Die WMO bestätigte den El-Niño-Beginn am 2. Juni 2026. Generalsekretärin Celeste Saulo mahnte, das Phänomen werde noch extremere Wetterereignisse auslösen . Die modellgestützte Prognose der WMO zeigt ein sehr hohes Vertrauen:
Das BoM erklärte Mitte Juni offiziell, dass El Niño im tropischen Pazifik „derzeit aktiv“ sei . Die Beobachtungen der Behörde zeigen, dass sich Ozean und Atmosphäre gegenseitig verstärken – ein sicheres Zeichen für ein langanhaltendes Ereignis.
Die Prognose des International Research Institute for Climate and Society der Columbia University ist statistisch am eindeutigsten. Der CCSR/IRI-ENSO-Vorhersage zufolge liegt die El-Niño-Wahrscheinlichkeit für Mai-Juli 2026 bei 98 %. Diese Beinahe-Sicherheit bleibt mit Werten von 97-98 % für den Rest des Jahres auf konstant hohem Niveau .
Die statistischen Modelle werden durch alarmierende physikalische Beobachtungen gestützt. Die Erwärmung erfolgt nicht gleichmäßig, sondern ist im östlichen Pazifik am stärksten ausgeprägt, ein klassischer Vorbote für ein starkes, das gesamte Becken umfassendes Ereignis.
Sowohl das CPC als auch Medien wie CNN berichten, das Ereignis von 2026 könne zu einem „Super-El-Niño“ werden und „zu den größten in der historischen Aufzeichnung“ zählen. Es ist jedoch wichtig festzuhalten: Keine der gesicherten Quellen der drei großen Agenturen enthält eine konkrete Prognose, dass die Anomalien der Meeresoberflächentemperatur 3 °C überschreiten oder definitiv den Rekord von 1997 brechen werden . Der Mittelwert des Multi-Modell-Ensembles der WMO prognostiziert einen Höchstwert von etwa 1,8 °C. Selbst die höchste Wahrscheinlichkeitsprognose des CPC geht für ein „sehr starkes“ Ereignis von einer Anomalie von durchschnittlich mehr als 2 °C aus
. Ein noch dramatischerer Verlauf ist möglich, aber das ist nicht die zentrale Vorhersage.
Dieser Bericht beschränkt sich strikt auf die gesicherten und belegten Daten der offiziellen Agenturen. Einige Behauptungen konnten nicht unabhängig verifiziert werden und müssen ohne direkte Quellenlage als unbestätigt gelten. Hierzu zählen Warnungen des Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW), die Zahl von über 150 Millionen weltweit in 2026 verbrannter Hektar sowie Kontroversen um den angeblichen Abbau von Tiefseesensoren einer ozeanografischen Initiative.
Im Sinne der Genauigkeit sind diese Aspekte aus dieser Synthese ausgeschlossen worden.
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