Eine aktuelle Nature Studie widerlegt das traditionelle „Zwei Partner Narrativ“, wonach die Eukaryogenese allein durch die Verschmelzung eines Archaeons mit einem Alphaproteobakterium erklärt wurde [11]. Der letzte eukaryotische gemeinsame Vorfahre (LECA) trug zusätzlich starke evolutionäre Signale der Bakterienstäm...

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did the study published in Nature find about the evolutionary origins of the last eukaryotic common ancestor (LECA), and how does it ch. Article summary: **Broadened cast of contributors** — Beyond the archaeal host and the ancestral mitochondrion, the study identifies strong evolutionary signals from two additional bacterial phyla: **Myxococcota** and **Planctomycetota**. Topic tags: general, government, academic, general web, education. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "A **.gov** website belongs to an official government organization in the United States. # Highlight: Unraveling the Origins of LUCA and LECA on the Tree of Life. The latest Virtual" source context "Highlight: Unraveling the Origins of LUCA and LECA on the Tree of Life - PMC" Reference image 2: vi
Eine neue, in Nature veröffentlichte Studie unter der Leitung von Dr. Toni Gabaldón (IRB Barcelona und BSC-CNS) vom 10. Juni 2026 stellt das traditionelle „Zwei-Partner-Narrativ“ infrage. Bisher ging die Fachwelt davon aus, dass die Eukaryogenese – die Entstehung komplexer Zellen mit Zellkern – vor allem durch die Fusion eines Archaeons mit dem alphaproteobakteriellen Vorläufer der Mitochondrien angetrieben wurde . Die neue Analyse zeigt stattdessen, dass der letzte eukaryotische gemeinsame Vorfahre (LECA) durch einen längeren, gemeinschaftsgetriebenen Prozess geformt wurde, an dem mehrere Bakteriengruppen und Riesenviren beteiligt waren
.
Über den Archaeon-Wirt und den mitochondrialen Vorläufer hinaus identifiziert die Studie deutliche evolutionäre Signale von zwei weiteren Bakterienstämmen: Myxococcota und Planctomycetota .
Die Analysen deuten darauf hin, dass diese Beiträge nicht gleichzeitig erfolgten: Planctomycetota zeigen ein evolutionär älteres Signal, während Myxococcota und der alphaproteobakterielle Vorläufer des Mitochondriums Signale aufweisen, die zeitlich näher beieinanderliegen . Diese schrittweise Abfolge spricht für einen allmählichen Erwerb genetischer und metabolischer Fähigkeiten und nicht für ein einziges, kataklysmisches Fusionsereignis.
Die Studie zeigt zudem, dass einige der in der frühen Eukaryoten-Evolution integrierten Gene offenbar von Riesenviren aus dem Stamm der Nucleocytoviricota (nukleozytoplasmatische große DNA-Viren) stammen . Diese Viren fungierten höchstwahrscheinlich als eine Art genetischer Kurierdienst, der Erbgut zwischen verschiedenen mikrobiellen Linien in der damaligen Urgemeinschaft hin- und hertransportierte
.
Die Entstehung komplexer Zellen erscheint damit weniger als einmaliges endosymbiotisches Ereignis, sondern vielmehr als ein längerer, kooperativer Prozess in einer Umgebung reich an mikrobiellen Matten. In diesen dichten Biofilmen koexistierten unterschiedlichste Mikroorganismen und tauschten über lange Zeiträume genetisches Material aus .
Dr. Gabaldón fasst dies so zusammen: „Unsere Studie legt nahe, dass dieses Narrativ unvollständig ist und dass mehr Akteure auf der Bühne standen, darunter andere Bakteriengruppen und Riesenviren, die den Genaustausch erleichtert haben könnten“ .
Das Team verwendete dafür einen konservativen „molekular-archäologischen“ Ansatz: Es rekonstruierte die Genfamilien von LECA und verfolgte deren Ursprünge zurück über Zehntausende von bakteriellen, archaeellen und viralen Genomen .
Studio Global AI
Use this topic as a starting point for a fresh source-backed answer, then compare citations before you share it.
Eine aktuelle Nature Studie widerlegt das traditionelle „Zwei Partner Narrativ“, wonach die Eukaryogenese allein durch die Verschmelzung eines Archaeons mit einem Alphaproteobakterium erklärt wurde [11].
Eine aktuelle Nature Studie widerlegt das traditionelle „Zwei Partner Narrativ“, wonach die Eukaryogenese allein durch die Verschmelzung eines Archaeons mit einem Alphaproteobakterium erklärt wurde [11]. Der letzte eukaryotische gemeinsame Vorfahre (LECA) trug zusätzlich starke evolutionäre Signale der Bakterienstämme Myxococcota und Planctomycetota [11].
Myxococcota sind mit Stoffwechselprozessen verknüpft, Planctomycetota zeichnen sich durch ungewöhnliche innere Zellkompartimente aus [11].