Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Insgesamt hat Prometheus seit seiner Gründung im November 2025 bereits 18,2 Milliarden Dollar eingesammelt. Den Grundstein legte eine erste Kapitalspritze von 6,2 Milliarden Dollar direkt zum Start .
Doch wofür wird dieses Geld eingesetzt? Prometheus will nach eigenen Angaben den „Erfindungskreislauf“ radikal beschleunigen. Statt teure und langwierige physische Prototypen zu bauen, sollen die KI-Modelle von Prometheus das Verhalten physikalischer Systeme simulieren – Stressfrakturen in Metallteilen, Luftströmungen um Tragflächen, Wärmeableitung auf Leiterplatten. .
Das Ziel sind KI-gestützte Werkzeuge, die menschliche Ingenieure in die Lage versetzen, Produkte wie Düsentriebwerke, medizinische Geräte, Halbleiter, Batterien und Solarmodule schneller und effizienter zu entwerfen. Bezos spricht von einem sehr, sehr modernen Verständnis von CAD (computer-aided Design) .
Ein weit verbreitetes Missverständnis räumte Bezos selbst aus. Auf Spekulationen, Prometheus arbeite an Robotern oder Fabrikautomation, entgegnete er unmissverständlich: „Wir haben nichts mit Robotik zu tun.“ Stattdessen beschreibt er den Fokus als „KI für die physische Ökonomie“ – also KI für Erfindung und technische Entwicklung .
Die Doppelspitze zeigt die Ernsthaftigkeit des Projekts. Neben Jeff Bezos ist Vik Bajaj Co-CEO. Bajaj bringt tiefeExpertise aus seiner Zeit bei Google X, dem Biotech-Unternehmen Verily und der Investmentfirma Foresite Labs mit .
Das Team von Prometheus ist klein, aber extrem hochkarätig. Berichten zufolge arbeiten dort zwischen 120 und 150 Mitarbeiter, die von führenden KI-Laboren abgeworben wurden, darunter OpenAI, Google DeepMind und xAI . Die Präsenz erstreckt sich auf die globalen KI-Hotspots San Francisco, London und Zürich
.
Parallel zu Prometheus sorgt ein noch größeres Vorhaben für Schlagzeilen. Im März 2026 wurde bekannt, dass Bezos in frühen Gesprächen mit Staatsfonds aus dem Nahen Osten und Asien sowie großen Vermögensverwaltern steht. Das Ziel: ein separater Investmentfonds mit einem Volumen von bis zu 100 Milliarden Dollar .
Dieser Fonds, der mit dem Volumen des legendären SoftBank Vision Fund konkurrieren würde, soll nicht direkt in Prometheus investieren. Stattdessen ist der Plan, etablierte Industrie- und Produktionsunternehmen zu kaufen und mit der KI-Technologie von Prometheus zu modernisieren. Es wäre ein gewaltiger Hebel, um die KI-Modelle direkt in der Praxis einzusetzen und ganze Wertschöpfungsketten umzukrempeln .
Wichtig: Bis Stand Juni 2026 befinden sich diese Gespräche noch in einem frühen Stadium. Eine formelle Ankündigung oder ein endgültiger Abschluss des Fonds steht noch aus.
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