Der Eklat hat eine Vorgeschichte. Erst vor wenigen Wochen, im Mai 2026, hieß es im offiziellen „Stadium Code of Conduct“ der FIFA noch unmissverständlich: „Zur Klarstellung: Leere, durchsichtige, wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter dürfen mit ins Stadion gebracht werden“ . Am 2. Juni jedoch erhielten alle Ticketinhaber eine E-Mail, in der mitgeteilt wurde, dass Mehrwegflaschen nun nicht mehr erlaubt seien . Die FIFA begründet die überraschende Wende mit Sicherheitsbedenken – sie diene dazu, „Risiken und Verletzungen für Spieler und Zuschauer zu vermeiden“ .
Der heftigste politische Protest kam bisher aus London. Premierminister Keir Starmer ließ keinen Zweifel daran, was er von der Entscheidung hält. Er forderte die FIFA auf, „an die Fans zu denken“, die ohnehin schon hohe Reisekosten und teure Tickets stemmen müssten . Seine Worte hallen in ganz Europa wider: viele sehen in dem Verbot weniger eine Sicherheitsmaßnahme, sondern vielmehr eine clevere, wenn auch dreiste Geschäftsstrategie.
Genau dieser Profit-Vorwurf steht im Zentrum der Kritik. Da die eigenen Flaschen nun draußen bleiben müssen, bleibt den Fans oft nur der Gang zu den Getränkeständen in den Stadien. Diese werden exklusiv vom langjährigen FIFA-Partner Coca-Cola beliefert. So entsteht ein gefangener Markt, in dem die Besucher gezwungen sind, für Getränke zu zahlen, die sie zuvor kostenlos hätten mitbringen können. Die englische Fangruppe „Free Lions“ bezeichnete den Schritt daher auch als „den neuesten Geldrausch“ . Zudem wird die Umweltbelastung kritisiert, da das Verbot zwangsläufig die Menge an Einwegplastikmüll in die Höhe treibt .
Das Verbot ist nicht bloß eine Unannehmlichkeit. Viele der 16 Austragungsstätten bieten nur wenig oder gar keinen Schatten . Die Spiele finden mitten im nordamerikanischen Sommer statt – eine gefährliche Mischung. Fans und Spieler drohen bei direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen zu dehydrieren. Die FIFA verspricht zwar, Nebelduschen („Misting Stations“) und Trinkwasserbrunnen bereitzustellen, doch Kritiker halten dies für unzureichend . Die gesundheitlichen Bedenken wiegen schwer.
Besonders laut ist der Protest aus den Gastgeberstädten selbst.
Toronto Bürgermeisterin Olivia Chow geißelt die Entscheidung als „reine Geldmacherei“ und fragt, warum Fans gezwungen werden sollen, Wasser zu kaufen. Sie fordert die FIFA auf, kostenlose Wasserflaschen auszugeben und kündigte an, zu prüfen, was die Stadt dagegen tun könne . Die Umwelt- und Verbraucherschützer in Toronto unterstützen sie geschlossen .
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ist tief in die WM-Vorbereitungen eingebunden. Gemeinsam mit Gouverneurin Kathy Hochul koordinierte er die Sicherheits- und Transportplanung für die erwartete Million Besucher . Auch wenn in den Quellen kein direktes Zitat Mamdanis zum Flaschenverbot zu finden ist, so zeigt seine rege Beteiligung an den Verhandlungen mit der FIFA – einschließlich eines Treffens mit FIFA-Präsident Gianni Infantino –, dass auch er zu den Spitzenpolitikern gehört, die sich mit den logistischen und politischen Herausforderungen des Turniers auseinandersetzen müssen .
Die Wut der Fans entzündet sich vor allem an der Art und Weise der Entscheidung. Man fühlt sich hintergangen. Schließlich hatte die FIFA explizite Zusagen gemacht, die sie nun in einer „Kehrtwende in letzter Minute“ widerrief – ohne den Fans Zeit für eine Anpassung zu lassen . In einer seltenen Einigkeit stellen sich nun Regierungschefs, Bürgermeister, Umweltaktivisten und die globale Fußballgemeinschaft gegen den Weltverband und fordern: Stellt den Menschen über den Profit.
