Die Anordnung war radikal: Jegliche ausländische Beteiligung an Manus wurde verboten, beide Parteien mussten die Transaktion sofort rückgängig machen und den ursprünglichen Zustand wiederherstellen .
Für die Gründer – Xiao Hong, Ji Yichao und Zhang Tao – hatte das nicht nur geschäftliche Konsequenzen. Im Zuge der Ermittlungen wurde ihnen die Ausreise aus China untersagt .
Während die finanziellen und rechtlichen Fragen noch in der Schwebe hingen, vollzog Meta die technische und operative Trennung in Rekordzeit. Am 11. Juni 2026 bestätigte der Konzern, dass die operative Spaltung abgeschlossen sei .
Die Maßnahmen im Einzelnen:
Die operative Entflechtung ist nur die halbe Miete. Die wirklich große Baustelle bleibt die finanzielle Rückabwicklung. Die entscheidende Frage: Wie macht man einen mehr als zwei Milliarden Dollar schweren Deal rückgängig, bei dem bereits alle Gelder geflossen sind?
Manus‘ Gründer verhandelten Berichten zufolge über eine Finanzierungsrunde von rund einer Milliarde Dollar durch externe Investoren, um das KI-Unternehmen von Meta zurückzukaufen . Das wäre in etwa die Hälfte des ursprünglichen Kaufpreises. Ob Meta den Rest als Verlust abschreibt, eine Minderheitsbeteiligung behält oder andere Gegenleistungen erhält, ist bislang nicht öffentlich bekannt
.
Weitere Details blieben ebenfalls im Unklaren – etwa ob lizenzrechtliche Altlasten oder verbleibende Zugriffe auf Meta-Werkzeuge die Trennung überdauern .
Der Fall Meta-Manus ist nicht nur eine gescheiterte Übernahme. Er ist ein Menetekel für alle chinesischen Tech-Gründer, die mit internationalen Partnern kooperieren wollen. Analysten werteten den Schritt Pekings als deutliches Warnsignal – insbesondere an Unternehmen, die sich durch einen Wegzug aus China der staatlichen Kontrolle entziehen wollen .
Für Meta war es ein kostspieliges Lehrstück darüber, wie schnell der vielbeschworene „Kalte Krieg der Technologie“ konkrete Geschäfte zunichtemachen kann.
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