Stellantis, Wayve und Uber haben eine nicht bindende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, um gemeinsam fahrerlose Level 4 Robotaxis in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen zu entwickeln... Die Vereinbarung basiert auf einem wachsenden Netz bestehender Kooperationen: Stellantis und Wayv...

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Am 17. Juni 2026 nahm ein neues Machtzentrum im Wettlauf um die Kommerzialisierung des autonomen Fahrens Gestalt an. Der französisch-italienisch-amerikanische Automobilkonzern Stellantis unterzeichnete eine nicht bindende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit dem Fahrdienst-Vermittler Uber und dem britischen KI-Spezialisten Wayve. Das Ziel: die weltweite Einführung von Robotaxis der Autonomiestufe 4 zu beschleunigen .
Die auf der MOVE-2026-Konferenz in London angekündigte Vereinbarung folgt einer klassischen Arbeitsteilung: Stellantis liefert die speziell entwickelten „L4-Ready“-Fahrzeugplattformen, Wayve steuert seine kartenunabhängige Ende-zu-Ende-KI-Fahrsoftware bei und Uber bringt sein riesiges Ride-Hailing-Netzwerk ein .
Doch das wichtigste Wort in der Ankündigung ist vielleicht „nicht bindend“. Als Absichtserklärung – und nicht als endgültiger Vertrag – legt der Pakt keinen festen Zeitplan, keine finanziellen Verpflichtungen und keine Exklusivitätsbeschränkungen fest. Jeder Partner bleibt frei, zusätzliche Allianzen im Bereich des autonomen Fahrens zu verfolgen . Es handelt sich im Grunde um eine Willensbekundung – ein Rahmenwerk, das tiefere Gespräche über Technologieentwicklung, Lizenzierung, Produktion und Fahrzeugbeschaffung anstoßen soll, ohne jemanden auf einen einzigen Weg festzulegen.
Die Pressemitteilung von Stellantis beschreibt die Allianz als Ökosystem-Ansatz: „Durch die Kombination der erstklassigen L4-Ready Platforms™ von Stellantis, des fortschrittlichen KI-Fahrers von Wayve und des führenden Mobilitätsnetzwerks von Uber wollen die Unternehmen die globale Einführung von Robotaxi-Diensten beschleunigen“ . Jeder Partner bringt ein entscheidendes Puzzleteil mit.
Stellantis wird die autonomen Fahrzeuge auf Basis seiner „L4-Ready“-Plattform entwickeln und in Serie produzieren . Das Unternehmen hat sich zur Fahrzeugfertigung und Sensorintegration verpflichtet, nannte jedoch keine konkreten Stückzahlen oder Liefertermine
.
Wayve liefert die Intelligenz für das autonome Fahren. Der sogenannte AI Driver wird als kartenunabhängiges Ende-zu-Ende-System beschrieben, das aus realen Fahrdaten lernt, anstatt sich auf vorkartierte Routen und handcodierte Regeln zu stützen . Es handelt sich um dieselbe Kerntechnologie, die Wayve auch in anderen Partnerschaften einsetzt.
Uber bringt sein globales Mobilitätsnetzwerk ein und plant, die Wayve-betriebenen Robotaxis auf seiner Plattform in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen einzusetzen . Die Unternehmen beabsichtigen, im Rahmen des MoU gemeinsam an der Fahrzeugintegration, Erprobung, Validierung und Einführung zu arbeiten
.
Das dreiseitige MoU kommt nicht aus heiterem Himmel. Es baut auf einer Reihe bestehender bilateraler Beziehungen auf, die sich im Laufe der Jahre 2025 und 2026 gebildet haben. Dadurch entsteht ein dichtes Geflecht sich überschneidender Allianzen, das das MoU eher zu einer Formalisierung einer bestehenden Dynamik als zu einem Kaltstart macht.
Die Level-2++-Partnerschaft von Stellantis und Wayve (Mai 2026). Nur wenige Wochen vor dem Robotaxi-MoU gaben Stellantis und Wayve eine strategische Technologiepartnerschaft für überwachtes automatisiertes Fahren bekannt . Dieser Deal integriert den Wayve AI Driver in die STLA-AutoDrive-Plattform von Stellantis für freihändiges, überwachtes Fahren der Stufe 2++ sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn, mit einem geplanten Start in Nordamerika im Jahr 2028
. Die Vereinbarung baut auf einer früheren strategischen Investition von Stellantis in Wayve auf und vertieft eine Beziehung, die der Autobauer bereits als zentral für seine Pläne zum automatisierten Fahren bezeichnet hatte
.
