Portugal schickte um den 12. bis 17. Juni 2026 einen eigenen Brief nach Brüssel, der die Bedenken der Industrie weitgehend teilt. Umweltministerin Maria da Graça Carvalho forderte die EU-Kommission auf, ihre jüngste Entscheidung zur Kürzung kostenloser Emissionszertifikate zu überdenken oder auszusetzen. Sie warnte, dass die Kürzungen die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger portugiesischer Sektoren wie Keramik, Glas und Zement beeinträchtigen würden . Portugals Vorstoß spiegelt die Forderung der Stahlindustrie nach einem langsameren Abbau der Gratiszertifikate wider, konzentriert sich aber auf breitere Industriesektoren
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Politischer Hintergrund: Die Revision kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Stahlschutzmaßnahme (Safeguard) am 30. Juni 2026 ausläuft und ab 1. Juli ein neuer Importrahmen gilt . Gleichzeitig ist die Kommission gesetzlich verpflichtet, bis Juli 2026 einen Bericht zur Funktionsweise des ETS vorzulegen
. Der Druck von Industriegiganten und einem Mitgliedstaat (Portugal) setzt die Kommission massiv unter Zugzwang, das Tempo des Abbaus von Gratiszertifikaten zu verlangsamen – auch wenn die Kommission bisher erklärte, sie habe keine Pläne, das ETS auszusetzen
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