Mitte 2026 sehen sich Prognosemärkte einem regulatorischen Sturm an mehreren Fronten ausgesetzt: Der US Kongress hat über 10 Gesetzesentwürfe eingebracht, die von Insiderhandelsverboten bis zu umfassenden Verboten rei... Der weitreichendste Entwurf, der STOP Corrupt Bets Act, zielt auf ein Verbot von Kontrakten zu W...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the key regulatory developments facing prediction markets globally, including U.S. congressional bills targeting insider trading (s. Article summary: Prediction markets globally face a rapidly intensifying regulatory landscape. In the U.S., at least 10 bills have been introduced targeting insider trading and broad prohibitions; Japan's top crypto exchange Bitbank bega. Topic tags: general, general web, government, news, user generated. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "*The rapid growth of prediction markets — platforms offering event-based contracts tied to everything from elections to sports to corporate earnings — has created a new and largely" source context "Insider Trading Law Comes to Prediction Markets - Snell & Wilmer" Reference image 2: visual subjec
Prognosemärkte, auf denen Nutzer auf den Ausgang realer Ereignisse wetten, haben sich rasant von einer Nischenkuriosität zu einem globalen Regulierungsschwerpunkt entwickelt. In der ersten Jahreshälfte 2026 gerieten Plattformen wie Polymarket und Kalshi ins Fadenkreuz von Gesetzgebern, Finanzaufsehern und Steuerbehörden auf verschiedenen Kontinenten. Der Druck ist nicht mehr theoretisch – es wird bereits gehandelt.
Die Entwicklungen lassen sich in drei Bereiche unterteilen: die Bemühungen des US-Kongresses, bestimmte Aktivitäten einzuschränken oder zu verbieten, Japans Durchsetzung der Glücksspielgesetze gegen Nutzer von Offshore-Plattformen und der Rechtsstreit um eine neuartige Steuer auf Transaktionsgebühren im Bundesstaat Kentucky. Ein Überblick zum aktuellen Stand.
Der US-Kongress hat seit Januar 2026 mehr als zehn Gesetzesentwürfe zu Prognosemärkten eingebracht . Die Vorschläge reichen von gezielten Insiderhandelsbeschränkungen für Regierungsbeamte bis hin zu vollständigen Verboten ganzer Kategorien von Ereigniskontrakten. Sie werden von beiden Parteien getragen, auch wenn den weitreichendsten Maßnahmen im aktuellen politischen Umfeld ein ungewisser Weg bevorsteht
.
Der am 25. März 2026 von den Abgeordneten Nikki Budzinski (Demokratin, Illinois) und Adrian Smith (Republikaner, Nebraska) eingebrachte Preventing Real-time Exploitation and Deceptive Insider Congressional Trading Act (PREDICT Act) verbietet es Kongressabgeordneten, dem Präsidenten, hochrangigen Bundesbeamten und deren unmittelbaren Familien, mit nicht-öffentlichen Informationen auf Prognoseplattformen zu handeln .
Der Gesetzentwurf verbietet Prognosemärkte nicht per se, sondern schafft ein spezifisches Insiderhandelsverbot, das an politische Ereignisse und politische Entscheidungen geknüpft ist. Budzinski forderte Sprecher Mike Johnson in einem Brief vom 30. April 2026 auf, eine Abstimmung im Repräsentantenhaus anzusetzen, doch bis zum 19. Mai 2026 hatte das Haus noch nicht über ein Prognosemarkt-Verbot abgestimmt .
Einen Tag nach dem PREDICT Act brachte eine überparteiliche Senatorengruppe den Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026 ein. Der von den Senatoren John Curtis (Republikaner, Utah), Elissa Slotkin (Demokratin, Michigan), Todd Young (Republikaner, Indiana) und Adam Schiff (Demokrat, Kalifornien) unterstützte Entwurf weitet die Insiderhandelsverbote auf alle gewählten Bundesbeamten und Regierungsangestellten aus und führt zudem eine Offenlegungspflicht für Wetten auf Prognosemärkten ein .
Zu den erfassten Personen gehören der Präsident, der Vizepräsident, Kongressabgeordnete, Kongressmitarbeiter und politisch Ernannte . Der Entwurf sieht Strafen für Fehlverhalten vor, darunter Geldbußen von bis zum Doppelten des durch verbotene Geschäfte erzielten Gewinns
.
Der aggressivste Gesetzesvorschlag ist der Stop Trading On Predictions and Corrupt Bets Act of 2026 (STOP Corrupt Bets Act), der am 26. März 2026 von Senator Jeff Merkley (Demokrat, Oregon) und Abgeordnetem Jamie Raskin (Demokrat, Maryland) eingebracht wurde. Die Gesetzesnummern lauten S. 4226 im Senat und H.R. 8123 im Repräsentantenhaus .
Das Gesetz würde den Commodity Exchange Act, das US-Rohstoffhandelsgesetz, ändern, um bestimmte Ereigniskontrakte direkt zu verbieten – insbesondere solche zu politischen Wahlen, Sportereignissen, Regierungshandlungen und Militäroperationen . Zu den Mitunterstützern gehören die Senatoren Elizabeth Warren (Demokratin, Massachusetts), Richard Blumenthal (Demokrat, Connecticut), Chris Van Hollen (Demokrat, Maryland) und Sheldon Whitehouse (Demokrat, Rhode Island)
. Dies stellt eine erhebliche Eskalation über reine Insiderhandels-Leitplanken hinaus und hin zu einem strukturellen Verbot bedeutender Kategorien von Prognosekontrakten dar.
