Doch nicht nur in die Technik, auch in die Vermarktung wurde kräftig investiert. Mit knapp 6 Milliarden Dollar für Vertrieb und Marketing unterstrich OpenAI sein Ziel, die Nutzerbasis von ChatGPT und anderen Diensten vor dem Börsengang rasant zu vergrößern. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2025 lagen die Ausgaben für Vertrieb und Marketing nach Angaben von The Information bereits bei rund 2 Milliarden Dollar, was damals schon fast dem Doppelten der Gesamtausgaben in diesem Bereich für das ganze Jahr 2024 entsprach .
Die weiteren operativen Kosten, die nicht direkt in F&E oder Marketing flossen, beliefen sich auf die verbleibenden rund 9 Milliarden Dollar. Diese Kategorie deckt die gesamte Infrastruktur ab – von den Stromrechnungen für Serverfarmen bis hin zu Verwaltung und anderen Gemeinkosten.
Diese Aufteilung der Ausgaben zeigt die klare Strategie von OpenAI vor dem geplanten Börsengang: technologische Führerschaft durch massenhafte Investitionen in die Forschung sichern und gleichzeitig die Marktmacht durch hohe Marketingausgaben festigen. Dass diese Rechnung (noch) nicht aufgeht, zeigt der Blick auf die erzielten Einnahmen – doch das ist eine andere Geschichte, die für die Anleger am Aktienmarkt wohl noch spannender werden dürfte.
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