Konkret geht es um die von Tesla kommunizierte Behauptung, das FSD-System sei bis zu 10-mal sicherer als ein menschlicher Fahrer. Die Senatoren argumentieren in ihrem Brief, dass diese Aussage nicht durch die selbst gemeldeten Unfalldaten des Unternehmens gedeckt sei . Sie fordern die NHTSA daher auf, zu prüfen, ob es sich bei Teslas Sicherheitsbehauptungen um irreführende Praktiken handelt, und verlangen generell mehr Transparenz von Tesla sowie anderen Unternehmen im Bereich des autonomen Fahrens
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Die jüngste Intervention ist kein Einzelfall, sondern Teil einer länger schwelenden Kontroverse. Bereits im Oktober 2025 hatte die NHTSA eine formelle Untersuchung des FSD-Systems eingeleitet. Auslöser war damals ein früherer Brief von Markey und Blumenthal, in dem auf potenziell gefährliche Fehlfunktionen des Systems an Bahnübergängen hingewiesen wurde . Die Senatoren warnten bereits damals vor der Gefahr „katastrophaler Kollisionen mit mehreren Todesopfern“
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Die erneuten regulatorischen Vorwürfe blieben an der Wall Street nicht ohne Echo. Die Tesla-Aktie (TSLA) gab im Zuge der Veröffentlichung des Senatorenbriefs nach. Börsenberichte beschrieben den Kursrückgang als unmittelbare Reaktion auf die Bedenken hinsichtlich der „irreführenden“ FSD-Sicherheitsdaten . Für Anleger manifestierte sich hier erneut das politische und regulatorische Risiko, das mit Teslas vollmundigen Autonomieversprechen einhergeht.
Fast zeitgleich zur politischen Kritik kam ein bullishes Signal von einer der einflussreichsten Investmentbanken der Welt. Goldman Sachs veröffentlichte am selben 16. Juni 2026 eine Research-Note, die für positive Stimmung sorgte. Analyst Mark Delaney hob die Prognose für Teslas Fahrzeugauslieferungen im zweiten Quartal 2026 deutlich an – von zuvor 405.000 auf nun 420.000 Einheiten .
Diese neue Schätzung liegt nicht nur über der eigenen vorherigen Prognose, sondern auch signifikant über dem Marktkonsens, der laut Visible Alpha bei etwa 400.000 Fahrzeugen lag . Als Begründung für den Optimismus führte Goldman Sachs starke Verkaufsdaten aus den USA, Europa, China, Südkorea und Australien an
. Delaney schrieb in seiner Mitteilung, dass die Auslieferungen „wahrscheinlich über den Konsenserwartungen liegen“ und die Q2-Performance von Tesla die Markterwartungen übertreffen dürfte
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Goldman Sachs beließ das formelle Rating für die Aktie allerdings auf „Neutral“ mit einem unveränderten Kursziel von 375 US-Dollar . Auch die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde von 1,72 auf 1,73 Millionen Fahrzeuge leicht nach oben korrigiert
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Der 16. Juni 2026 war ein Paradebeispiel für das widersprüchliche Stimmungsbild rund um Tesla. Während die verbalen Attacken aus dem politischen Washington, gestützt auf kritischen Datenjournalismus, das Vertrauen in die Sicherheitserzählung des Unternehmens erschütterten, untermauerte die Hochstufung von Goldman Sachs die operative Stärke und die anhaltend robuste Nachfrage nach den Fahrzeugen. Diese Gleichzeitigkeit von fundamentalem Gegenwind und operativem Rückenwind dürfte die volatile Kursentwicklung der Tesla-Aktie auch künftig prägen.