Auf der Entwicklerkonferenz Build 2026 in San Francisco (2.–3. Juni) hat Microsoft das nächste Kapitel der PC-gestützten Künstlichen Intelligenz aufgeschlagen. Statt alle Rechenarbeit in die Cloud auszulagern, rückt das Unternehmen leistungsfähige KI direkt auf die Geräte der Nutzer. Im Zentrum stehen drei große Ankündigungen: die neuen kompakten Sprachmodelle der Aion-1.0-Familie, eine breitere Verfügbarkeit der Windows-KI-Schnittstellen für nahezu jede Hardware und eine spezielle Entwickler-Workstation, die selbst riesige Modelle lokal ausführen kann.
Microsoft hat mit der Aion-1.0-Familie eine neue Generation von sogenannten Small Language Models (SLMs) vorgestellt, die effizient genug sind, um direkt auf dem PC zu laufen .
Für Entwickler sind die Modelle ein großer Schritt. Sie können bereits heute über die integrierten KI-Funktionen im Edge-Browser und das Windows AI Developer Portal mit den Modellen experimentieren . Eine breitere Verfügbarkeit ist für die kommenden Monate geplant.
Bisher waren viele der fortschrittlichen KI-Funktionen in Windows, wie die direkte Nutzung der Neural Processing Unit (NPU), den sogenannten Copilot+ PCs vorbehalten. Das ändert sich nun grundlegend. Microsoft öffnet die Windows AI APIs für einen viel grösseren Kreis von Geräten – sie funktionieren jetzt auch auf herkömmlichen Hauptprozessoren (CPUs) und Grafikchips (GPUs) und decken damit Hardware von AMD, Intel, Qualcomm und Nvidia ab .
Konkret bedeutet das:
Das technische Fundament ist Windows ML, die integrierte KI-Laufzeitumgebung von Windows. Sie kümmert sich um die optimale Ausführung der Modelle, egal ob auf CPU, GPU oder NPU. In Kombination mit Microsoft Foundry on Windows können Entwickler den gesamten Lebenszyklus eines KI-Modells – von der Auswahl über die Feinabstimmung bis zur Bereitstellung – abdecken . Passend dazu kündigte AMD noch auf der Konferenz verbesserte Treiber für Windows ML an, die etwa die Reaktionszeit von KI-Modellen auf NPUs um das 1,5-fache beschleunigen
.
Für alle, die noch mehr Leistung auf dem Schreibtisch brauchen, hat Microsoft gemeinsam mit Nvidia ein echtes Kraftpaket vorgestellt: die Surface RTX Spark Dev Box .
Diese kompakte Workstation (das Design erinnert an eine Xbox Series X) wird vom neuen, ARM-basierten Nvidia-RTX-Spark-Superchip angetrieben und bietet:
Microsoft selbst beschreibt das Gerät als ideal für langwierige Trainingsjobs, KI-Agenten-Workflows und die lokale Feinabstimmung von Modellen. Die Surface RTX Spark Dev Box soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen; einen Preis hat Microsoft noch nicht genannt .
Studio Global AI
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Auf der Build 2026 präsentierte Microsoft die neuen Aion 1.0 Sprachmodelle, die das KI Zeitalter auf Windows PCs direkt einläuten.
Auf der Build 2026 präsentierte Microsoft die neuen Aion 1.0 Sprachmodelle, die das KI Zeitalter auf Windows PCs direkt einläuten. Die Windows KI APIs werden massiv erweitert und funktionieren jetzt erstmals über Copilot+ PCs hinaus auch auf der CPU und GPU.
Mit der Surface RTX Spark Dev Box schaffen Microsoft und Nvidia einen kompakten Desktop speziell für die lokale Entwicklung anspruchsvoller KI Anwendungen.
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