesla musste hingegen einen herben Dämpfer hinnehmen: Die europäischen Neuzulassungen des Herstellers brachen um 27% ein, da der Wettbewerb immer härter wird . Allein im Mai lag Tesla 31% unter dem Vorjahreswert . Der EU-Marktanteil des Herstellers fiel in den ersten fünf Monaten 2025 auf 1,1%, nach 2% im Vorjahreszeitraum .
Noch stärker als reine E-Autos legten Plug-in-Hybride (PHEVs) zu: Ihr Absatz stieg im Mai um 46% – ein Segen für Hersteller mit starken PHEV-Modellreihen . Besonders Deutschland (+52,8%) und Spanien (+66,6%) trieben den PHEV-Boom an .
Trotz der beeindruckenden Zahlen schlagen Branchenexperten und Manager Alarm: Das Wachstum könnte sich als nicht nachhaltig erweisen. Das Kernproblem ist die Abhängigkeit vom Spritpreis: Sollte der Iran-Konflikt entschärft werden und die Benzinpreise fallen, könnte das Interesse an E-Autos ebenso schnell wieder versiegen .
Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra (beide zum VW-Konzern gehörend), sagte gegenüber Reuters: „Wir erleben eindeutig eine krisenbedingte Verschiebung“ und warnte, dass die Begeisterung abflauen könnte, sobald die Benzinpreise sinken .
Weitere strukturelle Risiken sind:
Das Gesamtjahr 2025 war für Europas E-Auto-Markt stark: Die Neuzulassungen von Batterie-Elektroautos stiegen um rund 31% im Vergleich zu 2024 und erreichten einen Jahresmarktanteil von 19% – der höchste je gemessene Wert . Die verschärften CO2-Grenzwerte der EU sowie eine Welle günstigerer Modelle chinesischer Hersteller trugen zu dieser Entwicklung bei . Ende 2025 war bereits jedes vierte neu verkaufte Auto weltweit ein E-Auto, wobei Europa zu den stärksten Wachstumsmärkten gehörte .
Doch der Maiboom offenbart eine grundlegende Verwundbarkeit: Wenn die Nachfrage eher durch kurzfristige Spritpreisschocks als durch strukturelle Verbesserungen bei Infrastruktur und Erschwinglichkeit getrieben wird, können die Zuwächse ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Die USA und der Iran haben sich zwar auf eine erweiterte Waffenruhe geeinigt, aber die Unterbrechungen der Öllieferungen durch die Straße von Hormus könnten noch Wochen dauern . Ob der E-Auto-Boom die geopolitische Instabilität, die ihn ausgelöst hat, überdauern wird, bleibt eine offene Frage.
Es war kein technologischer Durchbruch oder ein neues Förderprogramm, das die Wende brachte. Es war ein geopolitischer Konflikt, der die Spritpreise nach oben trieb. Daten, die Reuters exklusiv von der Forschungsgruppe New Automotive und dem Branchenverband E-Mobility Europe zur Verfügung gestellt wurden, zeigen, dass die hohen Kraftstoffkosten die Verkäufe neuer und gebrauchter E-Autos in ganz Europa ankurbelten . Rund 305.000 Plug-in-Fahrzeuge (BEVs und PHEVs) wurden im Mai 2025 in Europa zugelassen – ein Plus von 34% gegenüber Mai 2024 .
Auch der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos boomt. „Es herrscht derzeit ein wahrer Elektroauto-Rausch auf dem Gebrauchtwagenmarkt“, sagte Terje Dahlgren, ein Analyst für den skandinavischen E-Auto-Markt, und verwies auf die durch die Öl-Unterbrechung im Februar 2026 ausgelösten Spritpreisspitzen .
