Am 17. Juni 2026 schlugen ArcelorMittal Europe, thyssenkrupp Steel und voestalpine gemeinsam mit rund 40 weiteren Industriekonzernen Alarm. Sie warnten davor, dass das EU-Emissionshandelssystem (ETS) eine Kostenexplosion verursache, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gefährde. In einem Brief an EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen forderten sie ein „entschlossenes Eingreifen, um die Kosteneskalation im ETS zu stoppen" .
Portugal schickte um den 12. bis 17. Juni 2026 einen eigenen Brief nach Brüssel, der die Bedenken der Industrie weitgehend teilt. Umweltministerin Maria da Graça Carvalho forderte die EU-Kommission auf, ihre jüngste Entscheidung zur Kürzung kostenloser Emissionszertifikate zu überdenken oder auszusetzen. Sie warnte, dass die Kürzungen die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger portugiesischer Sektoren wie Keramik, Glas und Zement beeinträchtigen würden . Portugals Vorstoß spiegelt die Forderung der Stahlindustrie nach einem langsameren Abbau der Gratiszertifikate wider, konzentriert sich aber auf breitere Industriesektoren
.
Politischer Hintergrund: Die Revision kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Stahlschutzmaßnahme (Safeguard) am 30. Juni 2026 ausläuft und ab 1. Juli ein neuer Importrahmen gilt . Gleichzeitig ist die Kommission gesetzlich verpflichtet, bis Juli 2026 einen Bericht zur Funktionsweise des ETS vorzulegen
. Der Druck von Industriegiganten und einem Mitgliedstaat (Portugal) setzt die Kommission massiv unter Zugzwang, das Tempo des Abbaus von Gratiszertifikaten zu verlangsamen – auch wenn die Kommission bisher erklärte, sie habe keine Pläne, das ETS auszusetzen
.
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Am 17. Juni 2026 schlugen ArcelorMittal, thyssenkrupp Steel und voestalpine gemeinsam mit rund 40 weiteren Industriekonzernen Alarm: Das EU Emissionshandelssystem (ETS) verursache eine Kostenexplosion, die die Wettbew...
Am 17. Juni 2026 schlugen ArcelorMittal, thyssenkrupp Steel und voestalpine gemeinsam mit rund 40 weiteren Industriekonzernen Alarm: Das EU Emissionshandelssystem (ETS) verursache eine Kostenexplosion, die die Wettbew... In einem Brandbrief an EU Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern die Unternehmen ein „entschlossenes Eingreifen, um die Kosteneskalation im ETS zu stoppen".
Konkret verlangen sie eine vorübergehende Deckelung der CO₂ Preise, eine grundlegende Reform des ETS sowie ein Ende des zu schnellen Abbaus kostenloser Zertifikate, da die nötige Infrastruktur für grünen Stahl noch ni...
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