Die US geführte Militäraktion gegen den Iran und die daraus resultierende Blockade der Straße von Hormus haben die globalen Düngemittellieferungen nahezu zum Erliegen gebracht – die Preise schossen um 46 % in die Höhe. Gleichzeitig entwickelt sich ein ‚Super‘ El Niño mit einer Wahrscheinlichkeit von 61–87 %.

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What converging crises are threatening food access for over 100 million people, and how do the Iran war and El Niño interact to create this. Article summary: A convergence of the 2026 Iran war (and its Strait of Hormuz blockade), a severe fertilizer price spike, and a "super" El Niño event is driving a global food crisis. At least **140–150 million people** are projected to n. Topic tags: general, news, general web, user generated, government. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "# From war to weather: A 'super El Niño' event poses fresh risks to global food costs. * Meteorologists say an unusually powerful El Niño could take shape later this year, exacerba" source context "Iran war: Why a super El Niño event poses fresh risks to food costs" Reference image 2: visual subj
Die Welt steht im Jahr 2026 am Rande einer beispiellosen Ernährungskrise. Ein gefährliches Zusammenspiel aus drei sich gegenseitig verstärkenden Faktoren treibt die Lebensmittelpreise in die Höhe und bedroht die Existenz von Hunderten Millionen Menschen: der Krieg im Iran mit der Blockade der Straße von Hormus, eine daraus resultierende massive Verteuerung von Düngemitteln und ein sich anbahnendes extremes Klimaereignis – ein sogenannter „Super“-El-Niño.
Schätzungen der Famine Early Warning Systems Network (FEWS NET) gehen davon aus, dass bis September 2026 140 bis 150 Millionen Menschen in den überwachten Ländern dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein werden . Die Welternährungsorganisation (FAO) hat einen globalen Nothilfeappell über 2,5 Milliarden US-Dollar gestartet, um über 100 Millionen Menschen in 54 Ländern zu unterstützen
. Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) zeichnet ein noch düstereres Gesamtbild: Weltweit leiden derzeit 318 Millionen Menschen akuten Hunger – doppelt so viele wie vor der COVID-19-Pandemie
.
Hier sind die Schlüsselelemente dieser sich zuspitzenden Krise:
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Normalerweise passieren hier etwa 20 bis 25 Prozent des globalen Seehandels mit Düngemitteln, insbesondere Harnstoff und Ammoniumnitrat, die für die Hälfte der weltweiten Nahrungsmittelproduktion unverzichtbar sind .
Mit dem Beginn der US-geführten Militäroperation gegen den Iran am 28. Februar 2026 kam dieser Handelsstrom praktisch zum Erliegen. Tanker und Frachtschiffe können die Meerenge nicht mehr passieren . Die Folgen waren unmittelbar und dramatisch:
Zwar stimmte der Iran am 27. März auf Ersuchen der Vereinten Nationen zu, humanitäre und begrenzte Düngemittellieferungen passieren zu lassen, doch der normale Marktfluss ist weiterhin massiv gestört . Die Unsicherheit bleibt enorm.
Die Tragik der Situation liegt im Timing und der gegenseitigen Verstärkung der Krisen. Der Schock im Düngemittelmarkt trifft die globale Landwirtschaft genau zu Beginn der wichtigen Pflanzsaison 2026/27 .
Gleichzeitig kündigt sich ein extremes Wetterphänomen an: Meteorologen warnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 61 bis 87 Prozent vor einem „Super“-El-Niño, der Mitte 2026 entstehen und bis ins Jahr 2027 andauern könnte . Die voraussichtlichen Folgen für die Landwirtschaft verheißen nichts Gutes:
Die Europäische Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) warnt explizit, dass die Kombination aus El-Niño und hohen Betriebsmittelpreisen die landwirtschaftliche Produktion direkt gefährdet . Die Logik ist einfach und brutal: Wenn Dünger wegen hoher Preise oder mangelnder Verfügbarkeit sparsamer eingesetzt wird, sinken die Ernteerträge. Wenn dann auch noch das Wetter die Ernten dezimiert, entsteht ein Teufelskreis aus Angebotsverknappung und steigenden Preisen.
Die Auswirkungen sind bereits messbar und könnten sich zu einer ausgewachsenen Erschwinglichkeitskrise ausweiten, wie die Weltbank warnt . Seit März 2026 sind die globalen Agrar- und Getreidepreisindizes um 3 bzw. 4 Prozent gestiegen
. Analysten der Bank JP Morgan gehen davon aus, dass die Preise für Grundnahrungsmittel wie Brot und Nudeln aufgrund der kombinierten Effekte von Krieg und El-Niño „kaum wieder sinken werden“
.
Die FAO spricht eine düstere Warnung aus: Sollte die Krise in der Straße von Hormus anhalten, könnte dies zu einer globalen „Katastrophe“ bei der Nahrungsmittelversorgung führen . Länder wie Indien, Bangladesch, Sri Lanka, der Sudan, Tansania, Kenia und Ägypten gelten als besonders verwundbar
.
Die wichtigsten Kennzahlen der Krise auf einen Blick:
Die „Zeitbombe für die Ernährungssicherheit“ tickt. Die Blockade der Straße von Hormus hat eine entscheidende Versorgungsader für Düngemittel zum ungünstigsten denkbaren Zeitpunkt gekappt. Der daraus resultierende Preisschock von fast 50 Prozent in nur einem Monat fällt mit einem Jahrhundert-Wetterereignis zusammen, das die Ernten in vielen der verletzlichsten Regionen der Welt zu zerstören droht. Beide Schocks verstärken sich gegenseitig und erzeugen eine Preisspirale, die das Leben von Hunderten Millionen Menschen unmittelbar bedroht – mit Auswirkungen, die bis in die deutschen Supermarktregale spürbar sein werden. Die Appelle der Hilfsorganisationen sind eindringlich, doch die Mittel zur Bewältigung dieser multiplen Krise sind dramatisch unterfinanziert.
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Die US geführte Militäraktion gegen den Iran und die daraus resultierende Blockade der Straße von Hormus haben die globalen Düngemittellieferungen nahezu zum Erliegen gebracht – die Preise schossen um 46 % in die Höhe.
Die US geführte Militäraktion gegen den Iran und die daraus resultierende Blockade der Straße von Hormus haben die globalen Düngemittellieferungen nahezu zum Erliegen gebracht – die Preise schossen um 46 % in die Höhe. Gleichzeitig entwickelt sich ein ‚Super‘ El Niño mit einer Wahrscheinlichkeit von 61–87 %.
Die Weltbank, FAO und andere Organisationen warnen: Bis September 2026 werden 140–150 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe benötigen.