Omar Abdulkadir Artan (34) hätte als erster Somali überhaupt ein WM-Spiel leiten sollen. Am 6. Juni wurde er am Miami International Airport von der US-Grenzbehörde CBP wegen „Sicherheitsbedenken“ – später konkretisiert als angebliche „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ – abgewiesen . Die FIFA stellte daraufhin klar, dass sie auf hoheitliche Einreiseentscheidungen keinen Einfluss nimmt. Artan wurde zum Helden am Flughafen Mogadischu empfangen, erhält aber sein volles WM-Honorar
.
Die politische Großwetterlage bleibt nicht ohne handfeste wirtschaftliche Wirkung:
Die Muster wiederholen sich: Die USA richten 78 der 104 WM-Spiele aus und verwehren zugleich unter Berufung auf nationale Sicherheit großen Fangruppen und sogar vorab akkreditierten FIFA-Offiziellen die Einreise – ein Zielkonflikt, der den erhofften Tourismus- und Einnahmeboom direkt untergräbt.