QuEra und AWS haben explizit Arbeitslasten im Blick, bei denen klassische Simulationen an ihre Grenzen stoßen :
Der Neutralatom-Vorteil von QuEra besteht darin, dass die Qubits inhärent identisch sind (alle Atome desselben Elements), lange Kohärenzzeiten aufweisen und während der Berechnung mit optischen Pinzetten umgruppiert werden können – das ermöglicht flexible Vernetzung und effiziente Fehlerkorrektur-Codes . IonQ setzt auf höchstpräzise Ionenfallen-Gatter und modulare photonische Links, hat jedoch mit der Skalierung des Ionentransports zu kämpfen
. Rigetti und andere supraleitende Ansätze bieten schnellere Gattergeschwindigkeiten, aber höhere physikalische Fehlerraten und kürzere Kohärenzzeiten
.
Ob ein vollständig fehlertoleranter Quantencomputer innerhalb von zwei Jahren realisierbar ist, wird in der Fachwelt kontrovers diskutiert :
Fazit: Libra ist eine glaubwürdige, aber anspruchsvolle Roadmap. Das System profitiert von der bislang stärksten experimentellen FTQC-Demonstration (96 logische Qubits auf Neutralatomen) und dem Cloud-Ökosystem von AWS. Ob das vollständige Versprechen von über 256 logischen Qubits und Megaquop-Leistung bis 2028 eingelöst werden kann, hängt von ingenieurtechnischen Fortschritten in einem Maßstab ab, wie er in der Quanteninformatik bisher noch nie versucht wurde.
Comments
0 comments