Am 15. Juni 2026 veröffentlichte Bitbank, eine der größten registrierten Kryptobörsen Japans, eine offizielle Mitteilung, in der Nutzer gewarnt wurden, dass Transaktionen mit Prognoseplattformen – namentlich genannt wurde Polymarket – zur sofortigen Kontosperrung führen .
Die Sperrung ist umfassend: Betroffene Konten verlieren den Zugriff auf Login, Krypto-Ein- und -Auszahlungen, Yen-Auszahlungen und alle Handelsfunktionen . Die Börse stellte klar, dass sie keine Haftung für durch diese Sperrungen entstandene Verluste übernimmt
.
Bitbank stützte sich bei dieser Maßnahme auf Japans langjähriges Glücksspielverbot. Artikel 185 des japanischen Strafgesetzbuchs stuft das Wetten auf ungewisse reale Ergebnisse mit dem Ziel finanziellen Gewinns als illegales Glücksspiel ein, das mit Geldstrafen von bis zu 500.000 Yen bestraft werden kann . Die Börse betonte, dass dies auch dann gilt, wenn die Prognosemarkt-Dienste von ausländischen Unternehmen betrieben werden
.
Japans Nationale Polizeibehörde hat zuvor erklärt, dass Personen mit Wohnsitz in Japan, die auf ausländische Online-Glücksspielseiten zugreifen und dort spielen – selbst wenn die Plattform im Ausland legal betrieben wird –, dennoch eine Straftat begehen . Prognosemärkte sind nach dem japanischen Finanzinstrumente- und Börsengesetz nicht zugelassen, und die Finanzdienstleistungsbehörde hat keine spezifischen Leitlinien herausgegeben, die einen legalen Weg dafür eröffnen
.
Polymarket blockiert bereits Nutzer mit Sitz in Japan und bemühte sich Berichten zufolge im Mai 2026 um eine Marktzulassung im Land – ein Prozess, der nun deutlich komplizierter erscheint .
Im April 2026 erließ das Parlament von Kentucky eine Verbrauchssteuer von 14,25 Prozent auf Transaktionsgebühren, die von Betreibern von Prognosemärkten erhoben werden – die erste Steuer dieser Art in den Vereinigten Staaten .
Am 12. Juni 2026 reichte eine Gruppe, die sich selbst "Coalition for Fair Markets" (Koalition für faire Märkte) nennt – bestehend aus Kalshi, Crypto.com und Polymarket – eine Klage vor einem Gericht in Kentucky gegen die Steuer ein . Die Klage argumentiert, die Abgabe sei diskriminierend, verfassungswidrig und werde durch Bundesrecht verdrängt
. Sie führt insbesondere an, dass der Steuersatz höher sei als der für Kentuckys "bevorzugte heimische Industrie" geltende Satz
.
Das Verfahren ist noch anhängig und wird eine neuartige Frage klären: ob Bundesstaaten Betreiber von Prognosemärkten mit gezielten Verbrauchssteuern belegen dürfen, die möglicherweise mit der bundesstaatlichen Rohstoffregulierung kollidieren.
Den drei Fronten ist eines gemeinsam: Prognosemärkte werden nicht länger als regulatorische Grauzone ignoriert. In Washington zeigt die Bandbreite der Gesetzesentwürfe – von gezielten Insiderhandelsregeln bis zu nahezu vollständigen Verboten –, dass die Gesetzgeber noch verhandeln, wo genau die Grenze verlaufen soll. In Japan ist die Grenze bereits gezogen und die Durchsetzung hat begonnen. In Kentucky geht es um Geld und Zuständigkeiten, nicht nur um Legalität.
Für die Plattformen selbst ist die Herausforderung nun existenziell. Sie müssen sich gleichzeitig in mehreren, potenziell widersprüchlichen regulatorischen Regimen zurechtfinden – jedes davon könnte neu definieren, wo, wie und ob Prognosemärkte überhaupt betrieben werden können.
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Mitte 2026 sehen sich Prognosemärkte einem regulatorischen Sturm an mehreren Fronten ausgesetzt: Der US Kongress hat über 10 Gesetzesentwürfe eingebracht, die von Insiderhandelsverboten bis zu umfassenden Verboten rei...
Mitte 2026 sehen sich Prognosemärkte einem regulatorischen Sturm an mehreren Fronten ausgesetzt: Der US Kongress hat über 10 Gesetzesentwürfe eingebracht, die von Insiderhandelsverboten bis zu umfassenden Verboten rei... Der weitreichendste Entwurf, der STOP Corrupt Bets Act, zielt auf ein Verbot von Kontrakten zu Wahlen, Sport und Militäroperationen, während engere Vorschläge wie der PREDICT Act speziell Insiderhandel durch Regierung...
Japan vollstreckt bereits: Bitbank begann am 15. Juni 2026 damit, Konten unter Berufung auf das Glücksspielverbot einzufrieren.