Um diese wissenschaftliche Kontroverse zu verstehen, muss man wissen, warum Supernovae vom Typ Ia so wichtig sind: Sie gelten als „Standardkerzen“ des Universums. Weil sie immer mit nahezu derselben absoluten Helligkeit explodieren, können Astronomen aus ihrer beobachteten scheinbaren Helligkeit auf der Erde ihre Entfernung ableiten – je lichtschwächer, desto weiter entfernt. Aus der Kombination von Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit von Galaxien ergibt sich die Expansionsgeschichte des Kosmos. Sollte diese Grundannahme wackeln, stünde auch die Existenz der Dunklen Energie, die rund 70 Prozent des Universums ausmachen soll, auf dem Spiel.
„Sobald die falsche Gleichsetzung von Galaxien- und Sternalter korrigiert wird, bleiben die Belege für eine sich beschleunigende Expansion und die Existenz Dunkler Energie robust“, fasst das internationale Team seine Ergebnisse zusammen . Die wissenschaftliche Debatte zeigt eindrücklich, wie die Kosmologie sich selbst überprüft und korrigiert. Die Theorie der Dunklen Energie hat diesen Stresstest bestanden.
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