Wayve und Ubers Londoner Robotaxi-Vorbereitungen (Juni 2026). Am 8. Juni 2026, nur neun Tage vor der Ankündigung des Stellantis-MoU, öffnete Uber in seiner App eine „Interessentenliste“ für britische Kunden, die zu den Ersten gehören wollen, die in einem Wayve-betriebenen Robotaxi in London mitfahren . Der Dienst soll Wayve-gesteuerte autonome Fahrzeuge nutzen – zunächst schwarze Ford Mustang Mach-E SUVs mit einem Sicherheitsfahrer an Bord – die über die Uber-App zum gleichen Preis wie eine normale Fahrt buchbar sein sollen
. Ein kommerzieller Start ist für später im Jahr 2026 geplant, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung durch das britische Verkehrsministerium (Department for Transport), das erst im Mai 2026 die Antragsphase für sein Pilotprogramm für autonome Fahrzeuge eröffnet hatte
.
Wayve, Uber und Nissans Tokioter Robotaxi-MoU (März 2026). Bereits Anfang des Jahres unterzeichneten Wayve und Uber eine separate Absichtserklärung mit Nissan zur Entwicklung von Robotaxi-Diensten in Japan, mit einem Pilotversuch in Tokio, der für Ende 2026 geplant ist . Diese Zusammenarbeit nutzt einen Nissan LEAF, der mit dem AI Driver von Wayve ausgestattet ist, und stellt Ubers erste Partnerschaft für autonome Fahrzeuge in Japan dar
. Der Tokio-Deal ist Teil eines umfassenderen Plans von Wayve und Uber, Robotaxi-Dienste in mehr als zehn Städten weltweit einzuführen
.
Die Wayve-fokussierte Partnerschaft ist nicht das einzige Engagement von Stellantis im Bereich der autonomen Mobilität. Einem separaten Konsortium, an dem Berichten zufolge NVIDIA, Uber und Foxconn beteiligt sind, wird nachgesagt, NVIDIA-softwaregesteuerte Level-4-Robotaxis mit einer angeblichen Mindestverpflichtung von 5.000 Fahrzeugen für Ubers Betrieb anzustreben. Allerdings werden die Details dieses Konsortiums, einschließlich jeglicher Mindestverpflichtung für Fahrzeuge, der spezifischen Partner oder des Vergleichs mit dem NVIDIA-Software-Stack, von keiner der vorliegenden Quellen belegt, sodass diese Behauptungen nicht bestätigt werden können.
Was aus den verfügbaren Quellen klar hervorgeht, ist, dass Stellantis eine zweigleisige Autonomiestrategie verfolgt. Der Wayve-bezogene Pfad konzentriert sich auf den AI Driver von Wayve und die Robotaxi-Zusammenarbeit mit Uber, während die separate Stellantis-Wayve-Partnerschaft auf überwachtes Level-2++-Fahren über STLA AutoDrive mit einem Start in Nordamerika im Jahr 2028 abzielt . Dies positioniert Stellantis so, dass das Unternehmen an mehreren Stufen der Wertschöpfungskette des autonomen Fahrens teilnehmen kann – von Fahrerassistenzsystemen in Privatfahrzeugen bis hin zu vollständig fahrerlosen kommerziellen Flotten.
Die Absichtserklärung legt keinen festen Zeitplan für den Start des Robotaxi-Dienstes fest und begründet auch keine verbindlichen finanziellen Bedingungen . Sie wird ausdrücklich als unverbindlicher Rahmen bezeichnet, was bedeutet, dass jeder Partner die Freiheit behält, andere Allianzen im Bereich des autonomen Fahrens unabhängig zu erkunden und zu unterzeichnen. Die Vereinbarung signalisiert eine Absicht, aber die harten Verhandlungen über Einzelheiten – Fahrzeugvolumen, Modelle zur Umsatzbeteiligung, Marktexklusivität und Einführungszeitpläne – stehen noch bevor.
Studio Global AI
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Stellantis, Wayve und Uber haben eine nicht bindende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, um gemeinsam fahrerlose Level 4 Robotaxis in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen zu entwickeln...
Stellantis, Wayve und Uber haben eine nicht bindende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, um gemeinsam fahrerlose Level 4 Robotaxis in Europa, Nordamerika und weiteren Regionen zu entwickeln... Die Vereinbarung basiert auf einem wachsenden Netz bestehender Kooperationen: Stellantis und Wayve arbeiten bereits an einem freihändigen Level 2++ System (Start 2028 in Nordamerika), Wayve und Uber bereiten mit Nissa...
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