Von 15 zunächst abgelehnten Teammitgliedern gewannen nur vier ihren Einspruch – elf iranische Betreuer bleiben für die Spiele in den USA gesperrt. Darunter Schlüsselfiguren wie der Generalsekretär des Verbands sowie der Mannschaftsarzt; die USA begründen die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken.

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Die Vorbereitung auf das größte Fußballfest der Welt wird für die iranische Nationalmannschaft zum diplomatischen Hindernislauf. Was die FIFA als verbindendes Turnier propagiert, wird von handfesten politischen Spannungen überschattet. Eine beispiellose Serie von US-Visaverweigerungen, gestrichene Fantickets und ein Schiedsrichter, der trotz Diplomatenpass nicht einreisen durfte – der Zoff rund um die Einreisebestimmungen der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko schreibt seine ganz eigene Geschichte.
Von insgesamt 15 Mitgliedern des iranischen Betreuerstabs, denen die USA zunächst die Einreise verweigerten, konnten nur vier erfolgreich Einspruch einlegen. Elf Personen bleibt die Einreise in die Vereinigten Staaten weiterhin verwehrt .
Die abgelehnten Visa betrafen "zentrale Führungs- und Verwaltungskräfte" des Teams. In den amerikanischen Anhörungen und darauf folgenden Einsprüchen blieben prominente Namen auf der Sperrliste: Darunter der Generalsekretär des iranischen Fußballverbandes, Hedayat Mombeini, und Vizepräsident Mehdi Mohammad Nabi . Konkret als weiterhin gesperrt gelten unter anderem Morteza Mohammadi (Vorsitzender des Nationalmannschaftskomitees), Saeed Salehi (Vorstandsmitglied des Verbands), Hassan Kamranfar (Mannschaftsarzt) und Mohammad Reza Saket (Senior Advisor)
. Die übrigen elf Teammitglieder operieren nun von Mexiko aus, wo sich die Mannschaft vor dem Turnier vorbereitet; eine direkte Betreuung bei den Spielen in den USA ist dadurch nicht möglich
.
Die Einreisebeschränkungen treffen nicht nur Iran. Der somalische Unparteiische Omar Artan, 34 Jahre alt und zum ersten somalischen WM-Schiedsrichter der Geschichte bestimmt, wurde bei seiner Ankunft am Miami International Airport von US-Zollbehörden abgewiesen – und das trotz gültigem Visum und Diplomatenpass. Die Begründung der Grenzschutzbehörde blieb vage: Es habe "Sicherheitsbedenken" gegeben .
Die FIFA sah sich gezwungen, Artan komplett aus dem Turnier zu nehmen . In Somalia wurde er daraufhin wie ein Held empfangen
. Der Vorgang zeigt, wie weit die geopolitischen Verwerfungen in den Sport hineinreichen und wie intransparent die Entscheidungen der Behörden bleiben.
Iran hat die Visa-Verweigerungen als "rachsüchtiges Verhalten" und "diskriminierende Behandlung" verurteilt. Die iranische Botschaft in der Türkei schrieb auf der Plattform X, die USA würden öffentlich die Erteilung von Spielervisa verkünden, aber bewusst verschweigen, dass einem "großen Teil" des Funktionsstabs die Einreise verweigert worden sei .
Der US-Gesandte Tom Barrack hatte zuvor erklärt, alle notwendigen Einreisen seien gewährt worden, was Teheran scharf zurückwies . Diese diplomatische Eskalation ist eingebettet in den ohnehin extrem angespannten Konflikt zwischen beiden Ländern – inklusive gegenseitiger Sanktionen, Militärschlägen der USA gegen mit Iran verbündete Ziele und Reiseverboten
.
Die amerikanische Seite hält dagegen: Andrew Giuliani, Leiter der White House Task Force für die Weltmeisterschaft, verteidigte die Entscheidungen öffentlich und berief sich auf Sicherheitsinteressen und Überprüfungsverfahren .
Nur wenige Tage vor Turnierbeginn behauptete der iranische Fußballverband (FFIRI), die komplette Ticketzuweisung für Irans drei Gruppenspiele in den USA sei zurückgezogen worden . Betroffen sind die Partien:
Tausende Fans, die längst Reisen gebucht hatten, stehen nun ohne Eintrittskarten da. Der FFIRI nannte die Entscheidung einen Versuch, "die Präsenz iranischer Fans zu sabotieren" . Die FIFA erklärte, man arbeite daran, "die Möglichkeiten für iranische Fans, Spiele zu besuchen, zu maximieren"
.
Die Spieler selbst haben ihre Visa erhalten und trainieren in Mexiko für den WM-Auftakt . Doch das politische Tauziehen hinter den Kulissen hat den sportlichen Wettkampf längst überlagert. Elf gesperrte Betreuer, gestrichene Tickets und ein Fall wie der des somalischen Schiedsrichters Artan machen deutlich: Die Weltmeisterschaft 2026 ist auch ein geopolitischer Brennpunkt – und für Iran eine Reise durch ein diplomatisches Minenfeld.
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Von 15 zunächst abgelehnten Teammitgliedern gewannen nur vier ihren Einspruch – elf iranische Betreuer bleiben für die Spiele in den USA gesperrt.
Von 15 zunächst abgelehnten Teammitgliedern gewannen nur vier ihren Einspruch – elf iranische Betreuer bleiben für die Spiele in den USA gesperrt. Darunter Schlüsselfiguren wie der Generalsekretär des Verbands sowie der Mannschaftsarzt; die USA begründen die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken.
Zusätzlicher Eklat: Laut Irans Fußballverband wurde die gesamte Ticketzuweisung für iranische Fans in den drei Gruppenspielen gestrichen.