Reine Elektroautos (BEVs) erreichten im Mai 2025 in Westeuropa einen Marktanteil von rund 17% (etwa 15,4% in der EU) – das entspricht rund 193.500 Neuzulassungen, ein Plus von 27% zum Vorjahr . Eine separate Berechnung des ICCT ergab einen durchschnittlichen BEV-Anteil von 16% in ganz Europa . Der Anteil aller Plug-in-Fahrzeuge (BEVs plus PHEVs) lag bei etwa 25% des Gesamtmarkts .
Norwegen bleibt das absolute Vorreiterland: Hier machten BEVs im Mai 2025 97,8% aller Neuzulassungen aus, gegenüber 93,9% im Vorjahr . Auch Schweden legte zu: Der E-Auto-Anteil an allen Neuzulassungen stieg auf 41% – ein Plus von 13 Prozentpunkten .
Der Boom hat die Kräfteverhältnisse in der Branche durcheinandergewirbelt. Der Volkswagen-Konzern hat Tesla im Jahr 2025 als Europas führenden E-Auto-Verkäufer abgelöst und die zweijährige Vorherrschaft des US-Herstellers beendet . Die BEV-Verkäufe der Marke Volkswagen stiegen dank der starken Nachfrage nach dem neuen ID.7 um 56% . Laut JATO Dynamics verzeichnete Volkswagen in Europa 274.278 BEV-Neuzulassungen, während Tesla auf 236.357 Einheiten kam .
Tesla musste hingegen einen herben Dämpfer hinnehmen: Die europäischen Neuzulassungen des Herstellers brachen um 27% ein, da der Wettbewerb immer härter wird . Allein im Mai lag Tesla 31% unter dem Vorjahreswert . Der EU-Marktanteil des Herstellers fiel in den ersten fünf Monaten 2025 auf 1,1%, nach 2% im Vorjahreszeitraum .
Noch stärker als reine E-Autos legten Plug-in-Hybride (PHEVs) zu: Ihr Absatz stieg im Mai um 46% – ein Segen für Hersteller mit starken PHEV-Modellreihen . Besonders Deutschland (+52,8%) und Spanien (+66,6%) trieben den PHEV-Boom an .
Trotz der beeindruckenden Zahlen schlagen Branchenexperten und Manager Alarm: Das Wachstum könnte sich als nicht nachhaltig erweisen. Das Kernproblem ist die Abhängigkeit vom Spritpreis: Sollte der Iran-Konflikt entschärft werden und die Benzinpreise fallen, könnte das Interesse an E-Autos ebenso schnell wieder versiegen .
Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra (beide zum VW-Konzern gehörend), sagte gegenüber Reuters: „Wir erleben eindeutig eine krisenbedingte Verschiebung“ und warnte, dass die Begeisterung abflauen könnte, sobald die Benzinpreise sinken .
Weitere strukturelle Risiken sind:
Das Gesamtjahr 2025 war für Europas E-Auto-Markt stark: Die Neuzulassungen von Batterie-Elektroautos stiegen um rund 31% im Vergleich zu 2024 und erreichten einen Jahresmarktanteil von 19% – der höchste je gemessene Wert . Die verschärften CO2-Grenzwerte der EU sowie eine Welle günstigerer Modelle chinesischer Hersteller trugen zu dieser Entwicklung bei . Ende 2025 war bereits jedes vierte neu verkaufte Auto weltweit ein E-Auto, wobei Europa zu den stärksten Wachstumsmärkten gehörte .
Doch der Maiboom offenbart eine grundlegende Verwundbarkeit: Wenn die Nachfrage eher durch kurzfristige Spritpreisschocks als durch strukturelle Verbesserungen bei Infrastruktur und Erschwinglichkeit getrieben wird, können die Zuwächse ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind. Die USA und der Iran haben sich zwar auf eine erweiterte Waffenruhe geeinigt, aber die Unterbrechungen der Öllieferungen durch die Straße von Hormus könnten noch Wochen dauern . Ob der E-Auto-Boom die geopolitische Instabilität, die ihn ausgelöst hat, überdauern wird, bleibt eine offene Frage.