Die Anordnung kam vom Handelsministerium und stellt einen der bislang drastischsten Eingriffe in den Zugang zu KI-Technologie dar . Fable 5 war zu diesem Zeitpunkt erst wenige Tage öffentlich verfügbar – eine abgespeckte Version des noch leistungsfähigeren Mythos 5, das ohnehin nur einem begrenzten Nutzerkreis zugänglich war
.
Um die Vorgabe zu erfüllen, sah sich Anthropic zu einem radikalen Schritt gezwungen: Das Unternehmen schaltete den Zugang für alle Kunden weltweit ab – auch für US-Bürger .
Die Gespräche sind in vollem Gange und werden als intensiv beschrieben. Das Ziel von Anthropic ist klar: Die Beschränkungen sollen aufgehoben oder zumindest so angepasst werden, dass die Modelle wieder nutzbar sind .
Während die Regierung auf Sicherheitsrisiken verweist, regt sich deutlicher Widerspruch. In der Technologiebranche und unter Cybersicherheitsexperten wächst die Sorge, die Sperre könnte genau das Gegenteil bewirken.
Führende Köpfe aus der Cybersecurity – darunter Verantwortliche von Unternehmen wie Adobe, Zoom und Sophos – haben die Trump-Regierung aufgefordert, die Beschränkungen zurückzunehmen. Ihr Argument: Die Modelle seien ein wichtiges Werkzeug für IT-Verteidiger, um sich auf neue Bedrohungen vorzubereiten. Werde der Zugang gekappt, helfe das vor allem Cyberkriminellen, warnten sie .
Kommentatoren sehen in dem Vorgehen zudem eine faktische Stilllegung des öffentlichen Zugangs zu modernster KI unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit – mit potenziell langfristigen Folgen für die US-Führungsrolle im KI-Sektor .
Die kommenden Tage dürften entscheidend sein. Gelingt es Anthropic, die Sicherheitsbedenken der Regierung auszuräumen, könnte der Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 rasch wiederhergestellt werden. Bleibt die Regierung hart, droht eine längerfristige Blockade – mit ungewissem Ausgang für ein Unternehmen, das zu den führenden KI-Entwicklern weltweit zählt.
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