Bis Mai 2026 blieben rund 83 % der Krypto Unternehmen aus der Vor MiCA Ära ohne Lizenz: Von über 1.200 ehemaligen Virtual Asset Service Providern (VASPs) schafften nur etwa 210 die Umwandlung in einen vollwertigen Cry... Die Umwandlungsquote variiert drastisch je nach Land: Während in den Niederlanden dank bereits s...

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Die europäische Krypto-Landschaft ist am 1. Juli 2026 an eine regulatorische Klippe gestoßen. Das Ende der Bestandsschutz-Übergangsfrist unter der Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Verordnung hat nicht nur Paragrafen verschoben, sondern Tausende von Unternehmen physisch vom EU-Markt ausgeschlossen. Über ein Jahr lang versuchten Krypto-Plattformen, ihre früheren nationalen Registrierungen in einen einzigen EU-weiten Pass umzuwandeln. Die meisten haben es nicht geschafft.
Die verfügbaren Daten, darunter Analysen großer Anwaltskanzleien und das offizielle Register der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), zeichnen ein deutliches Bild: Nur etwa 17 % der Firmen aus der Vor-MiCA-Ära konnten erfolgreich eine Volllizenz erhalten. Dieser Artikel beleuchtet die Daten, welche Dienstleistungen eine Lizenz tatsächlich ermöglicht und welche Unternehmen es zuletzt auf die kurze Liste der konformen Anbieter geschafft haben.
Der Sprung aus der Vor-MiCA-Ära in das neue Lizenzregime war keine reine Papierübung; es handelte sich um eine massive Marktkonsolidierung.
Die Basis: Vor dem vollen Inkrafttreten von MiCA hielten mehr als 1.200 sogenannte Virtual Asset Service Provider (VASP) nationale Registrierungen in der gesamten EU. Eine Zählung von Hogan Lovells ergab im Mai 2026, dass es im gesamten Block nur noch etwa 194 bis 210 lizenzierte Krypto-Firmen gab – inklusive Banken und sowohl neuer MiCA-Zulassungen als auch umgewandelter alter Einheiten .
Daraus ergibt sich eine Umwandlungsquote von rund 17-18 % für die bestehende Krypto-Industrie. Etwa 83 % der Firmen befanden sich entweder mitten im Prozess ohne rechtliche Grundlage, wurden abgelehnt oder zogen sich komplett vom Markt zurück .
Daten aus dem offiziellen Register: Das Bild wird am Boden noch klarer. Im April 2026 enthielt das öffentliche CASP-Register der ESMA nur 184 Einträge. Von diesen verfügten lediglich 14 über die seltenste und wichtigste Genehmigung – den Betrieb einer Handelsplattform
. Dies zeigt: Während einige Firmen Lizenzen für einfachere Dienste erhielten, blieb der Betrieb einer vollwertigen Krypto-Börse eine extrem hohe Hürde.
Die Umwandlungsquote war nicht einheitlich. Der regulatorische Rahmen der einzelnen Mitgliedstaaten vor MiCA beeinflusste maßgeblich, wer den Übergang überlebte.
Dieses ungleiche Spielfeld bedeutet, dass zwar die Gesamtzahl der zugelassenen Einheiten stark gesunken ist, die überlebenden Unternehmen jedoch in der Regel größere, kapitalkräftigere Akteure sind, die ihre Lizenz im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nutzen können. Der Europe Crypto Report 2026 von Coincub stellt fest, dass diese wenigen Unternehmen durch den Passporting-Mechanismus immer noch 86 % der geografischen Abdeckung des Vor-MiCA-Marktes erreichen können .
Eine vollständige MiCA-Zulassung erlaubt einem Unternehmen nicht nur zu existieren; sie definiert präzise, was es tun darf. Die Verordnung legt eine Liste regulierter Krypto-Dienstleistungen fest, die nach der Autorisierung in alle 30 EWR-Staaten „passportiert“ werden können.
Die Kerndienstleistungen einer CASP-Lizenz umfassen :
Entscheidend ist: Wer eine solche Lizenz in einem einzigen EU-Mitgliedstaat besitzt, erhält das Recht, diese Dienstleistung über die sogenannten „Passporting-Regeln“ im gesamten EWR anzubieten – ohne separate nationale Registrierungen .
Die Frage nach den „zwei kürzlich lizenzierten Firmen“ ist komplex, da Ankündigungen fortlaufend erfolgen. Die vorliegenden Quellen identifizieren jedoch mehrere Unternehmen, die ihren MiCA-konformen Status erst in jüngster Zeit formalisiert haben:
Nexo: Anfang Juni 2026 gab die Plattform öffentlich bekannt, eine MiCA-konforme Struktur unter deutscher Aufsicht durch die BaFin etabliert zu haben – eine der strengsten Krypto-Aufsichtsbehörden der EU . Das Unternehmen kündigte einen reibungslosen Übergang für bestehende EWR-Kunden in diesen neuen Rahmen ab dem 1. Juli an.
Zerohash Europe: Die in Amsterdam ansässige Tochtergesellschaft von Zerohash sicherte sich eine herausragende doppelte Genehmigung. Nach Erhalt der MiCA-Zulassung von der niederländischen Finanzmarktaufsicht (AFM) im Oktober 2025 wurde sie im Mai 2026 als erstes Unternehmen zusätzlich mit einer vollen E-Geld-Institut-Lizenz (EMI) der niederländischen Zentralbank speziell für Stablecoin-Brokerage-Dienste ausgestattet . Diese Doppellizenzstruktur repräsentiert die höchste Stufe regulatorischer Integration unter dem neuen Regime.
Weitere große Namen, die die Hürde in verschiedenen EU-Jurisdiktionen genommen haben, sind Bitpanda (Deutschland), OKX und Crypto.com (Malta), Blockchain.com (Malta), SwissBorg (Frankreich), B2C2 (Luxemburg), Coinbase (Irland) und Kraken (Irland) .
Die ESMA ließ in ihrer Stellungnahme vom 17. April 2026 keinen Raum für Interpretationen: Nach dem 1. Juli 2026 gibt es keinen Zwischenstatus mehr. Ein Unternehmen ist entweder nach MiCA zugelassen, oder es verstößt gegen EU-Recht und muss alle Krypto-Dienstleistungen für EU-Kunden unverzüglich einstellen.
Diese regulatorische Klippe wurde geschaffen, um einen Flickenteppich von über 3.000 nationalen Registrierungen in ein harmonisiertes, überwachtes System zu überführen. Das Ergebnis ist eine kleinere, streng geprüfte Gruppe von lizenzierten Krypto-Dienstleistern – zuletzt rund 200 an der Zahl –, die nun den regulierten Zugang zu einem der größten Märkte für digitale Vermögenswerte der Welt kontrollieren.
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Bis Mai 2026 blieben rund 83 % der Krypto Unternehmen aus der Vor MiCA Ära ohne Lizenz: Von über 1.200 ehemaligen Virtual Asset Service Providern (VASPs) schafften nur etwa 210 die Umwandlung in einen vollwertigen Cry...
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Unternehmen ohne MiCA CASP Lizenz müssen ihre Krypto Dienstleistungen für EU Kunden unverzüglich einstellen.
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