Der Eklat hat eine Vorgeschichte. Erst vor wenigen Wochen, im Mai 2026, hieß es im offiziellen „Stadium Code of Conduct“ der FIFA noch unmissverständlich: „Zur Klarstellung: Leere, durchsichtige, wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter dürfen mit ins Stadion gebracht werden“ . Am 2. Juni jedoch erhielten alle Ticketinhaber eine E-Mail, in der mitgeteilt wurde, dass Mehrwegflaschen nun nicht mehr erlaubt seien . Die FIFA begründet die überraschende Wende mit Sicherheitsbedenken – sie diene dazu, „Risiken und Verletzungen für Spieler und Zuschauer zu vermeiden“ .
Der heftigste politische Protest kam bisher aus London. Premierminister Keir Starmer ließ keinen Zweifel daran, was er von der Entscheidung hält. Er forderte die FIFA auf, „an die Fans zu denken“, die ohnehin schon hohe Reisekosten und teure Tickets stemmen müssten . Seine Worte hallen in ganz Europa wider: viele sehen in dem Verbot weniger eine Sicherheitsmaßnahme, sondern vielmehr eine clevere, wenn auch dreiste Geschäftsstrategie.
Genau dieser Profit-Vorwurf steht im Zentrum der Kritik. Da die eigenen Flaschen nun draußen bleiben müssen, bleibt den Fans oft nur der Gang zu den Getränkeständen in den Stadien. Diese werden exklusiv vom langjährigen FIFA-Partner Coca-Cola beliefert. So entsteht ein gefangener Markt, in dem die Besucher gezwungen sind, für Getränke zu zahlen, die sie zuvor kostenlos hätten mitbringen können. Die englische Fangruppe „Free Lions“ bezeichnete den Schritt daher auch als „den neuesten Geldrausch“ . Zudem wird die Umweltbelastung kritisiert, da das Verbot zwangsläufig die Menge an Einwegplastikmüll in die Höhe treibt .
Das Verbot ist nicht bloß eine Unannehmlichkeit. Viele der 16 Austragungsstätten bieten nur wenig oder gar keinen Schatten . Die Spiele finden mitten im nordamerikanischen Sommer statt – eine gefährliche Mischung. Fans und Spieler drohen bei direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen zu dehydrieren. Die FIFA verspricht zwar, Nebelduschen („Misting Stations“) und Trinkwasserbrunnen bereitzustellen, doch Kritiker halten dies für unzureichend . Die gesundheitlichen Bedenken wiegen schwer.
Besonders laut ist der Protest aus den Gastgeberstädten selbst.
Toronto Bürgermeisterin Olivia Chow geißelt die Entscheidung als „reine Geldmacherei“ und fragt, warum Fans gezwungen werden sollen, Wasser zu kaufen. Sie fordert die FIFA auf, kostenlose Wasserflaschen auszugeben und kündigte an, zu prüfen, was die Stadt dagegen tun könne . Die Umwelt- und Verbraucherschützer in Toronto unterstützen sie geschlossen .
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani ist tief in die WM-Vorbereitungen eingebunden. Gemeinsam mit Gouverneurin Kathy Hochul koordinierte er die Sicherheits- und Transportplanung für die erwartete Million Besucher . Auch wenn in den Quellen kein direktes Zitat Mamdanis zum Flaschenverbot zu finden ist, so zeigt seine rege Beteiligung an den Verhandlungen mit der FIFA – einschließlich eines Treffens mit FIFA-Präsident Gianni Infantino –, dass auch er zu den Spitzenpolitikern gehört, die sich mit den logistischen und politischen Herausforderungen des Turniers auseinandersetzen müssen .
Die Wut der Fans entzündet sich vor allem an der Art und Weise der Entscheidung. Man fühlt sich hintergangen. Schließlich hatte die FIFA explizite Zusagen gemacht, die sie nun in einer „Kehrtwende in letzter Minute“ widerrief – ohne den Fans Zeit für eine Anpassung zu lassen . In einer seltenen Einigkeit stellen sich nun Regierungschefs, Bürgermeister, Umweltaktivisten und die globale Fußballgemeinschaft gegen den Weltverband und fordern: Stellt den Menschen über den Profit.