WTW hat am 2. Juni 2026 seine Lösung „AI Workforce Transformation“ vorgestellt – sie soll Unternehmen helfen, Produktivitätssprünge durch KI gezielt zu realisieren [8].

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Eine neue Lösung des globalen Beratungs- und Brokerhauses WTW (ehemals Willis Towers Watson) soll Unternehmen künftig dabei helfen, das abstrakte Versprechen der Künstlichen Intelligenz in konkrete Produktivitätsgewinne umzumünzen. Am 2. Juni 2026 brachte der im NASDAQ notierte Konzern sein AI Workforce Transformation-Paket auf den Markt, das auf firmeneigenen Daten zu Arbeitsplätzen, Kompetenzen und Arbeitsprozessen fußt .
Ziel ist es, Führungskräften und Personalabteilungen eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben, anstatt sie mit vagen Heilsversprechen oder diffusen Ängsten alleinzulassen .
Das Herzstück der Lösung bilden zwei KI-gestützte Instrumente, die unterschiedliche, aber komplementäre Perspektiven auf die Transformation werfen :
WorkVue Agent
Dieses Tool zerlegt Berufsbilder in ihre einzelnen Tätigkeiten (Tasks) und bewertet, welche davon durch KI automatisiert oder zumindest unterstützt werden können. Als Referenzrahmen dient das US-amerikanische O*NET-System, das rund 900 standardisierte Berufsprofile umfasst . Ein Maschinenbediener in der Industrie oder eine Sachbearbeiterin im Backoffice wird also nicht pauschal als „ersetzbar“ eingestuft; stattdessen wird präzise analysiert, bei welchen Routinehandlungen die Technologie tatsächlich ansetzen kann – und wo menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar bleibt.
ChangeVue
Während WorkVue das technisch Mögliche auslotet, nimmt ChangeVue die „weichen“ Faktoren in den Blick: Wie aufgeschlossen ist die Belegschaft für neue Arbeitsweisen? Gibt es kulturelle Barrieren, Widerstände im mittleren Management oder Qualifikationslücken, die eine erfolgreiche Einführung blockieren könnten? Diese Adoptionsbereitschaft zu messen, ist nach WTWs Überzeugung genauso wichtig wie die reine Automatisierungsanalyse – denn die eleganteste Technologie nützt wenig, wenn die Organisation sie ablehnt .
WTW hat im Zuge der Entwicklung eine eigene Auswertung über die 900 O*NET-Berufe hinweg vorgenommen. Die Ergebnisse lesen sich wie eine differenzierte Landkarte der Betroffenheit :
Die Spannweite ist bewusst weit gehalten, weil ein „Frontline-Job“ vom Lagerarbeiter bis zur Pflegekraft reichen kann und ein „Professional“ vom Architekten bis zum Juristen. Die Kernbotschaft lautet: Pauschale Urteile über die Ersetzbarkeit ganzer Berufsgruppen greifen zu kurz. Entscheidend ist die Aufgabenstruktur – je repetitiver und regelbasierter die Tätigkeiten, desto größer das Automatisierungspotenzial .
Die Zahlen von WTW fügen sich nahtlos in die globalen Prognosen ein, die das Weltwirtschaftsforum (WEF) regelmäßig im „Future of Jobs Report“ veröffentlicht. Die Ausgabe 2025 zeichnet ein Bild tiefgreifender Umwälzungen :
Diese globalen Zahlen sind wichtig, um die WTW-Analysen richtig einzuordnen: Es geht nicht um eine schlichte Vernichtung von Arbeitsplätzen, sondern um eine massive Verschiebung von Tätigkeitsprofilen. Ein Unternehmen, das heute noch stark auf repetitive Administration setzt, wird in fünf Jahren vermutlich mehr Datenanalysten und weniger Sachbearbeiter beschäftigen – vorausgesetzt, es gelingt, die Belegschaft auf diesem Weg mitzunehmen.
Aus der Zusammenschau von WTWs granularen Daten und den makroökonomischen Projektionen des WEF lassen sich vier Handlungsfelder ableiten :
Aufgaben statt Berufe betrachten
Die WTW-Analysen belegen, dass ein und derselbe Beruf zu 20 oder zu 70 Prozent automatisierbar sein kann – je nach konkreter Ausgestaltung. Unternehmen sollten daher wegkommen von der Diskussion über „gefährdete Berufe“ und hin zu einer Aufgaben-inventur jeder einzelnen Stelle.
Qualifizierung radikal priorisieren
Wenn fast 40 % der Kernkompetenzen im Umbruch sind, wird Weiterbildung vom Nice-to-have zum Überlebensfaktor. Das gilt nicht nur für IT-Fachkräfte, sondern auch für die Beschäftigten in Produktion und Verwaltung.
Die kulturelle Dimension ernst nehmen
Dass WTW ein eigenes Tool nur für die Messung der Veränderungsbereitschaft entwickelt hat, sollte zu denken geben. Wer ChangeVue ignoriert, riskiert, dass teure KI-Investitionen an innerbetrieblichen Widerständen scheitern .
Die Chancen der neuen Rollen aktiv angehen
Die 170 Millionen neuen Jobs, von denen das WEF spricht, entstehen nicht von allein in den Unternehmen. Sie setzen voraus, dass Führungskräfte heute anfangen, die Arbeitsorganisation neu zu denken – und zwar auf der Basis belastbarer Daten, wie sie WTW und vergleichbare Anbieter nun liefern .
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WTW hat am 2. Juni 2026 seine Lösung „AI Workforce Transformation“ vorgestellt – sie soll Unternehmen helfen, Produktivitätssprünge durch KI gezielt zu realisieren [8].
WTW hat am 2. Juni 2026 seine Lösung „AI Workforce Transformation“ vorgestellt – sie soll Unternehmen helfen, Produktivitätssprünge durch KI gezielt zu realisieren [8]. Zwei Diagnose Tools stehen im Zentrum: WorkVue Agent bewertet das Automatisierungspotenzial in über 900 O NET Berufen, ChangeVue prüft, wie bereit die Organisation für den Wandel ist [8].
Die internen Analysen von WTW zeigen: In der Industrieproduktion und in Frontline Jobs könnten bis zu 75 % aller Aufgaben von KI betroffen sein, während es in akademischen Berufen nur 20–35 % sind [8].