Selbst ohne ein bestätigtes Abkommen wettet der Markt aggressiv auf eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus und eine Rückkehr iranischer Ölexporte auf den Weltmarkt . Bis Ende Mai hatte steigendes Vertrauen in einen möglichen Deal den Index bereits um 4 % fallen lassen, wobei der Energiesektor über 9 % und der Agrarsektor 3,5 % verloren
.
Der Goldpreis erlebte eine historische Zäsur: Er schloss erstmals seit Oktober 2023 unter seiner 200-Tage-Durchschnittslinie . Starke US-Arbeitsmarktdaten vom 5. Juni verstärkten die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen länger hoch halten wird, und setzten das Edelmetall zusätzlich unter Druck
. Bis zum 11. Juni fielen die August-Gold-Futures auf ein Sechsmonatstief von 4.046,20 USD pro Unze
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Die Reaktionen großer Analystenhäuser fallen kurzfristig skeptisch, langfristig aber optimistisch aus:
Die Schere zwischen dem aktuellen Preis und den langfristigen Prognosen ist enorm. Zum Vergleich: Auch Goldman Sachs (5.400 USD), Morgan Stanley (5.200 USD) und UBS (5.500 USD) haben ihre teils ähnlich hohen Jahresendziele für Gold bisher nicht zurückgezogen .
Kupfer notierte in der Woche zum 12. Juni an der Londoner Metallbörse (LME) in einer Spanne von 13.000 bis 13.500 USD pro Tonne. Das liegt deutlich unter dem kurzen Hoch von über 14.000 USD/Tonne im Mai, aber immer noch mehr als 40 % über dem Vorjahresniveau .
An der US-Terminbörse COMEX erholten sich die Kupfer-Futures bis zum 12. Juni auf rund 6,40 USD pro Pfund (umgerechnet ca. 14.100 USD/Tonne). Der Optimismus über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran milderte Sorgen um das globale Wachstum und die Nachfrage nach Industriemetallen .
Die Rallye ist dennoch fragil. Die Kupferbestände an den großen Börsen (Shanghai, LME, COMEX) sind auf über eine Million Tonnen gestiegen, was die Stimmung belastet . Analysten der ING erwarten, dass die Kursbewegungen kurzfristig sprunghaft bleiben, bis klarere Signale für einen Lagerabbau oder eine stärkere Nachfrage kommen
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Am 12. Juni erklärte die US-Klimabehörde NOAA offiziell, dass die El-Niño-Bedingungen nun eingetreten sind. Auch die japanische Wetterbehörde bestätigte das Ereignis, das Experten als eines der stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen einstufen . Meteorologen sprechen von einem möglichen „Super-El-Niño“, der „dominoartige Wettereffekte auf dem gesamten Planeten“ auslösen könne
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Die Folgen für Asien und die globalen Lieferketten sind gravierend:
Die Rohstoffmärkte sind in einer seltenen Zwickmühle gefangen:
Diese Dynamik bedeutet, dass verschiedene Rohstoffsektoren durch denselben makroökonomischen Moment in entgegengesetzte Richtungen getrieben werden. Die Gesamtaussichten sind daher äußerst unsicher und anfällig für plötzliche Richtungswechsel – eine schwierige Gemengelage für Anleger und rohstoffabhängige Volkswirtschaften weltweit.
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