Dieser Boom ist kein Zufall, sondern das direkte Ergebnis unstillbaren Hungers nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz. „Unsere Kunden in den Bereichen fortschrittliche Logik und Speicher erhöhen ihre Investitionen massiv, um die KI-getriebene Nachfrage zu decken, die das Angebot weiterhin deutlich übersteigt“, hieß es vonseiten des Unternehmens .
Das Vertrauen des Managements spiegelt sich in den angepassten Jahreszielen wider. Nachdem ASML im Januar 2026 zunächst einen Umsatz von 34 bis 39 Milliarden Euro für das Gesamtjahr in Aussicht gestellt hatte, folgte nach einem starken ersten Quartal im April eine Anhebung auf 36 bis 40 Milliarden Euro . Das erste Quartal selbst schloss mit einem Umsatz von 8,8 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro ab – beides Werte, die klar über den Markterwartungen lagen
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Noch Mitte 2025 hatte CEO Christophe Fouquet vor geopolitischen Unsicherheiten und möglichen Zollkonflikten im Rahmen der US-chinesischen Exportkontrollen gewarnt, was die Aktie zeitweise belastete. Doch diese Bedenken wurden von einer Welle an Bestellungen schlicht hinweggespült. Branchengrößen wie TSMC, Samsung und SK Hynix – allesamt in einem Wettlauf um den Ausbau ihrer EUV-Fertigungskapazitäten für Chips in 3nm- und 2nm-Technologie – sorgten für einen Auftragsschub, der die Kurse bis Anfang Juni um rund 60 % im laufenden Jahr ansteigen ließ .
Neben der Nachfrage nach KI-Chips hat sich ein weiterer struktureller Treiber etabliert: der Übergang zu neuen DRAM-Speichergenerationen. Die Umstellung auf 1c-nm-DRAM-Knoten erfordert 5 bis 6 EUV-Lagen pro Wafer, was die Nachfrage nach ASMLs teuersten und komplexesten Maschinen zusätzlich ankurbelt . Morgan Stanley spricht hier von einem „kraftvollen Expansionszyklus" und erwartet, dass ASML im kommenden Jahr über 90 EUV-Systeme ausliefern kann
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Der Optimismus ist in der Finanzwelt breit verankert. Morgan Stanley erhöhte das Kursziel für ASML am Tag des Rekords von 1.400 auf 1.660 Euro und bestätigte die „Overweight"-Einstufung . Mehrere andere große Adressen wie UBS, Citigroup, Deutsche Bank und RBC Capital zogen mit Zielen zwischen 1.600 und 1.700 Euro nach
. Das durchschnittliche Analystenziel stieg auf rund 1.463 Euro
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ASMLs Aufstieg ist mehr als eine Unternehmensgeschichte. Er markiert einen strukturellen Wandel auf dem europäischen Aktienmarkt: Der Technologiesektor hat Gesundheitswesen und Luxusgüter – einst die Platzhirsche dank Novo Nordisk und LVMH – als wertvollste Branche abgelöst . Den Grundstein legte ASML bereits im Januar 2026, als es als erst drittes europäisches Unternehmen überhaupt die Marke von 500 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung durchbrach
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Für Anleger und Technologiebeobachter ist die Botschaft klar: Im Herzen des KI-Booms stehen nicht nur Softwarefirmen, sondern vor allem die nahezu alternativlosen Maschinen von ASML, die moderne Hochleistungschips überhaupt erst ermöglichen.
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